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Putin soll Friedensverhandlungen ablehnen und Eskalation vorbereiten

Quick Look

  • Russlands Präsident Putin lehnt laut Insidern Friedensverhandlungen ab und bereitet stattdessen eine Eskalation des Konflikts vor.
  • Jüngste Drohnenangriffe auf russische Raffinerien und Häfen sollen seine Entschlossenheit gestärkt haben.
  • Kreml-Sprecher Peskow wies dies nicht zurück und sprach von einer notwendigen Ausdehnung der Sicherheitszone.

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Why It Matters

Russlands Präsident Putin lehnt laut Insidern Friedensverhandlungen mit der Ukraine ab und bereitet stattdessen eine Eskalation des Konflikts vor. Die jüngsten ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Raffinerien und Häfen hätten Putins Entschlossenheit gestärkt.

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Russlands Präsident Wladimir Putin lehnt Insidern zufolge Friedensverhandlungen mit der Ukraine ab und bereitet stattdessen eine Eskalation des Konflikts vor. Die jüngsten ukrainischen Drohnenangriffe auf ​russische Raffinerien und Häfen hätten Putins Entschlossenheit gestärkt, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von drei dem Kreml nahestehenden Personen. Zwei dieser Insider sagten, Putin werde ⁠den Konflikt stattdessen wahrscheinlich weiter verschärfen. Einer von ihnen, der den Präsidenten regelmäßig trifft, sprach von einer „hohen Wahrscheinlichkeit“ einer Eskalation in den kommenden Monaten.

Die Angaben stehen im Widerspruch zu Äußerungen von US-Präsident Donald Trump vom Montag, wonach Putin ein Ende des Krieges wolle. Laut einem Bericht der ukrainischen Nachrichtenagentur Interfax hatte Trump am Rande des Nato-Gipfels in Ankara gegenüber Reportern gesagt, die ukrainischen Angriffe seien „eine Eskalation, aber es könnte dazu beitragen, ein Ende herbeizuführen“.

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Aus ukrainischen ​Regierungskreisen verlautete, Geheimdienstberichte deuteten darauf hin, ‌dass Putin neue Militäreinsätze oder sogar einen Angriff auf ein anderes europäisches Land vorbereite. Russische Militärexperten diskutieren in der Öffentlichkeit zunehmend über eine Ausweitung des Krieges, einschließlich möglicher Angriffe auf europäische Ziele. Dazu zählten etwa Nato-Stützpunkte in den baltischen Staaten. Der ehemalige Beamte des russischen Verteidigungsministeriums, Andrei Ilnizki, schrieb zudem in einem Zeitungsbeitrag, eine nächste Phase des Konflikts könnte Angriffe auf Nato-Basen im Baltikum und in Rumänien sowie auf EU-Rüstungsbetriebe umfassen, die Drohnen mit großer Reichweite und Raketen für die Ukraine herstellen.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow wies dies ‌auf Nachfrage nicht zurück. Russland müsse seine Sicherheit stärken, hieß es dazu. Zudem wies Peskow Aussagen Trumps zurück, wonach ukrainische Angriffe auf Infrastruktureinrichtungen tief auf russischem Gebiet zu einem schnelleren Ende des Ukraine-Kriegs beitragen könnten. „Wir sehen einen gewissen Irrglauben innerhalb des Weißen Hauses“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag vor Journalisten in Moskau.

Vielmehr könne „eine weitere Eskalation die militärische Spezialoperation verlängern“, fügte Peskow hinzu. Mit dem Begriff wird von offiziellen Stellen in Russland die Militäroffensive in der Ukraine umschrieben.

Peskow sagte: „Je mehr die ukrainische Armee unsere Infrastruktur angreift, desto mehr werden wir die Sicherheitszone an der Front ausdehnen müssen“.

Massive Angriffe der Ukraine auf russische Infrastruktur

Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten ihre Drohnenangriffe auf Ziele in Russland weit hinter der Front intensiviert. Zuletzt hatten ukrainische Kampfdrohnen in der Nacht zwei Öldepots in Twer und in der Region Stawropol in Brand gesetzt.

Auch russische Öltanker wurden Ziel der ukrainischen Drohnenangriffe. Der Gouverneur der südrussischen Region Rostow, Juri Sljussar, berichtete von zwei weiteren Einschlägen auf Schiffen im Asowschen Meer. Schon am Vortag hatte Sljussar von Drohnenattacken auf ebenfalls zwei Schiffe berichtet – die ukrainischen Drohnentruppen meldeten zeitgleich Treffer bei neun Schiffen.

Der ukrainische Generalstab bestätigte später die neuen Angriffe auf die Schiffe, machte aber auch diesmal deutlich höhere Angaben als Moskau. So wurden nach Darstellung Kiews zwölf Tanker, ein Bugsierschiff und ein Trockenfrachter auf See getroffen.

Die betreffenden Schiffe seien zur Treibstoffversorgung des russischen Militärs und zur Umgehung der Sanktionen gegen den Ölexport Russlands genutzt worden, teilte der Generalstab auf Telegram mit. Zudem hätten die Drohnen auch ein Ölumschlagterminal im Gebiet Rostow getroffen und in Brand gesetzt.

Seit einigen Monaten hat die Ukraine die Reichweite ihrer Angriffe in Russland stark erhöht. In Russland wurde in diesem Jahr in bislang fast der Hälfte der Regionen Raketenalarm ausgelöst. Auch die russische Armee greift weiterhin tief im ukrainischen Gebiet an.

AFP/dpa/lfb/rct

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Russland wird seine Sicherheitszone an der Front ausdehnen.

    Very likely · Within months

  • Mögliche Angriffe auf Nato-Basen im Baltikum und in Rumänien sowie auf EU-Rüstungsbetriebe.

    Possible · Within months

Open Questions

  • Wann genau wird die Eskalation stattfinden?
  • Welche konkreten Ziele werden angegriffen?
  • Wie wird die Nato auf eine Ausweitung des Konflikts reagieren?

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This article was originally published by Die Welt.

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