
AI-generated summary
Der Streit um den nächsten langfristigen EU-Haushalt für die Jahre 2028 bis 2034 dauert bereits an. Dabei stehen die Höhe der nationalen Beiträge, die Suche nach neuen Eigenmitteln und die Flexibilität des Budgets für Krisen im Mittelpunkt der Verhandlungen.
Der Streit um den nächsten EU-Haushalt spitzte sich zuletzt zu, als Friedrich Merz einen irischen Vorschlag zurückwies. Nun will António Costa neue Bewegung in die Verhandlungen bringen.
António Costa will in einigen Wochen einen neuen Vorschlag im EU-Haushaltsstreit vorlegen. Er muss damit unter anderem Kanzler Friedrich Merz überzeugen. (Archivbild) Foto: Michael Kappeler/dpa
Brüssel. Im Streit um den nächsten langfristigen EU-Gemeinschaftshaushalt will Ratspräsident António Costa in den kommenden Wochen einen neuen Verhandlungsvorschlag präsentieren. Wie eine EU-Beamtin am Rande des Herbstgipfels in Brüssel sagte, wird es dann am 26. November ein Sondertreffen der Staats- und Regierungschefs geben. Im Idealfall soll dann drei Wochen später beim regulären Gipfel eine Einigung erzielt werden.
In einer Erklärung der Staats- und Regierungschefs vom Abend wird EU-Ratspräsident Costa aufgefordert, die Verhandlungen über den nächsten Haushalt für die sieben Jahre von 2028 bis 2034 mit Blick auf eine „rechtzeitige Einigung“ voranzubringen. Ein Abschluss noch vor Ende 2026 würde es ermöglichen, 2027 die notwendigen Rechtsakte zu verabschieden, damit Anfang 2028 ohne Unterbrechung EU-Gelder fließen können, heißt es in dem Text.
Verhandlungen in drei Bereichen
Den Angaben der EU-Beamtin zufolge will Costa die Verhandlungen nun vor allem in drei Bereichen vorantreiben. Zum einen soll verhindert werden, dass die nationalen Beiträge für einzelne Mitgliedstaaten auf ein politisch nicht mehr akzeptables Niveau steigen. Zum zweiten soll gemeinsam mit der Europäischen Kommission und den Mitgliedstaaten an einem neuen Paket zusätzlicher EU-Eigenmittel gearbeitet werden.
Dabei sollen auch neue Ideen geprüft werden, darunter Vorschläge des Europaparlaments und eine mögliche 6G-Eigenmittelquelle. Drittens soll der Haushalt genügend Flexibilität behalten, um auf unvorhersehbare Krisen reagieren zu können. Bei der 6G-Eigenmittelquelle geht es darum, das Erlöse aus der Vergabe beziehungsweise Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen für 6G für den EU-Haushalt genutzt werden könnten.
Deutschland will ans Gesamtvolumen
Anders als zeitweise diskutiert, sollen die Verhandlungen über mögliche neue Eigenmittel zudem nicht separat vorgezogen werden. Stattdessen sollen Ausgabenhöhe, nationale Beiträge, neue Einnahmequellen und Flexibilität als ein Gesamtpaket verhandelt werden. Dahinter steht die Überlegung, dass zusätzliche EU-Einnahmen Spielraum schaffen könnten, um einen ambitionierteren Haushalt zu finanzieren, ohne die Beiträge der Mitgliedstaaten entsprechend stark anheben zu müssen.
Wie hoch der nächste Finanzrahmen am Ende ausfallen soll, bleibt dabei offen. Die EU-Beamtin machte deutlich, dass beim nächsten Verhandlungsvorschlag an allen Stellschrauben gearbeitet werden müsse. Ob das Gesamtvolumen gegenüber dem jüngsten irischen Vorschlag steigt oder fällt, sei noch nicht absehbar, hieß es. Auch für die für viele Länder wichtigen Agrar- und Strukturförderungsmittel gibt es bislang keinen neuen Ansatz.
Verhärtete Fronten
Der Streit über die künftigen EU-Finanzen hatte sich zuletzt am vergangenen Wochenende weiter zugespitzt. Bundeskanzler Friedrich Merz wies dabei ein neues Konzept der aktuellen irischen Ratspräsidentschaft bereits wenige Stunden nach der Veröffentlichung als inakzeptabel zurück.
Dieses sah vor, den nächsten Etat gegenüber dem ursprünglichen Vorschlag der EU-Kommission um rund 159 Milliarden Euro auf insgesamt rund 1,826 Billionen Euro für den Siebenjahreszeitraum von 2028 bis 2034 zu kürzen. Deutschland und weitere wichtige Nettozahlerländer wie die Niederlande, Schweden und Österreich hatten zuvor eine Kürzung des Haushaltsentwurfs um mehrere Hundert Milliarden Euro gefordert. Sie gehören zu den Staaten, die unter dem Strich mehr in den EU-Haushalt einzahlen, als sie zurückerhalten.
Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien.
AI outlook — possibilities, not facts
Beim Sondertreffen am 26. November wird ein neuer Verhandlungsvorschlag von António Costa vorgestellt.
Very likely · Within weeks
Beim regulären Gipfel drei Wochen nach dem Sondertreffen wird versucht, eine Einigung im EU-Haushaltsstreit zu erzielen.
Likely · Within weeks

US President Donald Trump confirmed that the US is talking to Russia and China about nuclear disarmament, although China has so far rejected a multilateral agreement. According to SIPRI, Russia has the most stored nuclear warheads, while the United States leads the way in operational heads.

In the Yemeni civil war, the Houthi offensive is increasingly cutting off the city of Tais from the outside world, leaving hundreds of thousands of residents suffering from food, water and fuel shortages. Humanitarian aid workers are no longer able to reach many areas and the WFP warns that 800,000 people in the country are no longer able to receive care, including 600,000 in Tais.

At the Brussels summit, EU heads of state are planning new instruments against Chinese market distortions. The aim is to protect European industry through a strategy of deterrence combined with dialogue.

After the fall of Assad, further convictions were made against Syrian forces for mass killings. In March 2025, there were acts of revenge against Alawites on the coast by supporters of interim President Ahmed al-Sharaa, in which hundreds of civilians died.

Reports about Starlink restrictions in Ukraine, new attacks on Russian refineries and international debates about sanctions and financial aid are shaping the current war.
President Zelensky has canceled the energy ceasefire announced by Donald Trump and announced new attacks on Russian oil refineries. He also complains about limited US intelligence information and Starlink throttling.