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Schweden: Bargeldpflicht in Geschäften und Apotheken
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Handelsblatt7/1/2026Politics2 min readGermany

Schweden: Bargeldpflicht in Geschäften und Apotheken

Quick Look

  • Schweden führt eine Bargeldpflicht für Lebensmittelgeschäfte und Apotheken ein, um technische Ausfälle und die Ausgrenzung von Menschen ohne digitale Zahlungsmittel zu verhindern.
  • Viele Händler sind unzufrieden, da die Bargeldnutzung stark zurückgeht und es Ausnahmen gibt.

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Why It Matters

Schweden führt eine gesetzliche Pflicht zur Annahme von Bargeld in Lebensmittelgeschäften und Apotheken ein. Ziel ist es, die Widerstandsfähigkeit in Krisenzeiten zu erhöhen und Menschen ohne digitale Zahlungsmöglichkeiten einzubeziehen.

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Stockholm. Kleine Rolle rückwärts im Karten-Paradies Schweden: Seit heute müssen Lebensmittelgeschäfte und Apotheken in dem skandinavischen Land nach einer Gesetzänderung Bargeld annehmen. Damit will Schweden etwa in Krisen besser gegen technische Ausfälle gewappnet sein. Gleichzeitig sollen Menschen, die mit digitalen Bezahlformen nicht zurechtkommen, nicht ausgeschlossen werden.

In vielen Supermärkten im Land gibt es diese Option aber ohnehin noch. „In manchen Situationen, wenn die Technik streikt, können Münzen und Scheine die einzige Bezahlform sein, die funktioniert“, sagte Carlos Cancino von der Supermarktkette Coop der Nachrichtenagentur TT. In allen anderen Situationen zahlt die große Mehrheit der Schweden ohnehin am liebsten mit Karte oder Handy. Manchen Läden stinkt es, dass sie nun wieder Bargeld akzeptieren sollen. Laut TT haben einige schon angekündigt, sich nicht daranzuhalten.

Ein echtes Bargeld-Comeback ist die Gesetzänderung also nicht. Von der Regel gibt es zudem zahlreiche Ausnahmen - etwa für Supermärkte, in denen es gar keine bemannten Kassen mehr gibt, oder Läden, in denen die Annahme von Bargeld Mitarbeiter gefährden würde. Händler können sich außerdem auf die Kosten eines Bargeld-Systems berufen. Mehr als 25 Münzen müssen die Läden nicht annehmen. Und: Es gibt keinen Plan, ob und wie Verstöße gegen die neue Regelung geahndet werden sollen.

Die Bargeld-Nutzung geht in Schweden seit vielen Jahren zurück. In einer Umfrage der schwedischen Reichsbank gaben im vergangenen September nur fünf Prozent der Befragten an, ihren letzten Einkauf bar bezahlt zu haben. Für den Krisenfall empfiehlt die Reichsbank den Schwedinnen und Schweden aber seit einiger Zeit, neben mehreren Bankkarten und dem Bezahldienst auf dem Handy umgerechnet rund 90 Euro Bargeld zu Hause aufzubewahren.

Open Questions

  • Wie werden Verstöße geahndet?
  • Wie hoch sind die Kosten für Händler?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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