
Nach der Beschlagnahmung von Tonaufnahmen im Fall der Block-Kinder wehrt sich die Wochenzeitung juristisch.
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Christina Block ist angeklagt, ihre Kinder aus Dänemark nach Deutschland entführt zu haben. Der Fall ist Gegenstand eines laufenden Sorgerechtsstreits.
Hamburg. Nach der Sicherstellung von Interview-Aufnahmen mit den Block-Kindern bei einer Journalistin hat die „Zeit“ Rechtsmittel gegen die Maßnahme eingelegt. Es sei sowohl eine Beschwerde eines Rechtsanwalts der Zeitung als auch eines Anwalts der Journalistin per Mail eingegangen, sagte eine Sprecherin des Landgerichts Hamburg.
Das Gericht hatte am Montag die Tonaufzeichnungen bei einer Mitarbeiterin der „Zeit“ sicherstellen lassen. Wie eine Gerichtssprecherin mitteilte, geht es um einen Podcast mit dem Titel „Zeit Verbrechen: House of Block“. Darin seien Aufzeichnungen von Gesprächen zu hören, die die Journalistin zwei Wochen nach der Entführung der beiden Kinder von Christina Block aus Dänemark mit der Familie des Vaters führte.
Zu Wort kommen neben Blocks Ex-Mann Stephan Hensel und dessen neuer Ehefrau Astrid Have auch die damals 13 Jahre alte Tochter sowie die älteste gemeinsame Tochter von Block und Hensel, die mit Einverständnis der Mutter bei dem Vater lebt. Die Gespräche seien etwa zwei Wochen nach der Entführung in der Silvesternacht 2023/24 in einem sogenannten Safe-Haus in Dänemark aufgezeichnet worden. Die Mutter hatte die Kinder vier Tage nach der Entführung auf gerichtliche Anordnung wieder herausgegeben.
Hensel, die jüngere Tochter und der damals ebenfalls entführte zehnjährige Sohn sind in dem Verfahren Nebenkläger. Die Vertreterin der Kinder, Tanja Jeney, teilte dem Gericht mit, „dass meine Mandantin sehr erschüttert ist“. Sie habe der Journalistin die Dinge im Vertrauen erzählt. Jetzt fühle sich ihre Mandantin schlecht, sagte die Anwältin.
Die Hamburger Unternehmerin Christina Block (53) ist angeklagt, nach einem erbitterten Sorgerechtsstreit eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt zu haben, ihre beiden jüngsten Kinder vom Wohnort des Vaters in Süddänemark nach Deutschland zu entführen. Sie bestreitet das. Es gibt sechs weitere Angeklagte.

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