Antriebsproblem bei Öltanker auf der Ostsee zwischen Rügen und Møn
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Russische Öltanker nutzen oft die Ostsee für den Transport, während westliche Staaten die Einhaltung von Sanktionen und Sicherheitsstandards überwachen.
Ein mit russischem Rohöl beladener Tanker ist nach einem Antriebsproblem auf der Ostsee zwischen Rügen und der dänischen Insel Møn liegen geblieben. Das berichten die „Kieler Nachrichten“. Deutsche und dänische Behörden beobachteten demnach die Lage. Ein Notfallschlepper wurde von Sassnitz aus zu dem Schiff geschickt.
Der Tanker „Sled“ war offenbar auf dem Weg vom russischen Hafen Primorsk nach Skagen in Dänemark, als er in der Nacht auf dem Weg zur Kadetrinne Probleme mit dem Antrieb bekam. Nach Angaben des automatischen Schiffsidentifikationssystems AIS verlangsamte das 2005 in Südkorea gebaute Schiff gegen 1.30 Uhr seine Fahrt und kam schließlich zum Stillstand. Der starke Ostwind soll den Tanker von der deutschen Küste in Richtung Dänemark getrieben haben.
Die Verkehrszentrale Warnemünde alarmierte daraufhin den Notfallschlepper „VB Bremen Fighter“. Das dänische Marinekommando überwachte den Vorfall. Der Tanker befand sich zunächst eine halbe Seemeile außerhalb der dänischen Hoheitsgewässer. Die Seefunkstation Lyngby Radio hielt Kontakt zur Besatzung.
Während des Einsatzes befanden sich auch russische Marineeinheiten in der Region. Dazu gehörte das Landungsschiff „Aleksandr Shabalin“, das russische Handelsschiffe eskortiert. Ein weiteres russisches Marineschiff lag bei Fehmarn.
Weiterer Tanker unter Beobachtung
Zuvor war bereits der Tanker „Myra“ ins Blickfeld der deutschen Behörden geraten. Die Bundespolizei beobachtete das aus Russland kommende Schiff in der Nacht mit dem Einsatzschiff „Bamberg“. Der 2006 gebaute Tanker hatte während seiner Fahrt auf der Ostsee die Flagge von Madagaskar gegen die von Kamerun gewechselt. Er passierte den Fehmarnbelt in der Nacht zum Sonntag. Die „Myra“ steht auf Sanktionslisten der Europäischen Union, Großbritanniens, der Schweiz und Kanadas.
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