Schwarz-Gruppe plant Rechenzentrum in Dummerstorf mit 5,6 Milliarden Euro Investition
Quick Look
- Die Schwarz-Gruppe plant ein Rechenzentrum in Dummerstorf bei Rostock mit Investitionskosten von 5,6 Milliarden Euro.
- Der Baustart soll Ende 2027/Anfang 2028 beginnen, abhängig von der Fertigstellung der Strominfrastruktur.
- Das Zentrum soll 2032 ans Netz gehen und eine Kapazität von 240 Megawatt haben, mit Potenzial für bis zu einem Gigawatt.
AI-generated summary
Why It Matters
Die Schwarz-Gruppe betreibt bereits sieben Rechenzentren in Deutschland und Österreich und erweitert nun ihr Digitalgeschäft mit einem Großprojekt in Mecklenburg-Vorpommern. Das Land MV versucht durch solche Investitionen, seine wirtschaftliche Struktur zu diversifizieren und hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen.
Die Bauarbeiten für das geplante 5,6 Milliarden Euro teure Rechenzentrum in Dummerstorf bei Rostock sollen Ende 2027/Anfang 2028 beginnen. Der Baustart hänge wesentlich davon ab, bis wann die benötigte Strominfrastruktur stehe, sagte ein Vertreter der Schwarz-Gruppe, die hinter der Investition steht, bei einer Informationsveranstaltung für die Einwohner in Dummerstorf. Geplant sei, dass das Zentrum 2032 ans Netz gehe.
Landeswirtschaftsminister Wolfgang Blank (parteilos) sprach vor den rund 200 Einwohnern von einem Meilenstein und der bislang größten Einzelinvestition in MV. Das 350.000 Quadratmeter große Areal im Gewerbegebiet Ostsee liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Amazon-Logistik-Center. Geplant ist neben Gebäuden für die Rechenzentren auch ein Verwaltungsgebäude. Das Areal soll aus Sicherheitsgründen von einem drei Meter hohen Zaun umgeben werden.
Der Bürgermeister vom Dummerstorf, Jürgen Sprank (CDU), berichtete mit Blick auf das Projekt von einem großen Einvernehmen in der Gemeindevertretung. Mit der Schwarz-Gruppe gewinne Dummerstorf einen extrem potenten Gewerbesteuerzahler. Für die Gemeinde werde sich die Investition definitiv auszahlen. Auswirkungen auf das Grundwasser werde es nicht geben, da das Rechenzentrum einen geschossenen Wasserkreislauf haben werde.
240 Megawatt Kapazität
Die Schwarz-Gruppe ist für ihre Handelsketten Lidl und Kaufland bekannt. Im Digitalgeschäft betreibt sie aber auch in Deutschland und Österreich insgesamt sieben Rechenzentren. In Dummerstorf ist der Aufbau eines Datacenters bis 2033 mit einer Kapazität von 240 Megawatt geplant, wobei das Unternehmen Potenzial für bis zu einem Gigawatt sieht. Die Schwarz-Gruppe sowie die IT-Dienstleiter-Sparte Schwarz Digits sitzen bei Heilbronn in Baden-Württemberg.
Die Investition soll nach Unternehmensangaben die Entwicklung und den Betrieb von Cloud- und KI-Lösungen nach deutschem Recht und dadurch die Wertschöpfung in Deutschland und Europa fördern. Vom Land MV kommen Förderungen von bis zu 120 Millionen Euro für die Anlage.
In Rechenzentren stehen große Server und Computer, in denen Daten gespeichert, verarbeitet und verteilt werden. Sie sind für Unternehmen wichtig, die dort ihre Firmendaten speichern, aber auch für ganz normale Bürger. Zu den Digital-Kunden von Schwarz zählen unter anderem Versicherungen, Krankenkassen und Behörden wie die Polizei.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Das Rechenzentrum geht wie geplant 2032 ans Netz
Likely · Within years
Die Schwarz-Gruppe wird das Rechenzentrumskapazität auf bis zu 1 Gigawatt ausbauen
Possible · Within years
Open Questions
- Welche konkreten Umweltauswirkungen hat das Rechenzentrum trotz geschlossenen Wasserkreislaufs?
- Wie viele Arbeitsplätze werden während Bau und Betrieb geschaffen?
- Welche spezifischen Förderbedingungen sind an die 120 Millionen Euro vom Land MV geknüpft?


