
Eine neue Untersuchung der Zeppelin Universität zeigt hohe Vergütungen bei Sparkassen und eine deutliche Entgeltlücke zwischen den Geschlechtern in öffentlichen Unternehmen.
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Die Studie analysiert die Vergütungsdaten von Topmanagern in öffentlichen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2024. Viele Unternehmen legen diese Daten nicht offen.
»Wenn's um Geld geht, Sparkasse« – der alte Werbeslogan gilt offenbar auch für die Vorstandsetage. Wohl nirgends fahren Topmanager von Unternehmen der öffentlichen Hand so hohe Vergütungen ein wie bei den Sparkassen.
Das zeigt die neue »Public Pay«-Studie der Zeppelin Universität Friedrichshafen. Rund 439.000 Euro erhielten die Vorständinnen und Vorstände dort demnach im sogenannten Median als Gesamtdirektvergütung. Das bedeutet: Die Hälfte der Sparkassen-Topmanager verdiente mehr, die andere Hälfte weniger.
Auch bei der Entwicklung der Vergütung gehörten die Sparkassen zur Spitzengruppe. Die Vergütung stieg gegenüber dem Vorjahr um 5,3 Prozent.
Im Median verdienen Chefinnen und Chefs in Betrieben der öffentlichen Hand rund 186.000 Euro. Im Gesamtschnitt stieg die Vergütung zum Vorjahr um rund 4,1 Prozent.
Frauen verdienen dabei deutlich weniger als Männer. So beträgt die personenbezogene Vergütung bei Frauen im Median rund 155.000 Euro und bei Männern 193.000 Euro. Die Forscher berechnen daraus eine unbereinigte Entgeltlücke von 19,7 Prozent. Die Zahl berücksichtigt also nicht, ob Frauen oder Männer auch vergleichbare Positionen und Aufgaben hatten.
Die Autorinnen und Autoren nahmen insgesamt 10.400 Topmanagementmitglieder aus 7145 öffentlichen Unternehmen unter die Lupe. Ein Großteil der Unternehmen machte die notwendigen Daten aber nicht öffentlich – nur für 2139 Managerinnen und Manager fanden sich Zahlen. Grundlage waren dabei die testierten Zahlen für das Geschäftsjahr 2024. Die Ergebnisse bilden also nicht zwingend die Vergütung in allen öffentlichen Unternehmen ab, sondern nur die Fälle, für die entsprechende Daten vorlagen.
Die Forscher kritisieren, dass viele öffentliche Unternehmen die Vergütung ihrer Spitzenkräfte nicht offenlegen – und fordern mehr Transparenz. Es gehe nicht um Neiddebatten oder unnötige Bürokratie, sondern um einen zentralen Beitrag für Werte und Demokratie: »Die Topmanagementvergütung ist ein Kristallisationspunkt guter Unternehmensführung«, sagte Studienautor Ulf Papenfuß, Professor für Public Management & Public Policy an der Zeppelin Universität.

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