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Oetker Collection verzeichnet nur geringes Umsatzwachstum
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Handelsblatt6/18/2026Business4 min readGermany

Oetker Collection verzeichnet nur geringes Umsatzwachstum

Quick Look

  • Die Oetker Collection meldet für 2025 ein Umsatzwachstum von nur 0,9% auf 2,57 Mrd.
  • Euro, belastet durch Wechselkurse, Zölle und Nachfrageschwäche.
  • Das US-Geschäft spielt eine wichtige Rolle, doch Zölle beeinträchtigen Henkell-Freixenet.

AI-generated summary

Why It Matters

Die Oetker Collection, eine Firmengruppe, die aus der Dr. Oetker KG hervorgegangen ist, operiert in verschiedenen Sparten wie Sekt, Wein, Spirituosen, Backzutaten, Spezialchemie und Hotels. Das Unternehmen hat sich auf internationale Expansion und Nachhaltigkeit konzentriert.

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Düsseldorf. Wechselkurse, Zölle und eine allgemeine Nachfrageschwäche belasten das Geschäft der Firmengruppe Oetker Collection. Im Geschäftsjahr 2025 konnte die Firmengruppe ihren Umsatz daher nur leicht um 0,9 Prozent auf 2,573 Milliarden Euro steigern. Das teilte das Unternehmen am Donnerstagvormittag mit.

An der Wachstumsschwäche in Deutschland kann es allerdings nicht allein liegen. Denn: Die Firmengruppe macht inzwischen 78 Prozent ihres Umsatzes im Ausland – ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahr. Die Gruppe ist in 39 Ländern aktiv. In fast allen Sparten spielt das US-Geschäft eine wichtige Rolle.

Vor einem Jahr hatte Co-Vorstandschef Alfred Oetker im Gespräch mit dem Handelsblatt die Richtung vorgegeben: schneller wachsen als der Markt, internationaler, nachhaltiger und innovativer werden und auch zukaufen, vor allem in den USA.

Doch offenbar sind vor allem die Wachstumsziele schwieriger zu erreichen als gedacht. Alfred Oetker, Co-Vorstandschef der Oetker Collection, nennt aktuell keine Wachstumsziele mehr, sondern setzt mehr auf Resilienz: „Die Diversifikation unserer Unternehmensgruppe und unsere breite internationale Präsenz erweisen sich gerade unter den aktuellen Rahmenbedingungen als stabilisierend“, sagte er. Sein Bruder Ferdinand Oetker, ebenfalls Co-Vorstandschef, ergänzte: „Angesichts des anspruchsvollen Umfelds sind wir insgesamt mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2025 noch zufrieden.“

Dabei konnten die beiden in ihrem ersten vollen Geschäftsjahr 2022 den Umsatz noch um 18 Prozent steigern. 2021 hatten sie die Unternehmensgruppe von Dr. Oetker abgespalten und im vergangenen Jahr in Oetker Collection umbenannt.

Stark gebremst wurde das Gesamtwachstum durch das größte Unternehmen Henkell-Freixenet, das knapp die Hälfte zum Umsatz der Gruppe beisteuerte. Die Erlöse des Sekt-, Wein- und Spirituosenherstellers wuchsen 2025 um lediglich 0,5 Prozent auf etwas mehr als 1,25 Milliarden Euro.

„Die US-Zölle belasten unser Geschäft in den USA spürbar. Die Mehrkosten konnten wir nur teilweise weitergeben“, sagte Brokemper. Höhere Preise hätten zudem den Absatz geschwächt.

Die USA sind für Henkell-Freixenet der zweitwichtigste Markt nach Deutschland. In den Vereinigten Staaten erwirtschafteten die Wiesbadener 2025 mehr als 200 Millionen Euro Umsatz – vornehmlich mit Prosecco aus Italien (Mionetto) und Cava aus Spanien (Freixenet).

Auf dem schwierigen US-Markt fand Henkell-Freixenet einen gewissen Ausgleich: Im Juli übernahmen die Deutschen den weltweiten Vertrieb für den kalifornischen Schaumweinhersteller Korbel. Damit sind sie in den USA nicht mehr rein vom Import und den Zöllen abhängig.

2025 erreichte Henkell einen weiteren Meilenstein: Anfang März wurde der spanische Cava-Hersteller Freixenet komplett übernommen. Über den Kaufpreis wurde mit den Erben von José Ferrer und dessen Neffen José Luis Bonet Stillschweigen vereinbart. Laut spanischen Medien sollen die Deutschen 2018 rund 220 Millionen Euro für die Hälfte der Freixenet-Anteile gezahlt haben.

Die Martin-Braun-Gruppe, die vor allem Backzutaten herstellt, erzielte mit 747 Millionen Euro ein Umsatzplus von 4,5 Prozent. Im Februar 2025 hatte die Gruppe das US-Unternehmen Hoff’s Bakery übernommen.

Die Spezialchemiesparte unter dem Namen Budenheim musste hingegen ein Umsatzminus von 4,6 Prozent auf 412 Millionen Euro melden. Die Gründe: Die Absatzmengen seien in nahezu allen Anwendungsfeldern rückläufig. Während in Europa eine schwache Nachfrage die Geschäftsentwicklung belastet habe, sei die bessere Nachfrage in Nordamerika durch „einen nachteiligen Wechselkurseffekt und zusätzliche Aufwendungen für Zölle“ weitgehend aufgezehrt worden.

Die Hotelsparte wuchs 2025 um 1,3 Prozent und setzte 141 Millionen Euro um. Im März 2026 eröffnete mit dem Vineta in Palm Beach zudem das erste Hotel der Gruppe in den USA.

Die kleinste Sparte, die unter „weitere Interessen“ zusammengefasst ist, steigerte ihren Umsatz um acht Prozent auf 19 Millionen Euro. Dazu trug vor allem die US-amerikanische Immobiliengesellschaft Columbus Properties bei. Zu den weiteren Interessen zählen die Venture- und Growth-Capital-Gesellschaft Oetker Ventures sowie die Kunstsammlung Rudolf-August Oetker.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Weitere strategische Akquisitionen, insbesondere in den USA, zur Stärkung der Marktposition.

    Likely · Medium term

Open Questions

  • Wie wirken sich die US-Zölle langfristig aus?
  • Welche weiteren Akquisitionen sind geplant?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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