
Papst Leo XIV. wirft Nvidia-Chef Jensen Huang vor, die Risiken der Künstlichen Intelligenz nicht ernst genug zu nehmen. Er widerspricht zudem US-Präsident Trump.
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Papst Leo XIV. veröffentlichte im Mai 2026 eine Enzyklika zur KI und fordert, dass diese der Menschheit dienen muss.
Düsseldorf. Papst Leo XIV. kritisiert Nvidia-Chef Jensen Huang für seinen Umgang mit den Risiken der Künstlichen Intelligenz. Das Oberhaupt der katholischen Kirche sprach sich auf der Rückreise von einem Besuch in Frankreich dafür aus, Bedenken um die Entwicklung der Technologie ernstzunehmen. Zunächst hatte die „Financial Times“ darüber berichtet.
Zum Thema KI äußert sich Papst Leo regelmäßig und veröffentlichte etwa im Mai 2026 eine Enzyklika, eine Art päpstliche Lehrschrift, dazu. Er schrieb unter anderem, die KI müsse „entwaffnet“ werden und zwingend der Menschheit dienen. Dass er sich zu konkreten Äußerungen von Technologie-CEOs positioniert, gilt dennoch als ungewöhnlich.
Huang, Chef des weltgrößten Chipkonzerns, hatte gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump Forderungen zurückgewiesen, die Entwicklung von KI-Modellen in einer koordinierten Aktion zu bremsen. OpenAI-Chef Sam Altman und Anthropic-CEO Dario Amodei hatten sich nach mehreren KI-Sicherheitsproblemen dafür ausgesprochen.
Der Papst sagte vor Journalistinnen und Journalistinnen auf dem Rückflug von Metz nach Rom, er habe von zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen gelesen, die Nvidia für KI-Entwickler eingeführt habe, stellte aber infrage, wie ernst es Huang damit ist. „Er ist derjenige, der gesagt hat, dass es keine Schranken und keine gesetzliche Regulierung braucht“, sagte der Papst. „Ich denke, dass die von vielen KI-Experten aufgeworfenen Sorgen ernstgenommen werden müssen.“
Leo, der sich bereits mehrfach kritisch gegenüber US-Präsident Trump gezeigt hatte, widersprach auch dessen Darstellung, öffentliche Bedenken gegenüber künstlicher Intelligenz seien „Fake News“. Das sei nicht der Fall, sagte der Papst.
Er plädierte für einen ernsthaften Umgang mit den KI-Risiken: „Wenn mich jemand fragt: Bin ich in Panik? Nein, bin ich nicht, ich schlafe nachts gut. Aber das ist ein Problem, zu dem wir uns hinsetzen und darüber sprechen müssen.“
Vertreter führender KI-Firmen kommen am Dienstag mit Trump im Weißen Haus zusammen, um erneut über die Technologie zu beraten. Unter den Gästen sollen neben Amodei auch Google-Chef Sundar Pichai und Meta-CEO Mark Zuckerberg sein.
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