Breaking
TRTechnical Malfunction in Air Traffic Control System in the UKDEMajor fire near Eppelborn: Over 100 emergency services in the fight against forest fireCNRussian President Vladimir Putin and U.S. President Trump had another phone call to discuss the Ukraine conflict and bilateral relationsDEBritain bans imports from Israeli settlements in the West BankTRApple 'Surprise and Shine' Event: iPhone 18 Pro and First Foldable iPhone IntroducedRUA number of roads in the center of Moscow were temporarily blockedDEPolitical reorganization in Saxony-Anhalt after the AfD election victoryBRMan holds son hostage after attacking child's mother in Gralha Azul neighborhoodBRWilliam Marcel Murad assumes command of the Federal Police after STF decisionRUIn Sevastopol announced the fourth air alert in a dayTRTechnical Malfunction in Air Traffic Control System in the UKDEMajor fire near Eppelborn: Over 100 emergency services in the fight against forest fireCNRussian President Vladimir Putin and U.S. President Trump had another phone call to discuss the Ukraine conflict and bilateral relationsDEBritain bans imports from Israeli settlements in the West BankTRApple 'Surprise and Shine' Event: iPhone 18 Pro and First Foldable iPhone IntroducedRUA number of roads in the center of Moscow were temporarily blockedDEPolitical reorganization in Saxony-Anhalt after the AfD election victoryBRMan holds son hostage after attacking child's mother in Gralha Azul neighborhoodBRWilliam Marcel Murad assumes command of the Federal Police after STF decisionRUIn Sevastopol announced the fourth air alert in a day
BackRussland-Ukraine-Konflikt: Diplomatie, Angriffe und Sanktionen
Russland-Ukraine-Konflikt: Diplomatie, Angriffe und Sanktionen
BREAKING
Handelsblatt33 minutes agoWorld7 min readGermany

Russland-Ukraine-Konflikt: Diplomatie, Angriffe und Sanktionen

Telefonat zwischen Trump und Putin, Luftangriffe auf Kiew, Ausweisungen und internationale Reaktionen

Quick Look

  • US-Unterhändler vermitteln zwischen Kiew und Moskau, während Russland Kiew mit Raketen angreift.
  • Deutschland und Großbritannien sichern der Ukraine weitere Luftabwehrhilfe zu.
  • Ungarn weist russische Diplomaten aus, und Russland schließt deutsche Vertretungen.

AI-generated summary

Why It Matters

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert seit über viereinhalb Jahren an. Die Energieinfrastruktur und Logistikwege sind wiederholt Ziel russischer Angriffe.

Font size

US-Präsident Donald Trump spricht sich in einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin für ein baldiges Ende des Krieges in der Ukraine aus. Dies teilt der Kreml mit. Ein Kriegsende würde eine vollständige Wiederherstellung der Beziehungen zwischen den USA und Russland ermöglichen, sagt Kreml-Berater Juri Uschakow. Die beiden Präsidenten vereinbaren zudem, den Austausch von Gefangenen fortzusetzen.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat US-Präsident Donald Trump nach Angaben des Kremls bei einem Telefonat versichert, Russland habe keine aggressiven Absichten gegenüber Europa. Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow sagte am Dienstag, es sei in dem Gespräch unterstrichen worden, „dass wir keinerlei aggressive Pläne gegenüber Europa hegen“, trotz anderslautender Spekulationen, die es gebe.

Putin habe Trump über die Gefechtssituation in der Ukraine informiert sowie darüber, wie weitere Geländegewinne erzielt und die militärischen Ziele Russlands erreicht werden könnten. Auf den Besuch der US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner zu Vermittlungsgesprächen in Russland am vergangenen Wochenende blicke Moskau positiv, sagte Uschakow.

Rumäniens Polizei hat einen Russen festgenommen, der Militäreinrichtungen Rumäniens und der Nato-Verbündeten ausspioniert haben soll. Wie die für organisiertes Verbrechen zuständige Sondereinheit der Staatsanwaltschaft (DIICOT) in Bukarest mitteilte, habe der 40-Jährige an mehreren Militärstützpunkten im Großraum Bukarest, am Schwarzen Meer und in Siebenbürgen Militärtechnik sowie Truppenbewegungen fotografiert. Dadurch habe er die nationale Sicherheit gefährdet.

