René Benko: Signa-Gründer in Untersuchungshaft will in den Hausarrest wechseln
Der Verteidiger des Immobilienunternehmers begründet den Antrag mit der Vorbereitung auf bevorstehende Prozesse und dem Recht auf ein faires Verfahren.
Quick Look
- Der inhaftierte Immobilienunternehmer René Benko hat die Verlegung seiner Untersuchungshaft nach Innsbruck beantragt.
- Sein Anwalt führt die Notwendigkeit einer besseren Prozessvorbereitung und den Schutz des familiären Umfelds als Gründe an.
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Why It Matters
René Benko wurde im September wegen betrügerischer Krida zu 30 Monaten Haft verurteilt. Die Signa-Insolvenz Ende 2023 gilt als größte Pleite der österreichischen Nachkriegsgeschichte.
Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA), die die Ermittlungen gegen Benko führt, wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Antrag äußern. Die Haftprüfungsverhandlung sei Angelegenheit des Gerichts, sagte eine Sprecherin.
Verteidiger Wess begründete den Antrag damit, dass die Verlegung notwendig sei, um sich besser auf die bevorstehenden Prozesse vorbereiten zu können. Er verwies dabei auf das in der Europäischen Menschenrechtskonvention verankerte Recht auf ein faires Verfahren. Zu diesem Zweck sei in Innsbruck eine rund 60 Quadratmeter große Wohnung angemietet worden, auch zum Schutz des familiären Umfelds Benkos, sagte der Anwalt.
Benko war erst im September wegen betrügerischer Krida rechtskräftig zu 30 Monaten Haft verurteilt worden. Bei diesem in Österreich gebräuchlichen Straftatbestand geht es um die vorsätzliche Schmälerung von Vermögen zulasten von Gläubigern im Angesicht drohender Zahlungsunfähigkeit.
Nach seiner bedingten Entlassung nach Verbüßung von zwei Dritteln der Strafe wurde die Untersuchungshaft in einem anderen Verfahren unmittelbar fortgesetzt. Im November muss sich der 49-Jährige erneut vor Gericht verantworten. Die WKStA wirft ihm schweren Betrug im Zusammenhang mit einer Garantie gegenüber dem früheren Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner und dessen Familienstiftung vor.
Benko war im Zuge der Ermittlungen rund um den Zusammenbruch seines Immobilien- und Handelskonzerns Signa festgenommen worden. Die Pleite der Signa Ende 2023 gilt als größte Insolvenz der österreichischen Nachkriegsgeschichte. Zum Firmengeflecht gehörten auch bekannte deutsche Warenhäuser wie Galeria Karstadt Kaufhof und das Berliner KaDeWe.
What to Watch
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Gerichtstermin im November zur Anklage wegen schweren Betrugs.
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Open Questions
- Wird das Gericht dem Antrag auf Verlegung der Untersuchungshaft stattgeben?





