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Oulu bereitet sich als Europas Kulturhauptstadt 2026 vor und präsentiert sich als Stadt der Kontraste, von arktischer Natur bis zu Hightech und einem umfangreichen Kulturprogramm.
Oulu inszeniert sich als Europas nördlichste Kulturhauptstadt 2026 und wirkt dabei wie eine Stadt im Doppelmodus: halb arktische Bühne, halb sommerheller Fiebertraum. Der Text folgt einer Ankunft im berauschenden Licht der weißen Nächte, streift Lieferroboter, Schlaflosigkeit und die seltsame Taghelligkeit um Mitternacht und zeigt dann mit dem Astro-Fotografen Jukka-Pekka Metsävainio einen lokalen Hero, der aus Dunkelheit, Kälte und Kosmos eine ziemlich finnische Form von Grandezza baut. Danach weitet sich der Blick auf eine zurückhaltende, unprätentiöse Stadtgesellschaft, auf Hightech dank Nokia, auf Nachkriegsarchitektur ohne Glam-Faktor und auf ein Kulturprogramm mit 4.000 Events, das Oulu wider Willen aus der second-city-Nische ins europäische Spotlight schiebt. Im letzten Drittel wird aus der Reisereportage fast ein Gesellschaftspodcast über finnische Zufriedenheit: Russland als Bedrohung, Einsamkeit, kalsarikännit, aber eben auch Vertrauen in Institutionen, Gleichberechtigung, wenig Korruption und ein Gemeinschaftsgeist, der in Sauna, Eisloch-Pitches und anderen nordischen Sonderformaten sichtbar wird. Am Ende landet alles bei der Luftgitarren-WM, diesem herrlich absurden Signature-Event, das Oulu vielleicht besser erklärt als jede Imagekampagne: eine Stadt, die nicht geschniegelt performt, sondern mit trockenem Humor, stiller Exzentrik und erstaunlicher Offenheit daran glaubt, dass jeder Mensch sein unsichtbares Instrument verdient.
Das ehemalige Wohnhaus von Jürgen Habermas in Starnberg wurde unter Denkmalschutz gestellt. Das 1971/72 erbaute Gebäude gilt als bedeutendes Zeugnis des Übergangs vom Neofunktionalismus zur Postmoderne und soll als kulturelles Erbe bewahrt werden.
Die Nibelungen-Festspiele in Worms endeten mit der Verleihung des Mario-Adorf-Preises an Sängerin Alice Merton und Gitarrist Alexander Wolfe für ihre musikalische Gestaltung von «Die Hunnenkönigin». Die Saison war mit 24.000 Besuchern erfolgreich, die nächste Ausgabe ist für Juli 2027 geplant.

Der russische Pavillon auf der Biennale in Venedig sorgte für Empörung bei der Ukraine, der EU und der italienischen Regierung. Trotz Einladung und Verteidigung durch den Biennale-Präsidenten blieb der Pavillon nach drei Preview-Tagen geschlossen, nachdem er nur provokative "Kunst" und Gratiswodka bot.

Die Bayreuther Festspiele feiern ihr 150-jähriges Bestehen. Ursprünglich von Richard Wagner für seinen „Ring des Nibelungen“ gegründet, wurden sie von Peter Tschaikowsky gelobt, waren aber finanziell ein Desaster. Heute prägen Diskussionen über Wagners Antisemitismus und die Verstrickungen seiner Familie in die NS-Zeit die Wahrnehmung der Festspiele.

Die Bayreuther Festspiele begehen ihr 150-jähriges Jubiläum unter der Leitung von Katharina Wagner. Sie kämpfen mit der Aufarbeitung von Richard Wagners Antisemitismus und der NS-Verstrickung der Familie, während finanzielle Engpässe die Feierlichkeiten überschatten und zu Programm-Kürzungen führen.
Neue Sachbücher beleuchten Richard Wagners ambivalente Rolle im NS-Regime, die Reiselust der Schriftstellerin Felicitas Hoppe und die Bedeutung der Couchecke. Ein Geheimtipp über Palmen und die Künstlerkolonie Olevano wird ebenfalls vorgestellt.