Zudem habe der Mann mit einer nicht näher benannten Person über einen verschlüsselten Kommunikationsweg Kontakt gehabt, um hybride Sabotageakte zu planen. Die Staatsanwaltschaft beantrage nun vor Gericht 30 Tage in Untersuchungshaft für den Tatverdächtigen. An den Ermittlungen sei Rumäniens Inlandsgeheimdienst SRI beteiligt gewesen, sowie der Geheimdienst der Armee, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit.

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat angesichts des nahenden Winters eine Stärkung der ukrainischen Luftabwehr gefordert und die Lieferung weiterer Raketen aus Bundeswehrbeständen angekündigt. „Die Ukraine befindet sich in einem Wettlauf mit der Zeit. Der Winter kommt“, sagte der SPD-Politiker am Dienstag bei einem virtuellen Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe, der Unterstützerstaaten des Landes. Man müsse damit rechnen, dass die russischen Luftangriffe mit sinkenden Temperaturen wieder zunehmen würden. Deutschland werde daher dringend benötigte PAC-2-Abfangraketen für das Patriot-System sowie eine größere Stückzahl an AIM-9-Luft-Luft-Raketen liefern. Pistorius appellierte an die Verbündeten, ebenfalls ihre Bestände zu prüfen. „Wenn Sie im Zweifel sind, entscheiden Sie sich für die Ukraine.“

Der neue ukrainische Verteidigungsminister Jewhenij Chmara betonte, die Abwehr von Drohnen funktioniere mittlerweile sehr gut. Anders sei dies bei ballistischen Raketen. Es fehlten vor allem Patriot-Abwehrraketen vom Typ PAC-3-Raketen. Die PAC-2 sind weniger effektiv gegen russische ballistische Raketen. PAC-3 sind aber auch wegen des Nahost-Kriegs knapp. Zudem halten sie verschiedene europäische Staaten mit Rücksicht auf ihre eigenen Bestände zurück. Im vergangenen Winter hatte Russland mit Raketen und Drohnen vor allem die Wärme- und Energieversorgung attackiert.

Deutschland werde die laufenden Lieferungen von IRIS-T-Luftverteidigungssystemen fortsetzen, erklärte Pistorius weiter. Er kündigte an, dass die Ukraine mehrere Tausend zusätzliche IRIS-T-Lenkflugkörper bestellen werde. Dies ermögliche den Aufbau einer weiteren Produktionslinie. Darüber hinaus unterstütze Deutschland das „City Dome“-Projekt zum Schutz ukrainischer Städte vor Drohnen und Raketen und finanziere die Beschaffung von Zehntausenden Schuss Langstrecken-Artilleriemunition über ein britisches Konsortium. Auch die Partner sicherten weitere Unterstützung zu. Der britische Verteidigungsminister Wes Streeting kündigte einen Beitrag von 100 Millionen Pfund für die schnelle Lieferung von Flugabwehrraketen in diesem Winter an. Zudem kämen die versprochenen Lieferungen von 120.000 Drohnen gut voran.

Die verstärkten russischen Luftangriffe auf die Ukraine treiben die Inflation in dem Land nach Prognose der Zentralbank hoch. Allein die gestiegenen Kosten für Unternehmen und die Störungen der Logistik werden die Inflationsrate in diesem Jahr um 0,4 bis 0,6 Prozentpunkte erhöhen, wie der stellvertretende Notenbakchef Wolodymyr Lepuschynskyj am Dienstag in einem Beitrag für die Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine schrieb. Die Notenbank rechnet für Ende 2026 ohnehin mit einer Teuerungsrate von rund zehn Prozent.

„Die Eskalation der russischen Aggression hat bereits makroökonomische Folgen“, erklärte Lepuschynskyj. Die Angriffe auf Unternehmen, Lagerhäuser, Logistikzentren und die Energie-Infrastruktur hätten zusammen mit der faktischen Blockade der Schwarzmeerhäfen einen spürbaren wirtschaftlichen Preis. Die Inflation hatte sich bereits im Juli auf 7,7 Prozent beschleunigt, von 7,2 Prozent im Juni. Vorläufigen Schätzungen zufolge setzte sich dieser Trend im August fort. „Und wenn die Angriffe andauern oder sich verstärken, werden auch die ökonomischen Kosten steigen“, warnte der Notenbanker.

