Schweres Erdbeben erschüttert Venezuela: Tausende Tote befürchtet, internationale Hilfe angelaufen
Quick Look
- Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,5 hat Venezuela erschüttert, mit bis zu 100.000 möglichen Todesopfern laut USGS.
- Rettungsarbeiten laufen, der Zugverkehr und der Flughafen Caracas sind eingestellt.
- Internationale Hilfe, darunter aus den USA und Deutschland, wurde zugesagt.
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Why It Matters
Venezuela wurde vom heftigsten Erdbeben seit über einem Jahrhundert erschüttert, mit Stärken von 7,2 und 7,5, was massive Zerstörungen und bis zu 100.000 Todesopfer befürchten lässt. Nachbeben und die Schließung des Flughafens Caracas erschweren die Lage.
Rettungskräfte suchten in den Trümmern eingestürzter Gebäude nach Verschütteten. Der Zugverkehr in dem südamerikanischen Land wurde eingestellt, der internationale Flughafen der Hauptstadt Caracas wurde wegen Schäden geschlossen. Rodríguez zufolge habe es bereits 20 Nachbeben gegeben. Priorität hätten nun die Rettungsarbeiten, sagte sie. Der Schulunterricht werde ausgesetzt.
Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke der beiden Erdbeben mit 7,2 und 7,5 an. Es ist somit das heftigste Beben in dem südamerikanischen Land seit mehr als einem Jahrhundert. Ein noch stärkeres (7,7) gab es zuletzt im Jahr 1900 nordöstlich der Hauptstadt Caracas vor der Küste Venezuelas, wie aus Daten der Organisation hervorgeht.
Die Behörde rechnet mit massiven Zerstörungen und schätzt die Zahl der möglichen Todesopfer auf 10 000 bis 100 000. Laut USGS zählten die Erdbeben auch zu den weltweit stärksten des laufenden Jahres. Das zweite und stärkere Beben ereignete sich demnach in einer Tiefe von nur zehn Kilometern, weswegen mit großen Schäden und auch Opfern zu rechnen war. In sozialen Netzwerken kursierten Videos von beschädigten Gebäuden.
„Wir haben es mit einer äußerst alarmierenden Situation zu tun“, sagte Innenminister Diosdado Cabello im Fernsehen. Er rief die Menschen dazu auf, an sicheren Orten zu bleiben. Nach schweren Erdbeben seien normalerweise Nachbeben zu erwarten, die bereits beschädigte Gebäude zum Einsturz bringen könnten, warnte der Minister. Um Explosionen zu verhindern, hätten die Behörden angeordnet, die Gaszufuhr zu unterbrechen.
Das Zentrum des ersten Bebens am Mittwoch um 18.04 Uhr Ortszeit (00.04 MESZ Donnerstag) lag den Angaben zufolge 24 Kilometer östlich von San Felipe entfernt im Nordwesten des südamerikanischen Landes in einer Tiefe von 21,9 Kilometern. Das zweite Beben ereignete sich nur wenige Kilometer weiter nördlich. Allein in den relativ nahen Städten Puerto Cabello und San Felipe leben nach USGS-Angaben zusammen etwas mehr als 400 000 Menschen.
Internationale Reaktionen und Hilfsangebote
US-Präsident Donald Trump sicherte dem südamerikanischen Land schnelle Hilfe zu. Er habe alle US-Behörden angewiesen, sich darauf vorzubereiten, schnell zu helfen, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Die beiden Erdbeben seien von „massivem Ausmaß“ gewesen und hätten zu einer „verheerenden Zahl Toter“ geführt, schrieb Trump. Er machte dabei keine Angaben dazu, auf welche Informationen sich seine Aussage zur Opferzahl stützte.
„Wir werden für unsere neuen und großartigen Freunde da sein“, schrieb Trump – wohl mit Blick auf die Übergangsregierung in Caracas. Weiter erklärte er in Bezug auf das wahrscheinliche Ausmaß der Folgen: „Die ersten Berichte sind nicht gut!!!“
US-Außenminister Marco Rubio erklärte kurze Zeit später, die Regierung bringe sofort Such- und Rettungsmannschaften sowie humanitäre und medizinische Hilfe auf den Weg. Auch andere Länder sagten Hilfe zu, darunter Deutschland.
Die Bundeswehr könne bis zu sechs Transportflugzeuge vom Typ A400M bereitstellen, um Personal und Hilfsgüter etwa des Technischen Hilfswerks und des Deutschen Roten Kreuzes zu befördern, teilt das Verteidigungsministerium mit. „Die Nachricht von den vielen Tausenden Toten in Venezuela hat mich tief erschüttert“, erklärt Verteidigungsminister Boris Pistorius. „Jetzt gilt es, schnell Hilfe zu leisten.“
Die venezolanische Friedensnobelpreisträgerin und Oppositionsführerin María Corina Machado, die sich derzeit nicht in Venezuela aufhält, schrieb auf der Plattform X: „Mein Herz, meine unendliche Umarmung und meine Gebete gelten in diesen Stunden der Not jeder venezolanischen Familie. Mögen Stärke, Ruhe und Solidarität in dieser schwierigen Zeit unter uns herrschen.“
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
US-Behörden werden schnelle Hilfe für Venezuela leisten.
Very likely · Within days
Deutschland wird Hilfsgüter und Personal nach Venezuela entsenden.
Very likely · Within days
Open Questions
- Wie viele Todesopfer gibt es tatsächlich?
- Wie schnell erreicht die internationale Hilfe die Betroffenen?
- Wie lange dauert die Wiederherstellung der Infrastruktur?





