
Trotz eines Rückgangs der weltweiten Verkäufe um zwei Prozent übertrifft Tesla die Analystenerwartungen, während der Fokus des Unternehmens zunehmend auf Robotaxis und Robotik liegt.
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Der US-Markt für Elektroautos verzeichnete in den ersten acht Monaten des Jahres einen Rückgang von 30,4 Prozent. Tesla hat seine Luxusmodelle S und X eingestellt und konzentriert sich auf die Volumenmodelle Model 3 und Y sowie neue Robotaxi-Projekte.
In den USA bricht der Markt für E-Autos regelrecht zusammen. Die Verkäufe sackten in den ersten acht Monaten um fast ein Drittel ab. Tesla kann sich dem Trend nicht entziehen, büßt aber weniger ein. Weltweit stagnieren der Verkäufe. Intern verschiebt sich derweil aber der Fokus.
Der Autobauer Tesla hat im Sommer deutlich weniger Fahrzeuge verkauft, hielt sich angesichts der Flaute auf dem US-Markt für Elektroautos aber mehr als wacker. Das Unternehmen setzte zwischen Juli bis Ende September weltweit 486.532 Elektrofahrzeuge ab - zwei Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Ergebnisse übertrafen dennoch die Analystenerwartungen. Die Aktie legte vorbörslich leicht zu. Das dritte Quartal des Vorjahres war von einer Sonderkonjunktur geprägt: US-Präsident Donald Trump ließ Ende September 2025 die Steuervergünstigung von 7500 Dollar beim Kauf von Elektroautos auslaufen. Das führte zu vorgezogenen Käufen.
Der Rückgang kehrt zwei Wachstumsquartale in der ersten Jahreshälfte um. Bei den meisten der verkauften Autos handelte es sich um die beliebten Tesla-Modelle Model Y und Model 3, die preislich zwischen 37.000 und 40.000 US-Dollar starten. Der Autobauer hat seine Luxusfahrzeuge Model S und Model X, die er für rund 100.000 Dollar verkaufte, eingestellt. Die Verkäufe aus dem bestehenden Bestand dieser Autos sowie des Cybertruck-Edelstahl-Pickups summierten sich im dritten Quartal auf 8295 Auslieferungen, was weniger als zwei Prozent des Gesamtabsatzes entspricht.
Der Absatzrückgang bei Tesla erfolgt vor dem Hintergrund eines breiteren Abschwungs auf dem US-Markt für Elektrofahrzeuge. Die meisten anderen Automobilhersteller haben für dieses Jahr starke Umsatzrückgänge bei ihren Elektromodellen gemeldet. Im August konnte Tesla seine Vormachtstellung auf dem US-Markt zurückerobern und machte mehr als die Hälfte aller Elektrofahrzeugverkäufe in den USA aus. Die US-Verkäufe von Tesla lagen in den ersten acht Monaten des Jahres um 16,2 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum, wie aus Daten von Motor Intelligence hervorgeht. Dies ist ein Erfolg im Vergleich zu den gesamten Elektroautoverkäufen in den USA, die im gleichen Zeitraum um 30,4 Prozent zurückgingen.
Tesla-Chef Elon Musk hat erklärt, das Unternehmen richte sein Geschäft weg vom Fahrzeugverkauf aus, um sich auf Robotaxis und humanoide Roboter zu konzentrieren, von denen derzeit keine zum Verkauf stehen. Dennoch machten Autoverkäufe in der ersten Jahreshälfte 70 Prozent des Umsatzes von Tesla aus. Der Rest entfiel auf Energie und regulatorische Gutschriften und andere Dienstleistungen.
Im September hatte Tesla sein neues Cybercab vorgestellt, ein spezielles Robotaxi ohne Lenkrad oder Pedale. Das Fahrzeug steht für Fahrten über die Tesla-Robotaxi-App in Austin, Texas, dem Hauptsitz von Tesla, zur Verfügung. Das Unternehmen strebt an, Cybercabs bis Ende des Jahres für 30.000 Dollar an Privatpersonen zu verkaufen, obwohl einige Analysten am Zeitplan wegen regulatorischer und technologischer Hürden zweifeln.
Am 15. Oktober soll Tesla zudem seinen neuen Roadster präsentieren, eine Neuauflage seines ursprünglichen Sportwagens, von dem Tesla zuvor erklärt hatte, dass er ab 200.000 Dollar kosten werde. Musk hat gesagt, der Roadster werde sein letztes neues Fahrzeug mit Bedienelementen für menschliche Fahrer sein. Einige Tesla-Fans warten seit Jahren auf das Fahrzeug, nachdem sie bei der ersten Ankündigung des Autos im Jahr 2017 fünf- und sechsstellige Anzahlungen geleistet hatten.
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Präsentation des neuen Roadsters am 15. Oktober.
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