
Maue Prognose für das laufende Quartal drückt die Kurse
AI-generated summary
Apple veröffentlichte die ersten Quartalszahlen unter dem neuen Konzernchef John Ternus. Die Umsätze stiegen auf 114,48 Milliarden Dollar, der Gewinn legte um 13,5 Prozent zu.
Obwohl die Quartalszahlen von Apple mit Rekordwerten glänzen, sinken die Aktien des Konzerns nach der Vorstellung der Bilanz des dritten Quartals. Hintergrund ist der maue Ausblick auf das laufende Vierteljahr.
Apple hat mit den ersten Geschäftszahlen unter dem neuen Konzernchef John Ternus die Markterwartungen übertroffen. Der iPhone-Umsatz und die Konzernerlöse hätten Rekordwerte für ein September-Quartal erreicht, sagte Ternus am Montag. Mit dem Ausblick für das laufende Quartal enttäuschte der US-Konzern jedoch. Apple-Aktien gaben daher im nachbörslichen Handel an der Wall Street rund vier Prozent nach.
In den vergangenen Monaten lief es für das Unternehmen jedoch rund. Dank einer hohen Nachfrage nach den neuen Spitzenmodellen iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max erzielte Apple einen Smartphone-Umsatz von 57,58 Milliarden Dollar, rund eine Milliarde Dollar mehr als von Analysten vorhergesagt.
In diesen Zahlen ist das iPhone Duo, Apples erstes Faltmodell, nicht enthalten, da der offizielle Verkauf erst vor wenigen Tagen begonnen hat. Mit diesem Gerät drängt das Unternehmen in eine Nische, die bislang vom südkoreanischen Konkurrenten Samsung beherrscht wird. Die ersten Testberichte fielen jedoch gemischt aus. Zudem kämpft Apple mit Qualitätsproblemen bei den Bildschirmen, die zu Rissen neigen. Hiervon sei aber nur ein "sehr kleiner Prozentsatz" der ausgelieferten Modelle betroffen, betonte Ternus in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Aktuell könne sein Unternehmen die Nachfrage nach dem Duo, das rund 2000 Dollar kostet, nicht bedienen. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, das Produkt so rasch wie möglich an viele Kunden auszuliefern."
KI bei Apple weniger fortgeschritten als bei der Konkurrenz
Ein weiterer Grund für die starken Geschäftszahlen von Apple seien die jüngsten Preiserhöhungen für verschiedene Produkte, erläuterte Ternus. Damit reagierte das Unternehmen auf die in den vergangenen Monaten rasant gestiegenen Kosten für Speicherchips. Die entscheidende Frage sei, wie stark sich dies auf die Nachfrage auswirken werde, sagte Analyst Bob O'Donnell vom Research-Haus TECHnalysis. Andere Smartphone- und Laptop-Anbieter bekämen die Kaufzurückhaltung der Kunden deutlich zu spüren.
Beim Thema Künstlicher Intelligenz (KI) betonte Ternus, dass er mit der überarbeiteten Version der digitalen Assistentin Siri zufrieden sei. "Wir haben sie von Grund auf neu entwickelt und nun die Siri, die wir uns immer gewünscht haben." Portfoliomanager Dan Morgan vom Vermögensverwalter Synovus wandte ein, dass die KI-Agenten anderer Anbieter technologisch deutlich fortgeschrittener seien. "Doch Apple betont, dass die Siri-KI weitaus stärker auf Vertrauen und Datenschutz ausgerichtet ist."
Apples Konzernumsatz kletterte in den vergangenen drei Monaten überraschend deutlich um zwölf Prozent auf 114,48 Milliarden Dollar. Die Einnahmen aus dem Verkauf von MacBook-Rechnern hätten mit 10,79 Milliarden Dollar die Markterwartungen ebenfalls um rund eine Milliarde Dollar übertroffen. Die Servicesparte, zu der neben dem App Store auch der Streamingdienst Apple TV+ gehört, erwirtschaftete einen Rekorderlös von 31,57 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte um 13,5 Prozent auf 2,10 Dollar je Aktie zu. Im Gesamtjahr 2025/2026 erhöhten sich die Konzernerlöse um rund 15 Prozent auf 478,83 Milliarden Dollar und das Nettoergebnis um mehr als 20 Prozent auf 8,98 Dollar je Aktie.
Für das laufende Quartal prognostizierte Apple ein langsameres Wachstum im Service-Geschäft auf acht bis neun Prozent. In den vergangenen Monaten hatte es um knapp zehn Prozent zugelegt. Wegen der weiter steigenden Speicherchip-Preise dürfte die Bruttomarge auf 45 bis 46 Prozent von zuletzt etwa 48 Prozent schrumpfen.
AI outlook — possibilities, not facts
Apple wird die Lieferengpässe beim iPhone Duo in den kommenden Wochen beheben.
Likely · Within weeks
Die Bruttomarge wird im laufenden Quartal auf 45 bis 46 Prozent sinken.
Very likely · Within weeks

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