Hunderte Besucher nutzen den neuen Impfservice der Stadt München auf dem Oktoberfest
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Die Initiative „München impft“ wird von der Stadt München sowie den Kliniken von LMU und TUM getragen. Ziel ist die Steigerung der Impfquoten gemäß STIKO-Empfehlungen.
Die Wiesn macht immun: Hunderte Besucher haben schon den neuen Impfservice auf dem Oktoberfest genutzt. Allein in den ersten sechs Fest-Tagen ließen sich 322 Menschen auf der Wiesn-Sanitätswache der Aicher-Ambulanz gegen Influenza beziehungsweise Covid-19 oder beides impfen, wie die Stadt München mitteilte.
«Es herrscht großer Andrang», sagte ein Sprecher der Aicher-Ambulanz. Viele der Impfwilligen gingen allerdings gar nicht auf die Wiesn, sondern schauten nur rasch zum Impfen vorbei - denn hier gibt es die Impfung ohne Termin.
Die Wiesn-Sanitätswache unterstrich zudem, dass Alkoholkonsum und körperliche Anstrengung nach der Impfung tabu sind - und deshalb vom Bierzeltbesuch nach dem Pieks abgeraten werde. Darauf würden die Impfwilligen in den Beratungsgesprächen ausdrücklich hingewiesen.
«München impft»
Die Impfaktion ist Teil der stadtweiten Initiative «München impft», die von der Stadt München sowie dem LMU Klinikum und dem TUM Klinikum getragen wird. «Nach einer knappen Woche können wir ein durchweg positives Fazit für unseren Impfservice auf der Wiesn ziehen», sagte Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek. Es gehe darum, schwere Erkrankungen und Komplikationen zu verhindern und die Impfquoten gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) zu steigern, hieß es.
Impfpass und Krankenkassenkarte sollten mitgebracht werden, hieß es bei der Stadt. Das Angebot gilt montags bis freitags von 10.00 bis 14.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 9.00 bis 14.00 Uhr. Der Impfschutz baue sich innerhalb von etwa ein bis zwei Wochen vollständig auf.
Viele trotz Empfehlung nicht geimpft
Nicht einmal jeder Dritte, dem eine Impfung empfohlen wird, sei gegen Influenza geimpft - und habe damit ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf, berichtete kürzlich Christoph Spinner, Leiter der Infektiologie am TUM-Klinikum Rechts der Isar. Der Herbst sei nicht nur Volksfest-, sondern auch Impfsaison. Denn jetzt beginnt die Erkältungszeit.
Anders als die Grippe sei das Covid-19-Virus nicht so sehr an die kalte Jahreszeit gebunden und zirkuliere ganzjährig. «Da in Festzelten sehr viele Menschen auf engstem Raum zusammenkommen, ist das Infektionsrisiko für Covid-19 auf der Wiesn erhöht.» In der bierseligen Enge der Zelte haben es Erkältungsviren aller Arten leicht. In München kennt man das: Wiesn-Grippe. Hier spielen allerdings die unterschiedlichsten Erkältungsviren eine Rolle.
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