Paraguay: Peña als Präsident abgesetzt und unter Hausarrest
Vizepräsident Pedro Alliana vereidigt; Staatsanwaltschaft ordnet Hausarrest für Peña und Festnahme des früheren Zentralbankchefs Carlos Carvallo an
Quick Look
- Der paraguayische Senat hat Präsident Santiago Peña einstimmig abgesetzt und Vizepräsident Pedro Alliana als neuen Präsidenten vereidigt.
- Kurz nach der Amtsenthebung ordnete die Staatsanwaltschaft Hausarrest für Peña sowie die Festnahme des früheren Zentralbankchefs Carlos Carvallo an.
- Beide werden im Zusammenhang mit der Pleite der Digitalbank Ueno wegen des Verdachts auf Untreue und weitere Straftaten ermittelt.
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Why It Matters
Santiago Peña war Präsident von Paraguay und reichte am Donnerstag seinen Rücktritt ein, um dem Amtsenthebungsverfahren zuvorzukommen. Das Rücktrittsgesuch wurde bei einer gemeinsamen Sitzung von Senat und Abgeordnetenkammer nicht angenommen, nachdem zahlreiche Abgeordnete den Saal verlassen hatten und das Gremium nicht mehr beschlussfähig war. Der Auslöser der Krise waren Peñas Verbindungen zur Bank Ueno, die am Dienstag wegen Kapitalmangels von der Zentralbank unter Zwangsverwaltung gestellt wurde.
In Paraguay ist der bisherige Präsident Santiago Peña abgesetzt worden. Der Senat des Landes stimmte einstimmig für die Amtsenthebung, nachdem zuvor bereits die Abgeordnetenkammer dafür votiert hatte. Die Senatoren waren sich einig, dass Peña sich der Pflichtverletzung im Amt schuldig gemacht habe. Der bisherige Vizepräsident Pedro Alliana wurde als neuer Präsident vereidigt.
Peña war selbst nicht zur Anhörung im Senat erschienen, sondern ließ sich durch seine Anwälte vertreten. Zuvor hatte er um einen Aufschub des Termins um 72 Stunden gebeten, was jedoch von den Senatoren abgelehnt wurde.
Festnahme angeordnet
Kurz nach der Amtsenthebung ordnete die Staatsanwaltschaft Hausarrest für Peña sowie die Festnahme des früheren Zentralbankchefs Carlos Carvallo an. Sie ermittelt wegen des Verdachts auf Untreue und weiterer Straftaten im Zusammenhang mit der Pleite der Digitalbank Ueno.
Peña soll laut der Anordnung in seinem Haus festgehalten werden, bis er der für Wirtschaftskriminalität und Korruption zuständigen Abteilung der Behörde vorgeführt wird. Carvallo soll in einer Polizeieinrichtung festgehalten werden.
Amtsenthebung statt Rücktritt
Peña hatte am Donnerstag seinen Rücktritt eingereicht, um dem Amtsenthebungsverfahren zuvorzukommen. Doch das Rücktrittsgesuch wurde bei einer gemeinsamen Sitzung von Senat und Abgeordnetenkammer nicht angenommen. Das Gremium war nicht mehr beschlussfähig, nachdem zahlreiche Abgeordnete den Saal verlassen hatten.
Laut Verfassung werden demokratisch gewählte ehemalige Präsidenten Senatoren auf Lebenszeit - mit der Ausnahme: wenn sie in einem Amtsenthebungsverfahren für schuldig befunden wurden. Als Senator hätte Peña parlamentarische Immunität gehabt.
Auslöser der Krise waren Peñas Verbindungen zur Bank Ueno, die am Dienstag wegen Kapitalmangels von der Zentralbank unter Zwangsverwaltung gestellt wurde. Millionen Menschen fürchten nun um ihre Ersparnisse.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Santiago Peña wird der für Wirtschaftskriminalität und Korruption zuständigen Abteilung der Staatsanwaltschaft vorgeführt.
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Die Ermittlungen gegen Santiago Peña und Carlos Carvallo wegen Untreue und weiterer Straftaten im Zusammenhang mit der Pleite der Digitalbank Ueno werden fortgesetzt.
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Open Questions
- Welche konkreten Beweise liegen der Staatsanwaltschaft für den Verdacht auf Untreue vor?
- Wie hoch ist der Kapitalmangel der Digitalbank Ueno und wie viele Kunden sind betroffen?
- Welche weiteren Straftaten werden im Zusammenhang mit der Pleite der Digitalbank Ueno ermittelt?
- Wann wird Santiago Peña der für Wirtschaftskriminalität und Korruption zuständigen Abteilung vorgeführt?





