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Tarifverhandlungen: IG Metall: VW plant Gehälter bis 2030 einzufrieren
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Handelsblatt3 hours agoLabor2 min readGermanyView translation

Tarifverhandlungen: IG Metall: VW plant Gehälter bis 2030 einzufrieren

Laut IG Metall und „Süddeutscher Zeitung“ hat der VW-Vorstand weltweite Nullrunden bis 2030 angeordnet. Die Gewerkschaft warnt vor Reallohnverlusten und fordert in den kommenden Tarifverhandlungen fünf Prozent mehr Geld.

Quick Look

  • VW plant laut IG Metall weltweite Nullrunden bis 2030 für über 660.000 Beschäftigte.
  • Die Gewerkschaft warnt vor massiven Reallohnverlusten und fordert bei den anstehenden Tarifverhandlungen fünf Prozent mehr Geld.

AI-generated summary

Why It Matters

VW hat vor knapp einem Monat fast alle Tarifverträge gekündigt und plant den Abbau von 50.000 Stellen weltweit.

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Wolfsburg. VW-Beschäftigten drohen nach Darstellung der Industriegewerkschaft Metall jahrelange Nullrunden beim Gehalt.

Es gebe Pläne, die Gehälter der weltweit mehr als 660.000 Beschäftigten bis 2030 einzufrieren, schreibt die IG Metall in einer Mitteilung auf ihrer Website. Zuvor hatte die „Süddeutsche Zeitung“ darüber berichtet.

„Der Europäische- und Weltkonzernbetriebsrat (E/WKBR) informierte heute im Intranet die Belegschaften über das Vorhaben des Konzernvorstandes“, heißt es in der Mitteilung. Der Konzernvorstand habe „die Personalverantwortlichen weltweit zu 'Nullrunden bis 2030' angewiesen, also dazu, das aktuelle Tarifniveau einzufrieren und jegliche Entgelterhöhungen auszusetzen“. Diese neue Vorgabe sei bereits gültig, sie greife seit Anfang Oktober.

Der VW-Konzern breche damit mit der bisherigen Praxis, die in den weltweiten Personalkostenbudgets stets einen Inflationsausgleich vorgesehen und zudem laufend tarifliche Entgelterhöhungen einkalkuliert habe, kritisierte die IG Metall.

Die Gewerkschaft befürchtet Reallohnverluste von mindestens zehn Prozent, sollte die Pläne verwirklicht werden.

Im Volkswagen-Konzern beginnen voraussichtlich Ende November die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag. Verhandelt wird laut IG Metall sowohl über den VW-Haustarif als auch über den Flächentarif der Metall- und Elektroindustrie, der unter anderem für Audi, MAN und Porsche greift. Die Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Geld.

Der Europäische- und Weltkonzernbetriebsrat nannte das Vorgehen des Konzerns absurd und verwies auf eine bisher fehlende Positionierung der Arbeitgeberseite für die Tarifverhandlungen. Die Betriebsräte erinnerten daran, dass die Personalkosten nur einen Bruchteil der Umsatzkosten ausmachten. Eine Stellungnahme von Volkswagen lag zunächst nicht vor.

Erst vor knapp einem Monat hatte Volkswagen fast alle Tarifverträge vor den jetzt anstehenden Verhandlungen gekündigt. Der Konzernvorstand will in den kommenden Jahren weltweit 50.000 Stellen streichen - zusätzlich zu bisherigen Abbauplänen im Konzern. Konkrete Programme müssen aber erst mit den Arbeitnehmern ausgehandelt werden. Darüber hinaus ist die Zukunft der VW-Werke in Emden, Hannover und Zwickau sowie des Audi-Standorts Neckarsulm über die Jahre 2031 bis 2034 hinaus offen.

Bereits bei den Tarifverhandlungen 2024 hatten es neben Stellenstreichungen eine Nullrunde für 130.000 VW-Beschäftigte gegeben. Analog zum Abschluss in der Metall- und Elektroindustrie fließt ein Gehaltsplus von fünf Prozent in zwei Stufen in einen Fonds und nicht auf die Konten der Angestellten.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Beginn der Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag Ende November

    Very likely · Within weeks

Open Questions

  • Wie reagiert Volkswagen offiziell auf die Vorwürfe?
  • Werden die Tarifverhandlungen Ende November zu Streiks führen?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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