Spanien: 87-jährige Spanierin stirbt nach Zwangsräumung in Madrid
Quick Look
- Die 87-jährige Spanierin María del Carmen Abascal, bekannt als Maricarmen, ist gestorben.
- Ihre Zwangsräumung hatte Massenproteste gegen die Wohnungsnot in Spanien ausgelöst.
- Ministerpräsident Pedro Sánchez drückte sein Beileid aus.
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Why It Matters
Maricarmen Abascal lebte sieben Jahrzehnte in ihrer Wohnung in Madrid. Nachdem sie Ende September aufgrund einer Zwangsräumung auf einer Trage aus ihrer Wohnung gebracht worden war, wurde sie im Krankenhaus behandelt. Ein historisches Abkommen hatte ihre Rückkehr ermöglicht, kam jedoch zu spät.
Die 87-jährige Spanierin María del Carmen Abascal, deren Zwangsräumung Massenproteste in Spanien ausgelöst hatte, ist gestorben. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez sprach ihren Angehörigen sein Beileid aus. »Mein ganzes Mitgefühl gilt Maricarmens Familie und ihren Angehörigen«, schrieb Sánchez auf X.
Abascal, die meist Maricarmen genannt wurde, war im Krankenhaus behandelt worden, nachdem sie Ende September auf einer Trage aus ihrer Wohnung gebracht worden war. Dort hatte sie sieben Jahrzehnte lang gelebt. Sie erhielt vom Hauseigentümer dann jedoch die Zusicherung, dass sie in ihre Wohnung zurückkehren könne.
Die Madrider Mietervereinigung sprach von einer vermeidbaren Situation nach einer erschütternden Leidensgeschichte. »Obwohl ein historisches Abkommen erzielt wurde, das ihr die Rückkehr in ihr Zuhause ermöglicht hätte, kam diese Lösung zu spät«, teilte der Verband mit.
Maricarmen wurde zum Symbol der Wohnungskrise
Die Räumung löste tagelange Proteste in Spanien aus. Zehntausende demonstrierten landesweit gegen hohe Mieten, fehlende Wohnungen und unzureichenden Schutz vor Zwangsräumungen. Die Demonstranten auf dem Madrider Platz Puerta del Sol hielten eine Schweigeminute ein, nachdem sie vom Tod der Seniorin erfahren hatten.
Das spanische Parlament lehnte am vergangenen Freitag ein Maßnahmenpaket der Regierung gegen die Wohnungsnot ab. Sánchez kündigte daraufhin vorgezogene Neuwahlen für den 29. November an. Die in Umfragen derzeit zurückliegenden Parteien der linken Koalitionsregierung hoffen, dass die Empörung vieler Bürger über die Lage auf dem Wohnungsmarkt ihnen doch noch zu einer Mehrheit verhelfen kann.
Generalstreik im November
Die großen spanischen Gewerkschaftsbünde legten den 11. November als Termin des bereits angekündigten Generalstreiks für höhere Löhne und gegen die Wohnungskrise fest. Dies sei auch mit den Mieterorganisationen abgesprochen worden, teilte der Gewerkschaftsbund UGT auf X mit. Der landesweite Ausstand soll damit nur 17 Tage vor der für den 29. November angesetzten Neuwahl stattfinden.
»Für ordentlichen Lohn, für ein Dach über dem Kopf und dafür, dass die Preise aufhören, uns zu erdrücken«, hatte die CCOO auf der Plattform X geschrieben, als der Streik am Montag nach der Ablehnung eines Maßnahmenpakets der linken Regierung für mehr Mieterschutz durch konservative und rechtspopulistische Parteien im Parlament angekündigt worden war. Der spanische Arbeitgeberverband CEOE bezeichnete den geplanten Streik als »inakzeptabel« und stellte seine Rechtmäßigkeit infrage. Es handele sich offensichtlich um einen »politischen Streik«.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Der Generalstreik am 11. November wird landesweit stattfinden und die Wohnungsnot weiter in den Fokus der Öffentlichkeit rücken.
Very likely · Within days
Die vorgezogenen Neuwahlen am 29. November werden stark von der Wohnungsfrage und der öffentlichen Empörung über Maricarmens Schicksal beeinflusst werden.
Likely · Within weeks
Open Questions
- Wird der Generalstreik am 11. November wie geplant stattfinden?
- Wie werden die Neuwahlen am 29. November ausgehen?
- Welche konkreten Maßnahmen werden nach den Wahlen ergriffen werden, um die Wohnungsnot zu lindern?

