Ryanair verlängert Vertrag mit O'Leary bis 2032
Quick Look
- Ryanair hat den Vertrag mit seinem Vorstandsvorsitzenden Michael O'Leary bis 2032 verlängert.
- Er erhält ein moderates Gehalt, eine gedeckelte Prämie und Bezugsrechte auf Aktien, wenn anspruchsvolle Ziele erreicht werden.
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Why It Matters
Der irische Billigflieger Ryanair hat den Vertrag mit seinem Vorstandsvorsitzenden Michael O'Leary bis 2032 verlängert. O'Leary ist seit 1994 im Amt und hat das Unternehmen zur größten Billigfluggesellschaft Europas geformt.
Dublin. Der irische Billigflieger Ryanair hat den Vertrag mit seinem streitbaren Vorstandsvorsitzenden Michael O'Leary bis 2032 verlängert und dem Milliardär die Möglichkeit auf eine weitere Millionenprämie eingeräumt.
Der neue Kontrakt sieht laut einer Mitteilung des Unternehmens ein „moderates Jahresgehalt sowie eine gedeckelte Jahresprämie“ vor. Hinzu kommt ein einmaliges Bezugsrecht auf mehr als zehn Millionen Stammaktien. Bleibt O'Leary bis April 2032 im Amt, können diese Optionen zu einem Ausübungspreis von 26,70 Euro je Aktie wahrgenommen werden – dem Marktpreis vom Februar vor Ausbruch des Iran-Krieges. Voraussetzung seien „äußerst anspruchsvolle Ziele“ für die Kursentwicklung und die operative Unternehmensleistung, so der Konzern.
Der 65-jährige O'Leary ist seit 1994 Vorstandsvorsitzender – eine der längsten Führungsperioden in der Branche. Er ist bekannt für pointierte Äußerungen zu Luftfahrt- und gesellschaftspolitischen Themen sowie für einen öffentlichen Schlagabtausch mit Elon Musk zu Jahresbeginn.
Die Ryanair-Aktie verlor am Freitag an der Dubliner Börse zeitweise bis zu 1,5 Prozent, womit das Minus seit Jahresbeginn auf rund 13 Prozent angewachsen ist. Zum Konzern gehören neben Ryanair auch Malta Air, Lauda Europe und Buzz Airlines.
O'Leary hatte das 1984 von dem inzwischen verstorbenen Tony Ryan gegründete Unternehmen zur größten Billigfluggesellschaft Europas geformt. Das Geschäftsmodell setzt auf strikte Kostendisziplin und erhebt Zusatzentgelte für Sitzplatzwahl, Gepäck sowie das bevorzugte Boarding.
Internationale Aufmerksamkeit erlangte O'Leary auch durch provokante Äußerungen – etwa zu Adipositas und zum Klimawandel. Letzteres brachte ihm in Brüssel einen Tortenwurf von Klimaaktivisten ein. Vor zwei Jahren erklärte er, er würde „gerne“ Flüge zur Abschiebung von Flüchtlingen aus Großbritannien nach Ruanda durchführen.
Zu Jahresbeginn lieferte er sich mit Elon Musk einen öffentlichen Disput über die Wirtschaftlichkeit des Starlink-Internets im Flugbetrieb. Beide bezeichneten sich gegenseitig als „Idioten“; Musk spielte zeitweise mit dem Gedanken, die Airline zu übernehmen und O'Leary zu entlassen.
Open Questions
- Wie genau sehen die "äußerst anspruchsvollen Ziele" aus?
- Wie wird sich die Verlängerung auf die operative Leistung auswirken?





