Ski alpin: Olympiasiegerin Michelle Gisin beendet nach Beinahe-Querschnittslähmung Karriere
Knapp elf Monate nach ihrem schweren Trainingssturz in St. Moritz zieht die zweimalige Olympiasiegerin Michelle Gisin einen Schlussstrich unter ihre Leistungssportkarriere.
Quick Look
- Knapp elf Monate nach ihrem schweren Trainingssturz hat die zweimalige Ski-Olympiasiegerin Michelle Gisin ihren sofortigen Rücktritt vom Leistungssport bekannt gegeben.
- Die Schweizerin entging bei dem Unfall im Dezember 2025 nur knapp einer Querschnittlähmung.
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Why It Matters
Michelle Gisin erlitt im Dezember 2025 bei einem Abfahrtstraining in St. Moritz einen schweren Sturz mit Verletzungen an Halswirbelsäule, Handgelenk und Knie.
Knapp elf Monate nach ihrem schweren Trainingssturz hat die zweimalige Ski-Olympiasiegerin Michelle Gisin ihre Karriere beendet. Die 32 Jahre alte Schweizerin gab ihren sofortigen Rücktritt vom Leistungssport bekannt.
Im Dezember 2025 war Gisin bei einem Abfahrtstraining in St. Moritz schwer gestürzt. Sie fiel bei hoher Geschwindigkeit vor einer Linkskurve, durchbrach ein Sicherheitsnetz und blieb vor einem weiteren Netz liegen. Sie kam in eine Spezialklinik in Zürich und wurde noch am selben Abend an der Halswirbelsäule operiert. Dabei entging sie nur knapp einer Querschnittlähmung. Bei dem Sturz erlitt sie weitere schwere Verletzungen am Handgelenk und am Knie. Sie musste mehrfach operiert werden.
Gisin hielt sich danach offen, ob sie noch einmal in den Weltcup zurückkehrt. Sie hatte betont, für die Entscheidung noch einmal auf Skiern stehen zu müssen. Nun möchte sie zwar wieder Skifahren, aber nicht mehr auf Leistungssportniveau.
Gisin war eine Alleskönnerin auf dem Ski
»Es war ein langer Prozess, der parallel zu meiner Rehabilitation, aber auch schon in den Jahren davor stattgefunden hat«, sagte Gisin in einer Mitteilung des Schweizer Verbandes . Sie sei inzwischen »sehr glücklich« mit ihrer Entscheidung und freue sich auf die Zukunft. Nach Dominique Gisin und Marc Gisin beendet damit auch das letzte Mitglied der Ski-Geschwister seine Laufbahn.
Ihre größten Erfolge feierte Alleskönnerin Michelle Gisin bei Olympischen Spielen. Sowohl 2018 in Pyeongchang als auch 2022 in Peking gewann sie Gold in der Kombination. In China holte sie zudem Bronze im Super-G. Dazu kommen zwei WM-Medaillen und ein Weltcupsieg im Slalom. Im Weltcup stand sie in allen Disziplinen auf dem Podest, insgesamt 20 Mal.
Für die Schweizerinnen bedeutet der Rücktritt der erfahrenen Athletin die nächste Schwächung. Die Olympiasiegerin und frühere Gesamtweltcupsiegerin Lara Gut-Behrami beendete ebenfalls ihre Karriere.
Open Questions
- Welche Aufgaben übernimmt Michelle Gisin nach ihrer aktiven Karriere?


