
Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft warnt vor Wohlstandsverlust durch sinkende Produktivität.
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Das Produktivitätswachstum in Deutschland ist von historisch zwei Prozent in den 1980er/90er-Jahren auf 0,3 Prozent in den letzten sechs Jahren gesunken.
Berlin. Der Produktivitätsfortschritt in Deutschland ist eingebrochen. In den 1980er- und 90er-Jahren ist die Wirtschaft jährlich noch zwei Prozent produktiver geworden. In den 2010er-Jahren war es immerhin noch ein Prozent. In den vergangenen sechs Jahren lag das Plus bei durchschnittlich nur 0,3 Prozent.
Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt. „Produktivität ist der zentrale Wohlstandsmotor – und genau dieser Motor stottert in Deutschland seit Jahren“, sagt IW-Makroökonomie-Chef Michael Grömling.
Das Produktivitätswachstum reicht damit nicht mehr aus, um den Wohlstand in Deutschland zu erhalten. Denn durch den demografischen Wandel stehen der deutschen Wirtschaft in den nächsten Jahren weniger Arbeitskräfte zur Verfügung. Um das durch eine produktivere Arbeitsweise auszugleichen, müsste das Wachstum auf 1,6 Prozent pro Jahr steigen, ergibt die Studie.

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