
Ein Defizit von 770 Millionen Euro im ersten Halbjahr zeigt die dramatische finanzielle Lage der Pflegekassen. Die Bundesregierung plant für den Herbst eine dringende Reform.
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Die Pflegeversicherung in Deutschland leidet unter stark steigenden Ausgaben und droht in finanzielle Schieflage zu geraten.
Die Finanznöte der Pflegeversicherung spitzen sich angesichts stark steigender Ausgaben weiter zu. In der ersten Hälfte des Jahres lief ein Defizit von 770 Millionen Euro auf, wie der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen mitteilte, der auch die Pflegekassen vertritt. Voraussichtlich im Oktober würden die Einnahmen nicht mehr reichen, um die Pflegeleistungen voll zu finanzieren. Bis zum Jahresende brauche es dann noch 500 Millionen Euro.
Verbandschef Oliver Blatt sagte, die Pflege sei akut in Not. »Es herrscht Alarmstufe Rot.« Die Politik müsse schnell handeln, denn in wenigen Monaten sei »das Geld alle«. Insgesamt sei für dieses Jahr mit 1,2 Milliarden Euro Defizit zu rechnen – allerdings sei dabei das Darlehen des Bundes in Höhe von 3,2 Milliarden Euro schon eingerechnet. Sonst läge das »ehrliche Ergebnis« bei minus 4,4 Milliarden Euro.
Die schwarz-rote Koalition bereitet für den Herbst eine Pflegereform vor, die zu den großen Vorhaben des neuen Gesundheitsministers Carsten Linnemann (CDU) zählt. Ein noch von seiner Amtsvorgängerin Nina Warken (CDU) vorgelegter Entwurf sieht Ausgabenbremsen und Mehreinnahmen vor, um allgemeine Beitragserhöhungen im kommenden Jahr zu vermeiden.
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Vorstellung der Pflegereform im Herbst durch die Koalition
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Wissenschaftler des Albert Einstein College of Medicine in New York fanden heraus, dass Kinder von Hundertjährigen ein um 42 Prozent geringeres Sterberisiko sowie seltener altersbedingte Erkrankungen aufweisen.
Ab 1. September sollen GLP-1-Abnehmtabletten mit Wirkstoff Semaglutid (Handelsname Wegovy) in Deutschland in Apotheken erhältlich sein. Novo Nordisk bestätigt ausreichende Lagerbestände. Die Tabletten erfordern ein Rezept und werden von Patienten selbst bezahlt, da sie als Lifestyle-Arzneimittel gelten. Experten betonen, dass die Wirkung vergleichbar mit der Abnehmspritze ist, jedoch eine höhere Dosierung nötig ist aufgrund geringerer Aufnahme im Magen-Darm-Trakt. Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Verstopfung sind möglich, aber meist mild bis moderat. Ärzte und Apotheker warnen vor dubiosen Online-Angeboten und betonen die Notwendigkeit ärztlicher Begleitung sowie Ernährungs- und Bewegungstherapie für langfristigen Erfolg.
Die Abnehmpille mit Semaglutid wirkt ähnlich wie die Abnehmspritze Ozempic, erfordert jedoch eine höhere Dosierung und tägliche Einnahme unter strengen Bedingungen. Während die Behandlung bei Typ-2-Diabetikern von Krankenkassen übernommen wird, kostet sie für Adipositas-Patienten derzeit einige Hundert Euro pro Monat. Experten warnen vor Nebenwirkungen und kritisch gegenüber Online-Angeboten.
Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts sind in Hessen etwa 2.190 Menschen an den Folgen der Hitze im Sommer 2026 gestorben. Besonders gefährdet sind ältere und alleinlebende Menschen sowie Personen mit Vorerkrankungen. Experten fordern verstärkten Hitzeschutz, frühzeitige Aufklärung, hitzeresiliente Infrastruktur und eine nachhaltige Finanzierung von Schutzmaßnahmen.
In Österreich sind im Juni und Juli 646 Hitzetote registriert worden, ein neuer Höchstwert. Die Zahlen basieren auf einem statistischen Modell zur Übersterblichkeit. Während des Sommers wurden zudem landesweit Temperaturrekorde gemessen.
In Hermeskeil wurde aus dem ehemaligen Krankenhaus St. Josef ein neuer Gesundheitscampus mit Regioklinik geschaffen, der stationäre und ambulante Leistungen wie Alltagsnotfälle, kleinere OPs und Facharztversorgung unter einem Dach anbietet. Die Intensivstation und zentrale Notaufnahme wurden abgeschafft, lebensbedrohliche Fälle werden in umliegenden Kliniken behandelt. Der Standort umfasst zudem ein MVZ, geriatrische Reha und psychiatrische Tagesklinik. Weitere Regiokliniken in Rheinland-Pfalz sind geplant, darunter in Bingen, Kirn und Boppard.