Rentenreform: Bis 2040 gehen 30 Prozent der Erwerbstätigen in Rente
Quick Look
- Bis 2040 werden rund 13,3 Millionen Erwerbspersonen in Deutschland in Rente gehen, was 30% der heutigen Erwerbspersonen entspricht.
- Die Rentenkommission legt Reformvorschläge vor, darunter die Abschaffung der Rente mit 63 und eine Koppelung des Rentenalters an die Lebenserwartung.
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Why It Matters
Bis 2040 werden rund 30 Prozent der heutigen Erwerbspersonen in Deutschland in Rente gehen. Die Rentenkommission legt dazu Reformvorschläge vor.
Rund 30 Prozent aller Erwerbstätigen werden bis 2040 in Rente gehen. Gleichzeitig legt die Rentenkommission heute ihre Reformvorschläge vor. Reuters 23.06.2026 - 09:02 Uhr Artikel anhören
Rente: Bis 2040 werden demnach rund 13,3 Millionen Erwerbspersonen das gesetzliche Renteneintrittsalter von 67 Jahren überschritten haben. Foto: Philip Dulian/dpa
Berlin. Mit dem Ausscheiden der Babyboomer verliert der deutsche Arbeitsmarkt bis 2040 rund 30,0 Prozent der heutigen Erwerbspersonen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag weiter mitteilte, werden innerhalb von 15 Jahren die zahlenmäßig stärksten Jahrgänge in den Ruhestand gegangen sein.
Bis 2040 werden demnach rund 13,3 Millionen Erwerbspersonen das gesetzliche Renteneintrittsalter von 67 Jahren überschritten haben. Das entspricht 30,0 Prozent aller Erwerbspersonen, die dem Arbeitsmarkt im vergangenen Jahr zur Verfügung standen.
„Jüngere Altersgruppen werden die Babyboomer zahlenmäßig nicht ersetzen können“, konstatiert das Statistische Bundesamt. Um dem künftigen Arbeitskräftemangel zumindest kurzfristig entgegenzuwirken, wird diskutiert, die Erwerbsbeteiligung von älteren Menschen zu erhöhen. Bereits jetzt stehen dem Arbeitsmarkt immer mehr von ihnen zur Verfügung, wie Destatis erläuterte. Waren 2015 noch 20,7 Prozent der Erwerbspersonen 55 Jahre und älter, so lag ihr Anteil 2025 schon bei mehr als einem Viertel (27,0 Prozent).
„Dieser Trend ist nicht nur das Ergebnis der zunehmenden Alterung der deutschen Gesellschaft, sondern auch einer verstärkten Aktivierung von Menschen in den Jahren vor dem Erreichen des gesetzlichen Rentenalters“, erklärten die Statistiker. Auch Effekte der stufenweisen Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre ließen sich erkennen. So stieg der Anteil der ab 65-Jährigen an allen Erwerbspersonen von 2,5 Prozent im Jahr 2015 auf 4,3 Prozent im Jahr 2025.
Die Rentenkommission der Bundesregierung übergibt heute ihre Vorschläge für eine Reform der Alterssicherung an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD). Vorab war bekanntgeworden, dass die Experten unter anderem die Abschaffung der abschlagfreien sogenannten Rente mit 63, eine Koppelung des Rentenalters an die Lebenserwartung und eine verpflichtende, kapitalgedeckte Zusatzrente vorschlagen. Die Spitzen der Regierungskoalition aus Union und SPD wollen sich Anfang Juli auf Eckpunkte der Reform verständigen.
Mehr: Weitergehen, hier gibt‘s nichts zu diskutieren! Schwarz-Rot muss die Rentenvorschläge eins zu eins umsetzen
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Die Rentenkommission wird Reformvorschläge zur Alterssicherung vorlegen.
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Die Regierungskoalition wird sich Anfang Juli auf Eckpunkte der Rentenreform verständigen.
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