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Der deutsche Bankenmarkt ist wettbewerbsintensiv, mit traditionellen Banken und neuen FinTech-Anbietern wie Revolut und Trade Republic, die um Kunden buhlen.
Eine Million neue Kunden alle 17 Tage. Das ist die aktuelle Wachstumsgeschwindigkeit der britischen Neobank Revolut. Sie stellt damit auch die am schnellsten wachsende deutsche Bank in den Schatten: Trade Republic.
Nun sind die Strategien unterschiedlich, und Kunde ist nicht gleich Kunde. Was beide aber eint, ist ein sehr großes Zutrauen ihrer Investoren, erfolgreich mit dem vielen Geld zu wirtschaften. Auf 100 Milliarden Euro schoss die Bewertung von Revolut im Juli. Trade Republic kam vergangenen Herbst als eines der wertvollsten deutschen Start-ups auf 12,5 Milliarden Euro.
Revolut nennt als Vorbild für seine Strategie keine Bank, sondern Amazon. Der Grund dafür ist die Breite des Angebots, das weit über Finanzen und Banking hinausgeht. Zwar kommen gerade in Deutschland wegen des Aktionszinses von 4,25 Prozent viele neue Kunden zu Revolut. In anderen Ländern locken Lounge-Zugänge am Flughafen, globale Mobilfunkdaten-Pakete oder auch ein Punktesammelsystem zu Revolut.
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Mehr Vermögen bei Trade Republic
Trade Republic ist traditioneller, viel stärker auf Geldanlage fokussiert mit dem ETF-Sparplan als Gründungs- und Kernprodukt. Die Kunden haben daher sehr viel mehr Geld in den Depots. Revolut setzt stärker auf den Bezahlalltag der Kunden und den Wert des daraus abzulesenden Verhaltens mit individuell zuschneidbaren Angeboten.
Dem Kunden kann es nur recht sein. Er profitiert davon, dass in dem als besonders wettbewerbsintensiv bekannten deutschen Bankenmarkt weitere namhafte Anbieter hinzutreten: von einer J.P. Morgan Chase aus den USA über BBVA aus Spanien oder den besonders für jüngere Zocker attraktiven Robinhood.
Revolut rollt seine auf einer zentralen Plattform entwickelten Angebote global aus. Zuletzt kamen Banklizenzen in den USA und der Schweiz hinzu. Nächstes Jahr soll die Marke von 100 Millionen Kunden rund um die Welt geknackt werden, 80 Millionen sind es derzeit schon, drei Millionen davon in Deutschland – einem Markt, der vom enormen Investitionsprogramm von 11,5 Milliarden Euro seinen Anteil bekommen wird.
Anders als die ebenfalls nicht börsennotierte Trade Republic nennt Revolut konkrete Zahlen zu den Geschäften: 1,5 Milliarden Euro Nettogewinn im vergangenen Geschäftsjahr und 5,3 Milliarden Euro Konzernumsatz. Es zeigt, dass sich auch in einem wettbewerbsintensiven Umfeld gute Geschäfte machen lassen. Vor allem mit jungen Kunden, die nicht mehr wie früher automatisch bei der örtlichen Volksbank- oder Sparkassenfiliale landen. Dies beobachtend stellt man sich auch dort (langsam) zum Nutzen des Kunden um – der marktwirtschaftliche Wettbewerb trägt lehrbuchartig seine Früchte.
AI outlook — possibilities, not facts
Revolut erreicht die Marke von 100 Millionen Kunden weltweit im nächsten Jahr.
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