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Spanische Regierung vor schwerer Niederlage bei Wohnungsmarkt-Dekreten
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Handelsblatt1 hour agoPolitics2 min readGermanyView translation

Spanische Regierung vor schwerer Niederlage bei Wohnungsmarkt-Dekreten

Katalanische Partei Junts kündigt Ablehnung an, Sánchez droht erneute Schlappe.

Quick Look

Spaniens Minderheitsregierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez steuert auf eine Parlamentsniederlage bei zwei Wohnungsmarkt-Dekreten zu, da die katalanische Partei Junts gegen die Maßnahmen stimmt.

AI-generated summary

Why It Matters

Nach der Zwangsräumung einer 87-Jährigen beschloss Spaniens Regierung ein Maßnahmenpaket gegen die Wohnungsnot.

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Madrid. Spaniens linke Minderheitsregierung unter Ministerpräsident Pedro Sánchez steuert auf eine schwere Niederlage bei der Abstimmung über zwei Dekrete zur Bekämpfung der aktuellen Krise auf dem Wohnungsmarkt zu. Die konservative separatistische Katalanenpartei Junts von Carles Puigdemont kündigte am Donnerstagabend an, sie werde gegen die beiden Dekrete stimmen, da sie zu einer weiteren Verknappung des Angebots und zu noch höheren Mieten führen würden.

In spanischen Medien wie „La Vanguardia“ wurde bereits spekuliert, der wegen der Migrationskrise in Ceuta und wegen Korruptionsfällen bereits unter starkem Druck stehende Sánchez könnte angesichts einer weiteren Schlappe Neuwahlen ansetzen. Unklar war, wie es mit den Demonstrationen und dem Protestcamp in Madrid für mehr Mieterschutz weitergehen würde.

Junts hatte mit seinen sieben Stimmen im Parlament die Regierung Sánchez zwar nach der Wahl im Juli 2023 mit in den Sattel gehoben, entzog ihr jedoch vor knapp einem Jahr die Unterstützung und blockiert seither weitgehend die Regierungsarbeit, die immer handlungsunfähiger wird.

Vor der für heute geplanten Abstimmung im Parlament in Madrid über die Dekrete forderte die Junts die Regierung auf, die Sitzung abzusagen und unverzüglich neue Vorschläge vorzulegen. Da auch die konservative Volkspartei PP und die rechtspopulistische Vox gegen die Dekrete stimmen wollen, gilt eine Niederlage der Regierung als sicher. Die Regierung will an der Abstimmung festhalten. „Die Stunde der Wahrheit ist gekommen“, schrieb Sánchez auf X.

Die Regierung hatte am Dienstag nach der aufsehenerregenden Zwangsräumung einer 87-Jährigen und massiven Protesten ein umfangreiches Maßnahmenpaket gegen die Wohnungsnot beschlossen. Vorgesehen waren unter anderem ein verlängerter Schutz vor Zwangsräumungen bis 2030, eine stärkere Regulierung von Zeitmietverträgen und der Vermietung von Zimmern, ein Verbot des Erwerbs von Wohnungen durch „Geierfonds“ bis 2028 sowie steuerliche Vergünstigungen und Anreize für Mieter und Vermieter. Auch ist eine zweijährige Verlängerung bestehender Mietverträge vorgesehen, die vor dem 31. Dezember 2028 auslaufen.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Ablehnung der Dekrete im Parlament

    Very likely · Within hours

Open Questions

  • Wird Sánchez nach der Niederlage Neuwahlen ausrufen?
  • Wie reagieren die Protestcamps in Madrid auf das Ergebnis?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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