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Seit Mai wurden an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns tote Robben gefunden. Bei vier von zehn untersuchten Tieren gab es Hinweise auf mögliche menschliche Einwirkungen, während andere an Unterernährung oder Krankheiten starben.
Die seit Mai an der Küste von Mecklenburg-Vorpommern tot aufgefundenen Robben sind offenbar aus verschiedenen Gründen gestorben. Teils gebe es Anzeichen für Unterernährung und Krankheiten, teilte das Schweriner Umweltministerium mit. Über einige Tiere habe man keine eindeutigen Aussagen treffen können, weil sie bereits stark verwest waren.
Bei vier der zehn Robben hätten die Fachleute allerdings »Hinweise auf mögliche menschliche Einwirkungen« gefunden. Ob dies vor oder nach dem Tod passiert ist, sei unklar.
Einer im Südosten Rügens gefundenen Robbe fehlte nach Angaben des Deutschen Meeresmuseums der Kopf. Wegen der glatten Kante der Haut gehen die Experten davon aus, dass ihn ein Mensch abgetrennt hat. Möglich sei, dass die entsprechenden Tiere als Beifang geendet sind – das würde bedeuten, dass Fischer verantwortlich sein könnten. Die Ergebnisse seien jedoch vorläufig, betonten die Experten.
Backhaus zeigt sich zurückhaltend
Man müsse »jeden einzelnen Fund sorgfältig und ohne Vorverurteilungen bewerten«, sagte Umweltminister Till Backhaus (SPD). »Hinweise auf mögliche menschliche Einwirkungen nehmen wir sehr ernst und werden sie gemeinsam mit den zuständigen Fachbehörden weiter auswerten.« Zunächst sei es weder fachlich gerechtfertigt noch verantwortungsvoll, die Küstenfischerei unter Verdacht zu stellen.
Das Deutsche Meeresmuseum will abgleichen, ob sich in diesem Jahr mehr lebende Robben in dem Gebiet aufhalten. Zudem plant es, die Robben virologisch zu untersuchen. »Grundsätzlich kommt es im Frühjahr und Sommer an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns zu mehr Totfunden als im Herbst und Winter«, sagte Lisa Klemens vom Deutschen Meeresmuseum. In dieser Zeit würden sich mehr Kegelrobben in der Region aufhalten. Für Jungtiere sei es zudem eine kritische Phase.
Im Oktober 2024 waren in kurzer Zeit mehr als 40 tote Robben an der Küste Rügens gefunden worden. Ein natürlicher Tod wurde nach damaligen Untersuchungen ausgeschlossen. Experten zufolge gab es Hinweise darauf, dass die Robben ertrunken sind, etwa in einem Netz oder einer Reuse. Anfang des Jahres erließ die Staatsanwaltschaft Strafbefehle gegen zwei Fischer. Ein Prozess steht noch aus.
AI outlook — possibilities, not facts
Das Deutsche Meeresmuseum wird die Robben virologisch untersuchen.
Very likely · Within months
Ein Prozess gegen zwei Fischer aus einem früheren Fall steht noch aus.
Very likely · Within months

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