
BKA-Analyse zeigt Konzentration auf Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern – Russland wird als möglicher Urheber genannt
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Die Zahlen stammen aus einer Analyse des Bundeskriminalamts von Ende August. Im Vergleich dazu gab es im vergangenen Jahr 320 Sabotageverdachtsfälle. Sabotage wird als bewusste Beeinträchtigung wirtschaftlicher, wissenschaftlicher, militärischer, sicherheitsbehördlicher oder politischer Prozesse definiert.
Einem Medienbericht zufolge haben Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern im laufenden Jahr bereits 165 mutmaßliche Fälle von Sabotage registriert. Die meisten davon haben sich laut dem Bericht von »Süddeutscher Zeitung«, NDR und WDR auf Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern bezogen.
Die Zahlen stammen demnach aus einer Analyse des Bundeskriminalamts (BKA) von Ende August. Der Titel laut dem Bericht: »Lageupdate Hybride Bedrohung«. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr zählten die Behörden demnach 320 Sabotageverdachtsfälle.
Sabotageakte sind als »bewusste Beeinträchtigung wirtschaftlicher, wissenschaftlicher, militärischer, sicherheitsbehördlicher oder politischer Prozesse« definiert. Darunter fallen etwa Manipulationen an Stromleitungen und Bahntrassen oder geplante Brandanschläge.
Hinter vielen dieser Ereignisse soll Russland stecken. Experten und inzwischen auch Regierungspolitiker sprechen von einer hybriden Kriegsführung des Kreml . Damit sind auch Desinformationskampagnen oder Cyberangriffe gemeint, also verschleierte Attacken anonymer Täter.
Leipziger Flughafen, Angriffe auf die Stromversorgung
Einer der bekanntesten Sabotageakte der vergangenen Monate ist der versuchte Anschlag am Leipziger Flughafen. Dort war eine Drohne mit Sprengstoff nahe einem ukrainischen Transportflugzeug gefunden worden. Die Bundesregierung machte dafür ungewöhnlich schnell und deutlich Russland verantwortlich (mehr dazu hier ).
Aber es gibt auch Attacken, bei denen zunächst keine Spur nach Russland führt. So gab es in den vergangenen Tagen gleich mehrere Angriffe auf Stromversorgungsanlagen, einmal in Brandenburg und einmal in Nordrhein-Westfalen. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) sagte am Mittwoch, dass er einen Zusammenhang zwischen den versuchten Sabotageaktionen für wahrscheinlich halte.
Die Anschläge weckten Erinnerungen an den Blackout in Berlin zum Jahreswechsel . Teile der Hauptstadt waren tagelang ohne Strom. Die Sabotage an einem zentralen Stromkabel wurde Linksextremisten zugeordnet. Im aktuellen Fall schloss Redmann jedoch nicht aus, dass sogenannte fremde Mächte im Spiel sein könnten.
AI outlook — possibilities, not facts
Die Anzahl der Sabotageverdachtsfälle wird im weiteren Jahresverlauf voraussichtlich steigen, insbesondere angesichts der anhaltenden geopolitischen Spannungen.
Likely · Within months
Die Behörden werden vermutlich verstärkte Kontrollen an kritischen Infrastrukturen wie Energieversorgung und Transportwegen einführen.
Possible · Within weeks

After the sabotage of the power grid in southern Brandenburg, the Brandenburg police are examining a letter of responsibility. Unidentified people used self-made missiles to direct conductive material onto high-voltage power lines. Hours later there was a malfunction at a substation near Cologne, where launching devices were also found.

The police in Munich have arrested two suspects with Bulgarian nationality who threw incendiary devices at a construction site near defense companies. Investigations are ongoing into possible links to Russian secret services and a series of sabotage acts since the attack on Ukraine.
After attacks on the power grid in southern Brandenburg and near Cologne, the police are looking for perpetrators and are examining a letter of confession that has emerged. Interior Ministers Redmann and Reul see a coordinated attack on the energy supply as likely and are discussing better protection of critical infrastructure.
In the evening, Terminal 1 at BER Airport was evacuated due to suspicion of a dangerous substance. A woman reported to the Federal Police service point that she had a dangerous substance with her. The dangerous goods alarm was triggered and passengers were asked to leave the building. Machines that were already ready for dispatch were able to take off and aircraft approaching were allowed to land. Check-in has been moved to Terminal 2 as far as possible. Delays or flight cancellations are currently not foreseeable.
The Munich public prosecutor's office has contacted KNDS Germany about alleged bribes in a tank construction deal worth almost two billion euros with Qatar. The company is cooperating with the investigation, which is ongoing.
A 30-year-old received a life sentence for robbery resulting in death and fraud, a 29-year-old was sentenced to 13 years and 9 months in prison after they robbed and fatally injured an 81-year-old woman in Kleinmachnow.