AI-generated summary
Der Neubau der Ringbahnbrücke auf der A100 im Berliner Westen liegt den Verantwortlichen zufolge im Zeitplan. Es sei weiterhin davon auszugehen, dass die Lücke auf der Autobahn, die mit dem Abriss der Brücke im März des vergangenen Jahres entstanden sei, bis Sommer 2027 wieder geschlossen wird, teilte die zuständige Projektmanagementgesellschaft Deges mit. Ein wichtiger Zwischenschritt erfolgt an diesem Wochenende.
Dabei werden vormontierte Überbauteile für das neue Brückenbauwerk eingehoben. Damit werde erstmals sichtbar, wie die neue Brücke künftig den Verkehr auf der A100 in Fahrtrichtung Nord über die Gleisanlagen führen werde, hieß es. Die Arbeiten für diesen Schritt sollen bis Montagmorgen andauern. In dieser Zeit sind die Ringbahnlinien S41 und S42 zwischen Halensee und Westend unterbrochen. Die S-Bahn richtet einen Ersatzverkehr mit barrierefreien Bussen ein.
Bundesminister schaut nach Baufortschritt
Den Baufortschritt schaute sich heute auch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) an. «Der Einhub der Überbauteile für die neue Ringbahnbrücke ist ein wichtiger Meilenstein für die Wiederherstellung der vollständigen Befahrbarkeit der A 100 und für die Erneuerung der Autobahninfrastruktur in Berlin», teilte der Minister mit.
Die alte Brücke gehörte zum Autobahndreieck Funkturm und war im vergangenen Jahr wegen sich ausbreitender Schäden im Tragwerk überraschend gesperrt und wenige Wochen später abgerissen worden. Das löste im Berliner Westen ein Verkehrschaos aus, schließlich gehört der Verkehrsknoten zu den meistbelasteten Autobahnabschnitten des Landes.
Nur wenig später wurde auch die weiter nördlich gelegene Westendbrücke gesperrt und abgerissen.
Brückenneubau ein Beispiel für schnelle Planung
Der Neubau beider Brücken soll als Beispiel dafür herhalten, dass in Deutschland auch schnell geplant und gebaut werden kann. Im Falle der Ringbahnbrücke wurde dafür das Projekt aus dem bestehenden Planfeststellungsverfahren für die Sanierung des gesamten Autobahndreiecks Funkturm herausgelöst.
Weil die neue Brücke an selber Stelle wie die alte gebaut wird, bedurfte es zudem keines eigenen Planfeststellungsverfahrens. Bei der Ausschreibung für das rund 80 Millionen Euro teure Projekt war das Bautempo ein zentrales Vergabekriterium.
Ab Oktober 2026 führt die DB InfraGO eine Generalsanierung der Bahnstrecke Lehrte–Berlin durch. Für die Altmark und Stendal bedeutet dies monatelange Totalsperrungen, den Wegfall von ICE-Halten sowie Ersatzverkehr mit Bussen.
Die Niederlassung Ost der Autobahn GmbH führt jährlich etwa 1.000 Brückenprüfungen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen durch. Während die meisten Brücken in gutem Zustand sind, werden DDR-Bauten mit speziellem Spannstahl aufgrund erhöhter Risiken jährlich kontrolliert.
Auf der stark befahrenen Bahnstrecke zwischen Düsseldorf und Köln beginnt am Freitag eine zweiwöchige Vollsperrung für Bauarbeiten. Fern-, Regional- und S-Bahn-Züge werden umgeleitet oder durch Busse ersetzt; einige S-Bahn-Gleise bleiben sogar monatelang gesperrt.

Der Ausbau der Hinterlandverbindung zum Fehmarnbelt-Tunnel in Norddeutschland stockt durch heftige Bürgerproteste, Planungsfehler, Ingenieursmängel und massive Kostensteigerungen auf 10,7 Milliarden Euro.

Die Münchner U-Bahnhöfe Goetheplatz und Poccistraße werden seit Mai für über 60 Millionen Euro generalsaniert. Eine Baustellenbesichtigung gibt Einblicke in Brandschutz, Statik und den Baufortschritt bis Herbst 2027.

Der Neubau der Rheinstraßenbrücke in Darmstadt verzögert sich bis 2031. Die Stadt ist von der Deutschen Bahn abhängig, da die Brücke eine Bahnlinie überspannt. Die Bahn hat das Projekt bereits um Jahre verzögert und die Arbeiten können nur während Zugpausen stattfinden.