
Kirsten Fehrs betont bei EKD-Synode in Würzburg die Unvereinbarkeit von Antisemitismus mit christlichen Werten und demokratischer Regierungsverantwortung.
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Die Berliner Linken-Abgeordnete Vanessa Emde steht wegen Vorwürfen antisemitischer Äußerungen und der Bestreitung des Existenzrechts Israels in der Kritik.
Würzburg/Berlin. Nach Ansicht der Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, müssen sich Parteien von Menschen abwenden, die sich antisemitisch äußern. Es sei keine Frage, „dass eine Partei, die Regierungsverantwortung übernehmen will, sich glasklar von Leuten abgrenzen muss, die antisemitische Positionen vertreten“, sagte Fehrs zum Auftakt der EKD-Synode in Würzburg mit Blick auf die Regierungsbildung in Berlin unter möglicher Führung der Linken.
Hintergrund ist der Umgang der Linken in Berlin mit ihrer umstrittenen Abgeordneten Vanessa Emde. Diese weigert sich, der Aufforderung ihres Parteivorstands zum Mandatsverzicht zu folgen. Ihr wird unter anderem vorgeworfen, dass sie das Existenzrecht Israels bestreitet. Das Verhalten der Abgeordneten sorgt seit Wochen für Diskussionen. Emde war am 20. September neu ins Abgeordnetenhaus gewählt worden.
Fehrs sagte, für die evangelische Kirche gelte gegenüber allen Parteien derselbe Maßstab. „Menschenwürde, Demokratie und Schutz vor Diskriminierung sind nicht verhandelbar. Und Antisemitismus widerspricht dem christlichen Glauben fundamental, und dem treten wir entschieden entgegen.“ Dabei unterscheide die EKD zwischen dem Verhalten einzelner Personen und den Positionen und Entscheidungen einer Partei insgesamt.
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