Bundestrainer Jürgen Klopp kapituliert vor Nachfragen, während Experten und Bayern-Trainer Vincent Kompany über die Rolle des Kapitäns diskutieren.
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Joshua Kimmich reiste nach zwei Länderspielen ab und war bei den Partien gegen Serbien und Griechenland nicht im Kader.
Obwohl er nach zwei Länderspielen abgereist und nicht mehr präsent im Kreis der deutschen Nationalmannschaft war, bestimmte Joshua Kimmich ein Stück weit die Schlagzeilen. Das Thema um den Stellenwert des Kapitäns trieb so viele Blüten, dass Bundestrainer Jürgen Klopp auf Nachfrage verbal kapitulierte.
„Ich habe keine Chance, die Frage so zu beantworten, dass ihr es nicht schafft, daraus trotzdem den Dreh zu machen. Also, ich gebe zu dem Thema auf. Offiziell. Jetzt schon“, sagte Klopp vor dem abschließenden Nations-League-Spiel in Griechenland (0:0) – und schob nach: „Ich bin happy. Ich freue mich, dass Jo Kimmich deutscher Nationalspieler ist – und ich freue mich auch über alle anderen.“
Vincent Kompany, Kimmichs Trainer beim FC Bayern, sieht in der Diskussion um den 116-maligen Nationalspieler viel Lärm um nichts. „Ich versuche ganz oft, aus Mini-Debatten rauszubleiben“, sagte der Coach des Rekordmeisters bei RTL/Sky Sport.
Einen Einfluss auf den FC Bayern sieht der Belgier keineswegs. „Ich glaube, dass es andersrum ist, dass die Nationalmannschaft beeinflusst ist von dem, was in einem Verein passiert“, sagte Kompany.
Kimmich war bei den Spielen gegen Serbien (2:0) und in Griechenland (0:0) nicht Teil des Kaders. Der 31-Jährige hatte nur zum Aufgebot in den ersten Länderspielen gegen die Niederlande (1:1) und daheim gegen die Griechen (0:1) gehört.
Mit einem neu formierten und sehr gut harmonierenden Mittelfeld um das Bayern-Duo Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof sowie Florian Wirtz hatte die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in München beim 2:0 gegen Serbien den ersten Sieg gefeiert.
„Joshua hat in Amsterdam abgeliefert“, sagt Matthäus
Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus und Oliver Kahn sahen Kimmich in der Debatte um seinen Stellenwert unter Druck. Kahn meinte, er habe das Gefühl, dass der Bayern-Profi „nicht mehr hundertprozentig“ einen Stammplatz habe.
In den Augen von Matthäus muss Kimmich sich wie andere auch immer wieder beweisen. „Wenn Kimmich die Leistung bringt, dann ist er natürlich gesetzt. Wenn Pavlovic stärker spielt, ebenso Bischof oder irgendein anderer, und Klopp ihn in der Position von Kimmich sieht, dann wird es Kimmich auch schwer haben“, sagte der 65-Jährige: „Aber Joshua hat für mich in Amsterdam abgeliefert, war für mich der beste deutsche Feldspieler. Und deswegen sehe ich jetzt nicht diese Diskussion.“
Für Michael Ballack, einst ebenfalls Spielführer der DFB-Auswahl, heißt Klopps Entscheidung „nicht, dass er ihn schwächt“. Gleichzeitig meinte er mit Blick auf die anderen Mittelfeldakteure: „Es gibt Spieler, die ihn auch schnell überholen können.“
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