Starbucks eröffnet Cafés in Xinjiang – US-Politiker fordert Schließung wegen Uiguren-Unterdrückung
Quick Look
- Starbucks hat zwei Cafés in der chinesischen Region Xinjiang eröffnet, woraufhin der Vorsitzende des China-Sonderausschusses im US-Repräsentantenhaus, John Moolenaar, das Unternehmen aufforderte, die Filialen wegen Menschenrechtsvorwürfen gegen die Uiguren zu schließen.
- Peking weist die Vorwürfe zurück.
AI-generated summary
Why It Matters
Starbucks hatte im Frühjahr 60 Prozent seines Filialgeschäfts in China an den chinesischen Finanzinvestor Boyu Capital verkauft. Menschenrechtsorganisationen werfen der chinesischen Regierung vor, die Uiguren in Xinjiang zu unterdrücken, was Peking zurückweist.
Der US-Konzern Starbucks eröffnet erstmals Cafés in der chinesischen Region Xinjiang. Ein US-Abgeordneter verweist auf Menschenrechtsvorwürfe gegen Peking und fordert die Schließung.
Das Starbucks Logo: Das Unternehmen hatte gerade zwei Filialen in Xinjiang eröffnet. Foto: AP Photo/Gene J. Puskar
New York. Die US-Kaffeekette Starbucks gerät wegen ihrer ersten Filialen in der chinesischen Region Xinjiang politisch unter Druck. Der Vorsitzende des China-Sonderausschusses im US-Repräsentantenhaus, John Moolenaar, forderte das Unternehmen auf, die Geschäfte angesichts der Unterdrückung der Uiguren wieder zu schließen. Der Republikaner bezeichnete die Eröffnung als „schockierend und moralisch bankrott“.
„Starbucks sollte unverzüglich den Kurs ändern und seine Filialen in Xinjiang schließen“, erklärte Moolenaar in einer Stellungnahme. Mit jedem dort verkauften Becher werde eine bekannte amerikanische Marke mit dem brutalen Vorgehen der Kommunistischen Partei gegen die Uiguren verknüpft.
Starbucks hatte am Dienstag zwei Cafés in der Regionalhauptstadt Urumqi eröffnet: eines am Großen Basar und ein weiteres am internationalen Flughafen.
In Xinjiang leben viele Angehörige der überwiegend muslimischen Minderheit der Uiguren. Menschenrechtsorganisationen werfen der chinesischen Regierung vor, diese Minderheit zu unterdrücken. Peking weist die Vorwürfe zurück.
Starbucks hatte erst im Frühjahr 60 Prozent seines Filialgeschäfts in China an den chinesischen Finanzinvestor Boyu Capital verkauft. Die übrigen 40 Prozent gehören weiter Starbucks.
Unternehmen geraten im Streit um Xinjiang immer wieder von beiden Seiten unter Druck. Volkswagen stand wegen seines dortigen Werks jahrelang in der Kritik. Ende 2024 wurde der gemeinsam mit SAIC betriebene Standort verkauft. Umgekehrt wurden H&M und Adidas 2021 in China zum Ziel von Boykottaufrufen, nachdem sie Bedenken wegen möglicher Zwangsarbeit in Xinjiang geäußert hatten.
Mehr: Starbucks schließt 250 Filialen in Nordamerika
dpa Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien.
Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige
remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Starbucks wird öffentliche Drucksituationen erfahren und möglicherweise eine Stellungnahme zu den Menschenrechtsbedenken in Xinjiang abgeben.
Likely · Within weeks
Die Kontroverse könnte zu weiteren Diskussionen über die Verantwortung multinationaler Unternehmen in Regionen mit Menschenrechtsverletzungen führen.
Possible · Within months
Open Questions
- Wie wird Starbucks auf die Forderung des US-Abgeordneten reagieren?
- Wird die chinesische Regierung Gegenmaßnahmen gegen Starbucks ergreifen?
- Wie werden Verbraucher in China und international auf die Kontroverse reagieren?



