
Nach Ablauf der Friedenspflicht haben erste Arbeitsniederlegungen in mehreren Bundesländern begonnen, um den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen zu erhöhen.
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Die Friedenspflicht in der Metall- und Elektroindustrie endete in der Nacht zum Sonntag. Die IG Metall fordert 5 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.
Frankfurt/Main. In der deutschen Metall- und Elektroindustrie hat die erste Warnstreikrunde im aktuellen Tarifkonflikt begonnen. Dabei geht es um die Entgelte von rund 3,7 Millionen Beschäftigten in der größten deutschen Industriebranche.
Unmittelbar nach Ablauf der Friedenspflicht in der Nacht zum Sonntag legten die Beschäftigten in ersten Betrieben die Arbeit nieder, darunter die Nachtschicht beim Weißblechhersteller Thyssenkrupp Rasselstein in Andernach (Rheinland-Pfalz), Beschäftigte beim Mobilfunkzulieferer RF 360 Europe/Qualcomm in München, beim Alu-Guss-Unternehmen KSM Castings in Hildesheim und im Recycling- und Walzwerk Speira in Hamburg. In Nordrhein-Westfalen sollte es am Sonntagabend eine erste Aktion in Bielefeld geben.
Die IG Metall will die Proteste in dieser Woche auf das gesamte Bundesgebiet ausweiten. Das soll in den Tarifverhandlungen den Druck erhöhen. Betroffen von den zeitlich befristeten Ausständen sind wichtige Industriezweige wie Autobau, Maschinenbau, Elektronik und Metallerzeugung.
Die Gewerkschaft hat bei einer Laufzeit von zwölf Monaten 5 Prozent mehr Geld sowie die Sicherung von Jobs und Standorten gefordert. Die Arbeitgeber haben in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot vorgelegt, das im kommenden Jahr eine Einmalzahlung und 2028 eine Stufenerhöhung von 1,3 Prozent im Juli 2028 vorsah. Begründet wurde die Offerte unterhalb der Inflation mit der schwierigen wirtschaftlichen Lage und den hohen Kostenbelastungen für die Industrie in Deutschland.
Die Gewerkschaftsvorsitzende Christiane Benner hatte „starke Warnstreiks“ angekündigt, weil das „sogenannte Angebot“ in den Betrieben nur „Unverständnis und Wut“ ausgelöst habe. Es gehe darum, Kaufkraft und Zukunft für alle am Standort zu sichern.
„Die Arbeitgeber sehen die Beschäftigten als reine Kostenfaktoren. Das 'Minus-Angebot' hat in den Belegschaften die Wut darüber noch verstärkt. Der Mitternachtswarnstreik bei Thyssenkrupp Rasselstein ist lediglich der Auftakt einer massiven Warnstreikphase“, erklärte der Vorsitzende des IG Metall-Bezirks Mitte, Jörg Köhlinger, vor Streikenden in Andernach.

After inconclusive collective bargaining, IG Metall has started nationwide warning strikes in the metal and electrical industries. Around 3.7 million employees are affected, while the union wants to increase pressure on employers.

IG Metall has started nationwide warning strikes in the metal and electrical industries in Germany. After the peace obligation expired, employees at Thyssenkrupp Rasselstein in Andernach, among others, temporarily stopped work in order to increase pressure in collective bargaining for around 3.7 million workers.

After two unsuccessful rounds of negotiations for the approximately 3.7 million employees in the German metal and electrical industry, IG Metall has started warning strikes nationwide. An initial employer offer was rejected.

After two failed rounds of negotiations, IG Metall started warning strikes in the German metal and electrical industry. Around 3.7 million employees in sectors such as automobiles and mechanical engineering are affected.

Immediately after the peace obligation expired, IG Metall began warning strikes in the German metal and electrical industry on Sunday night. The union is demanding five percent more money.
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