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SPD leader Bärbel Bas on hate speech and working with Friedrich Merz
Politics
Handelsblatt6/1/2026Politics3 min readGermany

SPD leader Bärbel Bas on hate speech and working with Friedrich Merz

Quick Look

  • SPD leader Bärbel Bas describes facing personal hate speech and threats, particularly from right-wing networks targeting strong women.
  • She admits the intensity makes her question how long she can endure it, but refuses to yield to populists.
  • Bas also discussed her working relationship with CDU leader Friedrich Merz, noting they often discuss public statements and have found common ground despite political differences.

AI-generated summary

Why It Matters

SPD leader Bärbel Bas spoke at the 'Ständehaus-Treff' event hosted by the Rheinische Post in Düsseldorf. She discussed the personal toll of hate speech and her interactions with CDU leader Friedrich Merz.

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Auch der resoluten SPD-Chefin Bärbel Bas fällt es nicht immer leicht, Hasstiraden und Beleidigungen auszuhalten. „Das ist schon sehr persönlich, ja“, sagte die Bundessozialministerin beim „Ständehaus-Treff“ der „Rheinischen Post“ (RP) in Düsseldorf. „Ich bin so ein personifiziertes Feindbild geworden.“ Es bleibe „nicht so einfach in den Klamotten hängen, was man so lesen muss“.

Gerade rechte Netzwerke versuchten, starke, selbstbewusste Frauen mit Hass und persönlichen Angriffen kleinzukriegen, kritisierte Bas. Besonders schlimm sei, wenn das bei Kindern ankomme, deren Eltern sich politisch engagierten. „Und jetzt bin ich schon fast froh, keine eigenen Kinder zu haben.“

Viele Anzeigen stelle sie nicht, erzählte Bas. „Aber es ist nicht einfach, das auszuhalten.“ Es gehe dabei nicht um sachliche Kritik, sondern um puren Hass, „auch um Vergewaltigungsfantasien - was man sich nicht alles anhören muss“, schilderte die 58-jährige Politikerin. „Also um die Sache immer gerne Streit, Auseinandersetzung, aber da geht es darum, die Person kleinzumachen, die Person fertigzumachen, dass sie irgendwann aufgibt.“

Dazu habe sie allerdings keine Veranlagung, sagte die Duisburgerin. Wenn sie sehr gestresst sei und viel um die Ohren habe, käme ihr aber auch schon mal der Gedanke: „Ich könnte es mir mal irgendwie einfacher machen“, räumte Bas ein. Dann denke sie aber letztlich immer wieder: „Nein, den Gefallen tue ich denen nicht.“ Sie gebe aber zu: „Je härter und stärker das wird, umso mehr denkt man darüber nach, wie lange hält man das aus?“

Natürlich machten Politiker nicht immer alles richtig. „Gar keine Frage, wir sind auch keine Superhelden“, sagte Bas. Es sei aber wichtig, Verantwortung zu übernehmen und aufzupassen, dass das Gemeinwesen nicht durch Hass und Anfeindungen kaputtgehe. „Demokratinnen und Demokraten, wir dürfen uns nicht zurückziehen und den Populisten das Feld überlassen“, sagte Bas unter dem Applaus ihrer Zuhörer.

Auf den Vorhalt von RP-Chefredakteur Moritz Döbler, sie würde aber auch - ähnlich wie Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) - „regelmäßig missverständliche Sätze raushauen“, räumte Bas ein: „Ja, wir telefonieren darüber auch sehr oft. Und deswegen arbeiten wir wahrscheinlich ja auch ganz gut zusammen.“ Das sei wirklich so. „Wir reden viel auch über das, wer was so über wen gesagt hat.“

Er habe ihr auch nach einer gemeinsamen Dienstreise im Regierungsflieger „das Du“ angeboten, erzählte Bas. Und eine Woche darauf habe sie sich dann im vergangenen Sommer auf eine Äußerung des Kanzlers zum Sozialstaat mit dem Wort „Bullshit“ bezogen. Als Merz sich daraufhin bei ihr gemeldet habe, habe sie gleich gefragt, ob er das „Du“ jetzt wieder zurückziehen wolle. „Nein, nein, aber wir sollten mal drüber reden“, habe der Kanzler geantwortet. „Das kann ja so nicht weitergehen.“ Stattdessen habe es dann „einen Versöhnungssalat mit zwei Bier“ gegeben.

Open Questions

  • What specific right-wing networks are targeting women?
  • What are the long-term psychological effects of online hate speech on politicians?
  • How will the collaboration between Bas and Merz evolve?
  • What specific 'misunderstandable sentences' have Bas and Merz made?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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