Schutz vor Spionage - Bundeswehr darf Netzwerferdrohnen kaufen
Quick Look
- Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat die Anschaffung von Netzwerferdrohnen für die Bundeswehr zum Schutz von Kasernen und Gebäuden genehmigt.
- Diese Drohnen werfen Abfangnetze aus, um feindliche Drohnen abzufangen und können auch in Städten eingesetzt werden.
- Zusätzlich wurden Feuereinheiten für das Patriot-System, Einsatzcontainer zur Instandsetzung und Flugfunkgeräte für den NH-90-Hubschrauber genehmigt.
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Why It Matters
Die Anschaffung von Netzwerferdrohnen erfolgt aufgrund der steigenden Bedrohung durch kleine und sehr kleine Drohnen, die für Spionage und Sabotage eingesetzt werden können, sowohl im Inland als auch im Ausland.
Die Bundeswehr darf zum Schutz ihrer Kasernen und Gebäude sogenannte Netzwerferdrohnen anschaffen. Das beschloss der Haushaltsausschuss des Bundestages, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Netzwerferdrohnen werfen Abfangnetze aus, mit denen Drohnen vom Himmel geholt werden können. Somit können sie laut Ministerium auch in Städten eingesetzt werden.
"Netzwerferdrohnen gelten als bewährte Abwehrmaßnahme für den Liegenschaftsschutz", hieß es. Sie können demnach vor Spionage- und Sabotagedrohnen schützen und werden meist zusammen mit Störsendern und Radar eingesetzt. Hintergrund der Anschaffung sei die steigende Bedrohungslage durch Klein- und Kleinstdrohnen, auch für Ausspäh- und Sabotageversuche, im In- und Ausland.
Wie viele dieser Drohnen die Bundeswehr anschaffen will, sagte eine Ministeriumssprecherin auf Nachfrage nicht. Zu Einzelsummen oder Stückzahlen könne man sich aus Gründen der militärischen und operativen Sicherheit nicht äußern. Das würde Rückschlüsse auf schützenswerte Informationen zulassen.
Auch neue Feuereinheiten für "Patriots" gebilligt
Außerdem billigte der Haushaltsausschuss die erneute Beschaffung von Feuereinheiten für das "Patriot“-Flugabwehrsystem. Auch für Einsatzcontainer zur Instandsetzung des "Patriot“-Systems sowie für Flugfunkgeräte für den Hubschrauber NH-90 gab es grünes Licht.
Rüstungsinvestitionen unterliegen der politischen Kontrolle. Beschaffungen der Bundeswehr, die 25 Millionen Euro oder mehr kosten, müssen vom Haushaltsausschuss genehmigt werden, so ist es in der Bundeshaushaltsordnung festgelegt.
Open Questions
- Wie viele Netzwerferdrohnen plant die Bundeswehr anzuschaffen?
- Wie hoch sind die Gesamtkosten der Beschaffung?
- Wann sollen die Drohnen ausgeliefert und einsatzbereit sein?







