Wirtschaftsministerium plant Transformations- und Wachstumsfonds zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit ab 2027
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Die Mittel wurden im Rahmen der Verhandlungen zum Doppelhaushalt 2026/27 vereinbart. Die Fonds sollen den Strukturwandel in der Thüringer Industrie abfedern.
Thüringen startet millionenschwere Hilfsangebote für die Sicherung von Industriestandorten und die Bewältigung des Strukturwandels. Es würden ein Transformations- sowie ein Wachstumsfonds mit einem Gesamtvolumen von 80 Millionen Euro aufgelegt, teilte Wirtschaftsministerin Colette Boos-John (CDU) bei einem Treffen des Thüringer Paktes für Wachstum und Beschäftigung in Gera mit. Das Geld ist für Firmenbeteiligungen und damit als Kapitalspritze beispielsweise für Investitionen in neue Produkte oder Märkte gedacht.
«Damit eröffnen wir den Thüringer Unternehmen zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten und mobilisieren privates Kapital für mehr Investitionen im Freistaat», sagte die Ministerin. Unternehmen würden zusätzliche Möglichkeiten erhalten, Zukunftsinvestitionen zu finanzieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit im Strukturwandel zu stärken. Thüringen brauche Wachstum, gute Arbeitsplätze und einen Staat, der wirtschaftliche Entwicklung möglich mache, erklärte Ministerpräsident Mario Voigt (CDU).
Firmenbeteiligungen ab 2027 geplant
Die Fonds sollen bei der Thüringer Industriebeteiligungs GmbH, einer Tochter der Aufbaubank, angesiedelt werden. Sie werden nach Ministeriumsangaben Anfang 2027 starten.
Die Linke-Fraktion hatte bei den Verhandlungen zum Doppelhaushalt 2026/27 auf einen Transformationsfonds mit einem Volumen von 70 Millionen Euro bestanden. Ihr Fraktionsvorsitzender Christian Schaft erklärte, «endlich werden die dringend benötigten Gelder zur Rettung von Arbeitsplätzen von der Landesregierung auf den Weg gebracht».
Viel zu lange hätten Arbeitnehmer, die sich um ihre Arbeitsplätze sorgten, darauf warten müssen. Die Linke verlangte, dass Betriebsräte und Gewerkschaften an der Debatte über Finanzhilfen beteiligt werden. «Das Geld muss zur Sicherung von guter Arbeit, Beschäftigung und Standorten sowie der Entwicklung nachhaltiger Wertschöpfung in Thüringen genutzt werden», forderte Schaft.
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Start der Fonds Anfang 2027
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