Mindestens 27 Tote und 42 Verletzte bei Angriff im Bezirk Butscha – auch Odessa, Krywyj Rih und Saporischschja im Visier
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Russland und die Ukraine verstärken gegenseitige Angriffe mit Langstrecken-Geschossen auf Infrastruktur.
Unweit der ukrainischen Hauptstadt Kyjiv hat ein russischer Drohnenangriff auf ein Munitionslager ukrainischen Regierungsangaben zufolge mindestens 27 Menschen getötet.
Laut Gouverneur der Region Kyjiv, Tymur Tkachenko kann die Opferzahl noch steigen. Es seien zudem 42 Menschen verletzt worden und mehr als 380 Personen müssten evakuiert werden. »Es gibt erhebliche Schäden an der umliegenden Infrastruktur: Wohnhäuser sowie ein Senioren- und Behindertenheim wurden beschädigt«, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram.
Ukrainische Behörden erklärten, dass die Attacke im Dorf Myla im Bezirk Butscha einen Großbrand und Explosionen verursacht und zahlreiche Menschen zur Flucht gezwungen hatte. In der Folge sei Tkatschenko zufolge ein Feuer ausgebrochen, »begleitet von Explosionen«, wie er im Onlinedienst Telegram schrieb. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen des Verdachts ein, dass auf dem Gelände illegal explosives Material gelagert worden sei.
Auch das Gebiet Odessa an Schwarzen Meer und die Städte Krywyj Rih in der Landesmitte und Saporischschja im Süden wurden in der Nacht von Russland angegriffen. Insgesamt wurden dabei ukrainischen Behörden zufolge mindestens elf Menschen verletzt. Nach der Ausweitung gegenseitiger Angriffe mit Langstrecken-Geschossen greifen Russland und die Ukraine gehäuft zivile Infrastruktur wie Lagerhäuser und Öl- und Hafeninfrastrukrur an. Bei diesen Angriffen gibt es zunehmend zivile Opfer.

Die USA liefern Deutschland derzeit keine Tomahawk-Marschflugkörper, trotz früherer Ankündigungen. Das US-Rüstungsunternehmen Covenant plant ab 2027 die Produktion von Mittelstrecken-Flugkörpern mit über 1500 Kilometern Reichweite in der Nähe von Leipzig, wobei Komponenten überwiegend aus Deutschland und Europa stammen sollen. Die Bundesregierung sucht nach kostengünstigen Alternativen zu teureren Systemen.

Das US-Unternehmen Covenant plant laut Insidern ab 2027 die Produktion von Mittelstrecken-Flugkörpern mit über 1500 km Reichweite in der Nähe von Leipzig. Eine Jahresproduktion von bis zu 1000 Stück ist möglich, wobei Zulieferungen überwiegend aus Deutschland und Europa stammen sollen. Die Pläne ergänzen die Suche der Bundesregierung nach kostengünstigen Marschflugkörpern, nachdem die USA Tomahawk-Lieferungen eingestellt haben.

Italien plant laut Verteidigungsminister Crosetto, seine Verteidigung angesichts des rasanten technologischen Wandels schneller und anpassungsfähiger zu machen. Dabei soll der ukrainische Experte Fedorow seine Erfahrungen aus dem Krieg in der Ukraine einbringen, insbesondere im Bereich Drohnen, unbemannte Systeme und Luftverteidigung.

Die Bundeswehr vergibt Bauaufträge im Gesamtvolumen von 4,6 Milliarden Euro für 300 Gebäude in 130 Liegenschaften, um bis 2027 mehr als 63.000 zusätzliche Betten zu schaffen. Max Bögl erhält den größten Auftrag mit rund einer Milliarde Euro, Wolff & Müller baut mit Partnern 25 Kasernen für 370 Millionen Euro. Standardisierung und serielle Fertigung sollen den Bau beschleunigen.
Russische Truppen sind laut ISW in Kostjantyniwka und Sumy vorgerückt sowie in Saporischschja vorgedrungen. Gleichzeitig setzte die Ukraine ihre Langstreckenschläge fort und traf ein Ozon-Lagerhaus in Baschkortostan.
Die geplanten acht Fregatten des Typs F127 für die Bundeswehr könnten laut Medienberichten über 40 Milliarden Euro kosten, statt der ursprünglich veranschlagten 26 Milliarden. Grund sind steigende Preise für US-Aegis-Systeme, was zu politischer Kritik führt.