Bei einem russischen Drohnenangriff ist das Gebäude des Fernsehsenders „My - Ukrajina“ („Wir sind die Ukraine“) in Kiew beschädigt worden. „Einfach am helllichten Tag, als die Journalisten auf Sendung waren“, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Netzwerken. Fünf Menschen seien verletzt worden. Selenskyj warf Russland vor, den Fernsehsender gezielt angegriffen zu haben. „Darauf muss es eine Reaktion von Europa und der Welt geben“, verlangte der Staatschef. Der TV-Kanal produziert gemeinsam mit mehreren anderen Sendern ein Nachrichtenprogramm.

Der Generalproduzent des Senders, Jurij Suhak, sprach ebenfalls von einem direkten Angriff. „Dieses Mal war es gezielt in den Nachrichtenraum“, sagte er. Bereits Mitte August seien bei einem Angriff Fenster des Gebäudes durch die Druckwelle einer Explosion beschädigt worden.

Inmitten erneuter US-Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs gibt sich Moskau siegessicher: „Wir sind überzeugt, dass der Sieg sehr nah ist“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge indischen Journalisten im Vorfeld des Brics-Gipfels am Wochenende.

Moskau sei überzeugt von seinem militärischen Potenzial und seinen Soldaten. Die Kampfhandlungen liefen sehr erfolgreich, behauptete er. Der Kreml begrüße aber die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump und erwarte die Wiederaufnahme von Gesprächen im Format Moskau, Washington, Kiew.

An der Front gibt es kaum Bewegung, gleichzeitig haben beide Seiten ihren Luft- und Seekrieg intensiviert. Die Zeichen stehen auf Eskalation. Erst am Wochenende hatten US-Unterhändler nach monatelanger Pause einen neuen Anlauf in den Bemühungen um ein Ende des seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine unternommen.

Ungarn weist zehn russische Diplomaten aus. Diese hätten in Ungarn Aktivitäten ausgeübt, „die für Diplomaten gemäß der Wiener Konvention inakzeptabel sind“, wie Ungarns Außenministerin Anita Orban auf der Online-Nachrichtenplattform X mitteilte. Ungarn habe die betroffenen Mitarbeiter der russischen Botschaft in Budapest aufgefordert, das Land zu verlassen.

Konkretere Gründe für die Ausweisung nannte die Ministerin nicht. Ziel dieser Ausweisung sei es, Ungarns „Sicherheit und Souveränität“ zu schützen. Es bedeute aber nicht, dass man die diplomatischen Beziehungen zu Russland abbrechen wolle, betonte Orban. Man wolle den „notwendigen Dialog“ auf Grundlage gegenseitigen Respekts und Einhaltung der Regeln fortsetzen.

US-Unterhändler haben dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge mehrere „anständige Ideen“ zur Beendigung des Krieges vorgelegt. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner hatten am Wochenende sowohl Russland als auch die Ukraine besucht. Selenskyj teilt am Dienstag in einem WhatsApp-Gruppenchat mit, ein nächstes trilaterales Treffen könne in der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten oder der Schweiz stattfinden, wobei unter anderem Getreidelieferungen und die Energieinfrastruktur besprochen werden sollten.

Zeitsoldaten sollen nach dem Willen des russischen Verteidigungsministeriums bei Straffälligkeit einen Teil ihrer Antrittsprämien zurückzahlen. Hintergrund ist die Zunahme von Fällen häuslicher Gewalt unter denjenigen, die an Russlands Krieg gegen die Ukraine teilnehmen. Wie aus dem am Montag veröffentlichten Gesetzentwurf hervorgeht, will das Verteidigungsministerium im Falle einer Straftat einen Teil der Einmalzahlungen zurückfordern, „um die Motivation des Militärpersonals zur Einhaltung der Gesetze zu erhöhen“.

Russland lockt Freiwillige für den Krieg gegen die Ukraine mit Einmalzahlungen von umgerechnet mindestens 4640 Dollar, die je nach Region auch deutlich höher ausfallen können. Russland veröffentlicht keine offiziellen Statistiken über häusliche Gewalt durch Militärangehörige. Medien berichten jedoch unter Berufung auf Daten von Militärgerichten von Hunderten solcher Fälle – darunter auch Morde –, die sich seit Beginn der Invasion im Jahr 2022 ereignet haben.

Großbritannien unterstützt die Ukraine mit einem zusätzlichen Paket zur Luftverteidigung im kommenden Winter im Volumen von 100 Millionen Pfund (rund 117 Millionen Euro). Es werde unter anderem Patriot-Luftabwehrraketen umfassen, teilt die Regierung in London mit. Damit solle die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine gegen russische Angriffe gestärkt werden.

