
Der 80-jährige Lula strebt seine vierte Amtszeit an, während Flávio Bolsonaro als Kandidat der Rechten antritt.
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Lula strebt seine vierte Amtszeit an. Flávio Bolsonaro tritt als Kandidat gegen ihn an, während sein Vater Jair Bolsonaro wegen eines Staatsstreichversuchs inhaftiert ist.
Der 80-jährige Lula strebt seine vierte Amtszeit an. »Solange ich lebe, werde ich nicht zulassen, dass die Rechte zurückkehrt«, begründete der Kandidat der Arbeiterpartei (PT) im städtischen Stadion von São Bernardo do Campo sein erneutes Engagement. Nach Angaben der Organisatoren kamen etwa 40.000 Menschen.
Lula versprach, die Sozialprogramme der Regierung fortzusetzen und kündigte an, das organisierte Verbrechen sowie geschlechtsspezifische Gewalt zu bekämpfen. Er unterstrich in seiner Ansprache die Rechte der Frauen: Sie machen 53 Prozent der 158 Millionen Wahlberechtigten aus und könnten bei dem engen Rennen um die Präsidentschaft den Ausschlag geben.
Jungen müssten »von Kindesbeinen an lernen, dass ein Mann nicht besser als eine Frau ist«, sagte Lula. »Sie müssen lernen, dass wir gleich sind.« First Lady Rosangela »Janja« da Silva stellte in ihrer Rede die Frauenrechte in den Mittelpunkt und beteuerte an ihren Mann gerichtet: »Wir sind die Mehrheit und wir werden Dich wieder wählen.«
Bolsonaros Prioritäten: »Gott, Land, Familie und Freiheit«
Gegen Lula tritt Flávio Bolsonaro an, Sohn des rechtsextremen Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro, der wegen eines versuchten Staatsstreichs 2023 inhaftiert ist (mehr dazu hier). Er präsentiert sich als gemäßigte Version seines Vaters. »Ich weiß, ich sehe aus wie er«, sagte der 45-jährige Präsidentschaftskandidat vor Tausenden Anhängern am Copacabana-Strand in Rio de Janeiro über seinen Vater. »Aber es ist schwer, Pelés Sohn mit Pelé zu vergleichen«, fügte Bolsonaro mit Blick auf die brasilianische Fußballlegende hinzu.
Er werde »die Souveränität Brasiliens wiederherstellen«, sagte der Senator der Liberalen Partei (PL) mit Blick auf die innere Sicherheit. Außerdem versprach er, das Land vor Korruption, Verbrechen, hohen Lebensmittelpreisen und steigender Staatsverschuldung zu »retten« und »Gott, Land, Familie und Freiheit« in den Mittelpunkt seiner Politik zu stellen.
Zum zentralen Wahlkampfthema – Bekämpfung von Gewaltverbrechen einschließlich des gegenwärtigen Rekordniveaus an Femiziden – sagte Bolsonaro, Brasilien werde mit ihm »gewinnen, weil ich die Frauen dieses Brasiliens schützen werde«. Unter seiner Regierung würden Vergewaltiger von Frauen und Kindern im Gefängnis landen »und nur rauskommen, nachdem sie einer chemischen Kastration unterzogen wurden«, sagte Bolsonaro an der Seite seiner Frau Fernanda.
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Präsidentschaftswahlen in Brasilien finden statt
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