Nach Angaben des Unternehmens hat eine Künstliche Intelligenz das Navier-Stokes-Existenz- und Glattheitsproblem gelöst.
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Sieben sogenannte Millennium-Probleme wurden 2000 von der Clay-Stiftung benannt; auf die Lösung ist ein Preisgeld von einer Million Dollar ausgesetzt.
Die Künstliche Intelligenz (KI) von OpenAI hat Unternehmensangaben zufolge eines der berüchtigten mathematischen »Millenium-Probleme« gelöst. Nach Angaben von OpenAI handelt es sich dabei um das sogenannte »Navier-Stokes-Existenz- und Glattheitsproblem«. Die Lösung des Problems wurde auf dem hauseigenen Blog veröffentlicht. Die Lösung der KI zeige, dass »die Dynamik der Navier-Stokes-Gleichungen für Strömungsbewegungen in endlicher Zeit eine Singularität entwickeln« könne. Dafür sei »ein internes Modell verwendet, das deutlich leistungsfähiger ist als GPT-6 Astra« genutzt worden.
Sieben sogenannte »Millennium-Probleme« wurden von der Clay-Stiftung im Jahr 2000 benannt und stellen besonders schwierige, bisher nicht gelöste mathematische Probleme dar. Für die Lösung wurde ein Preis von einer Million US-Dollar ausgelobt. Erst eines wurde gelöst. OpenAI gab dazu bekannt, nicht zu beabsichtigen, »für dieses Ergebnis den Millennium-Preis zu beanspruchen«.
Nach Angaben der Clay-Stiftung geht es beim »Navier-Stokes-Existenz- und Glattheitsproblem« um die mathematische Vorhersage von Wind- und Wasserbewegungen. »Wellen folgen unserem Boot, während wir über den See gleiten, und turbulente Luftströmungen begleiten unseren Flug in einem modernen Düsenflugzeug. Mathematiker und Physiker sind der Ansicht, dass sich sowohl die Brise als auch die Turbulenzen durch das Verständnis der Lösungen der Navier-Stokes-Gleichungen erklären und vorhersagen lassen«, schreibt die Stiftung dazu.
OpenAI will Fortschritt vorantreiben
Die Stiftung äußerte sich bisher nicht zu OpenAIs Bekanntmachung. OpenAI kündigte an, sich weiter mit mathematischen Problemen beschäftigen zu wollen. »Ein wichtiges Ziel unserer Arbeit ist es, Wissenschaftler dabei zu unterstützen, Forschung und Technologie voranzutreiben, die der gesamten Menschheit zugutekommt«, schrieb das Unternehmen.
Zugleich sei dem Unternehmen Transparenz wichtig, schrieb OpenAI. »Wir halten es für wichtig, die Welt über das Tempo des Fortschritts im Bereich der KI zu informieren und darüber, was von kommenden Modellen zu erwarten ist.« Der Durchbruch beim »Navier-Stokes-Existenz- und Glattheitsproblem« stelle »keinen Höhepunkt dar, sondern vielmehr eine Momentaufnahme des Fortschritts in der KI-Entwicklung«.
Das Unternehmen gehe davon aus, dass sich die Menschheit »in der nächsten Phase des KI-Fortschritts« befinde, schrieb OpenAI. Die Ergebnisse lieferten weitere Belege dafür.

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