Tausende demonstrieren in Leipzig gegen Sozialkürzungen
DGB-Aktionstag unter dem Motto „Rote Karte dem Kahlschlag“ fordert Investitionen statt Sozialabbau
Quick Look
- Tausende Menschen protestierten in Leipzig beim bundesweiten DGB-Aktionstag gegen geplante Sozialkürzungen.
- Die Gewerkschaftsführung kritisierte die Bundesregierung scharf und forderte Investitionen in Infrastruktur und Zukunftstechnologien statt Einschnitte.
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Why It Matters
Der DGB rief bundesweit zu einem Aktionstag gegen geplante Sozialkürzungen der Bundesregierung auf. In 15 Großstädten fanden Demonstrationen statt.
Bei dem bundesweiten Aktionstag des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) haben in Leipzig Tausende Menschen für sichere Jobs und einen starken Sozialstaat protestiert. Unter dem Motto «Rote Karte dem Kahlschlag - Hände weg vom Sozialstaat!» zogen zwei Demonstrationen durch das Stadtzentrum zur zentralen Kundgebung auf dem Simsonplatz vor der Kulisse des Bundesverwaltungsgerichts.
DGB-Vizevorsitzende: Reformpläne respektlos
«Mit Sozialreformen auf Kosten der Beschäftigten und Einschränkungen von Arbeitnehmerrechten lassen sich die wirtschaftlichen Probleme unseres Landes nicht lösen», sagte die stellvertretende DGB-Bundesvorsitzende Elke Hannack als Hauptrednerin der Kundgebung laut einer Mitteilung.
Der Bundesregierung warf sie eine respektlose Politik «gegenüber den Menschen, die dieses Land jeden Tag am Laufen halten» vor. Stattdessen müssten jahrelang verschleppte Investitionen, die marode Infrastruktur, die schleppende Digitalisierung, die hohen Energiepreise und Zukunftstechnologien in den Fokus rücken.
«Keine Kürzungsorgien»
«Die Beschäftigten lassen sich ihrer hart erkämpften Rechte und Ansprüche nicht berauben», ergänzte die sächsische DGB-Vorsitzende Daniela Kolbe. In Sachsen würden viele Beschäftigte, etwa bei Volkswagen und dem Impfstoffhersteller GSK, um ihre Arbeitsplätze fürchten. «Wir fordern echte Reformen, die unsere Wirtschaft und unseren Sozialstaat gerecht gestalten und keine Kürzungsorgien zu Lasten der Beschäftigten.»
Der DGB hatte zu einem bundesweiten Aktionstag gegen die geplanten Sozialkürzungen der Bundesregierung aufgerufen. Unter dem Motto «Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.» gab es Demonstrationen in 15 Großstädten.
Open Questions
- Wie reagiert die Bundesregierung auf die Forderungen des DGB?
- Welche konkreten Auswirkungen haben die geplanten Kürzungen auf die Betriebe?
