Rubios Lateinamerika-Reise: Grenzen der US-Einflusssphäre
Außenminister Marco Rubio wirbt bei Besuch in Kolumbien, Ecuador und Peru für das Bündnis „Shield of the Americas“, stößt jedoch auf Zurückhaltung bei militärischen Details.
Quick Look
- Außenminister Marco Rubio besuchte Kolumbien, Ecuador und Peru, um die Zusammenarbeit im US-geführten Sicherheitsbündnis „Shield of the Americas“ zu stärken.
- Trotz des Beitritts der Länder zum Bündnis bleibt die konkrete militärische Kooperation aufgrund unterschiedlicher Interessen umstritten.
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Why It Matters
Das Bündnis 'Shield of the Americas' wurde im März von Trump gegründet, um gegen Drogenkartelle vorzugehen und den Einfluss von China und Russland zu begrenzen.
In Washington wird Außenminister Marco Rubio bereits als „Viceroy“ von Venezuela bezeichnet, also als eine Art kolonialer Statthalter der USA, nachdem die amerikanische Regierung dort zum Jahresbeginn den Diktator Nicolás Maduro abgesetzt hat.
Mit seiner dreitägigen Reise nach Kolumbien, Ecuador und Peru wollte Rubio demonstrieren, wie eng Washington inzwischen mit den konservativen Regierungen in der Region zusammenarbeitet. Doch wer erwartet hatte, dass sich die drei Staatsoberhäupter Washington ähnlich bedingungslos unterordnen würden wie die Führung in Venezuela, wurde enttäuscht. Das gilt sowohl für die militärische Zusammenarbeit als auch für die Beziehungen zu China.
Das klang vor Rubios Abreise noch anders: „Wir haben viele gemeinsame Interessen mit diesen Ländern – sowohl beim Kampf gegen den grenzüberschreitenden kriminellen Terrorismus in der Region als auch bei den Wirtschaftsbeziehungen“, sagte der Außenminister, der kubanische Wurzeln hat.
Zwar haben sich nun alle Staaten bereit erklärt, dem „Shield of the Americas“ beizutreten. Trump gründete diese sicherheits- und verteidigungspolitische Allianz für Lateinamerika im März. Gemeinsam wollen Washington und seine Partner gegen Drogenkartelle und organisierte Kriminalität vorgehen, Migrationsströme kontrollieren sowie den Einfluss Chinas und Russlands begrenzen. 20 Staaten sind bereits Mitglieder. Doch über die Einzelheiten der militärischen Zusammenarbeit herrscht bisher kein Konsens.
Open Questions
- Wie werden die Differenzen bei der militärischen Zusammenarbeit gelöst?
- Wie reagieren die betroffenen Staaten auf den Druck bezüglich China?