Kurz nach der Abreise von US-Unterhändlern greift Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut mit ballistischen Raketen an. Dabei werden nach Angaben von Bürgermeister Witali Klitschko sechs Menschen verletzt; mehrere weitere sitzen in einem Gebäude fest. Herabfallende Trümmerteile beschädigen der Militärverwaltung zufolge zwei Mehrfamilienhäuser und lösen Brände aus. Während in Kiew Explosionen zu hören sind, lässt das benachbarte Nato- und EU-Mitglied Polen Kampfflugzeuge aufsteigen. Damit solle der eigene Luftraum vor einer möglichen Luftraumverletzung geschützt werden, teilen die Streitkräfte auf der Plattform X mit. Zuvor hatten die US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen.

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Stadt Saratow an der Wolga wird zivile Infrastruktur getroffen; mehrere Menschen werden verletzt. Das teilt der regionale Gouverneur Roman Busargin auf dem Messenger-Dienst Telegram mit. In der Region Saratow befinden sich eine große Ölraffinerie des staatlichen Ölkonzerns Rosneft sowie weitere industrielle und militärische Anlagen.

Der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko hat im Zusammenhang mit einer Korruptionsaffäre in seiner Behörde seinen Rücktritt angekündigt. „Das ist eine politische Entscheidung“, schrieb er auf seinem Telegram-Kanal. „Ich möchte nicht, dass das Amt des Generalstaatsanwalts als Instrument politischer Auseinandersetzungen missbraucht wird.“ Seine Haltung zu den Vorwürfen, die er bereits mehrfach zurückgewiesen hatte, bleibe unverändert.

Wenige Stunden zuvor hatte Krawtschenko nach Angaben ukrainischer Medien einen möglichen Rücktritt noch abgelehnt und erklärt, dass er von diesem Posten nur abberufen werden könne. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ukrinform hatten Sonderermittler eine kriminelle Vereinigung unter der Führung des Leiters einer Abteilung der Generalstaatsanwaltschaft aufgedeckt, die angeblich Bestechungsgelder kassierte. Krawtschenko wies jede Verstrickung in diese Affäre zurück.

Das von Russland kontrollierte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja ist nach Angaben des russischen Staatskonzerns Rosatom wieder an die externe Stromversorgung angeschlossen. Der Strom fließe über die Ferosplawna-Leitung, teilt das Unternehmen mit. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) bestätigt dies auf der Plattform X unter Berufung auf ihren Chef Rafael Grossi. Die Anlage arbeite normal, erklärt Rosatom-Chef Alexej Lichatschow. Das AKW war seit dem 20. August ohne externe Stromzufuhr und für die Kühlung auf Diesel-Notstromaggregate angewiesen. Eine von der IAEA vermittelte örtliche Feuerpause ermöglichte die Reparaturarbeiten.

Das Auswärtige Amt hat die Reaktion Moskaus auf die deutschen Strafmaßnahmen nach dem Anschlagsversuch mit einer Sprengstoffdrohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle kritisiert. „Diese Entscheidung ist ein bedauerlicher Fehler, der den Weg zurück zu konstruktiven Beziehungen noch schwerer macht“, teilte ein Sprecher des Außenministeriums in Berlin mit. Das russische Außenministerium hatte zuvor angekündigt, man werde alle Goethe-Institute im Land sowie das deutsche Generalkonsulat in St. Petersburg schließen. Die Mitarbeiter müssen das Land verlassen.

Die Bundesregierung habe mit der Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn „auf entschiedene aber auch besonnene Weise auf feindselige Aktivitäten gegen unser Land reagiert“, betonte der Sprecher des Auswärtigen Amts. Russland treffe hingegen mit seinem Vorgehen gegen das deutsche Generalkonsulat in St. Petersburg „Kolleginnen und Kollegen, die teils viele Jahre und unter immer widrigeren Umständen am Erhalt der deutsch-russischen Beziehungen gearbeitet haben“.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Fortsetzung der diplomatischen Gespräche im trilateralen Format.

    Likely · Within weeks

Open Questions

  • Welche konkreten Friedensvorschläge wurden unterbreitet?
  • Wie reagiert Russland auf die neuen Luftabwehrlieferungen?

Related Topics

This article was originally published by Handelsblatt.

Related Stories

More on this topicukraine