
Kein spätes Chaos beim FC Bayern, dafür aber namhafte Wechsel und Leihen bei Dortmund, Leverkusen, Leipzig, Frankfurt und anderen Bundesligisten.
Am letzten Transfertag blieben die Bayern ruhig, während andere Bundesliga-Klubs wie Dortmund, Leverkusen, Leipzig und Eintracht Frankfurt auf dem Transfermarkt noch einmal aktiv wurden und zahlreiche Leihen sowie feste Verpflichtungen tätigten.
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Der Transfermarkt schloss an diesem Tag, und zahlreiche Bundesligavereine tätigten kurzfristige Verpflichtungen und Leihen.
Der FC Bayern hat in diesem Jahr also tatsächlich den alten Wunsch von Uli Hoeneß erfüllt: Die Münchner waren „am letzten Transfertag nicht mehr mitten im Geschehen“, vielleicht haben sie sogar wie früher ihr Ehrenpräsident „über diesen Deadline Day gelacht“. Zwar wurde am Dienstag die Leihe von Arijon Ibrahimovic zum FC Augsburg bestätigt, und Rechtsverteidiger Sacha Boey soll den Verein dringend noch verlassen, trotz bester Gesundheit fehlte er im Mannschaftstraining. Aber ein Verkauf hat noch ein paar Tage Zeit, wie Freund andeutete: „Es gibt Märkte, die noch länger offen haben.“ Damit könnte er die Niederlande (2. September), Österreich (3. September), die Türkei (4. September), die Schweiz (8. September) oder Saudi-Arabien (12. Oktober) gemeint haben. Am 1. September gehörte die Bühne diesmal jedenfalls anderen Bundesligisten.
VfB Stuttgart
Ähnlich wie in München haben sie auch beim VfB inzwischen Erfahrung darin, am Deadline Day zu den Hauptdarstellern zu gehören. Im vergangenen Jahr mussten sie kurzfristig Ersatz für den nach Newcastle verkauften Nick Woltemade verpflichten, was damals im Fall des Südkoreaners Oh Hyeon-gyu am Medizincheck scheiterte.
Ganz so turbulent ging es diesmal nicht zu. Dass Woltemade zu Juventus Turin wechselte, verfolgten die Stuttgarter mit Sicherheit interessiert, aber unbeteiligt. Der VfB verkaufte in Lazar Jozanovic einen Ersatzstürmer zu Udinese Calcio. Und beinahe hätte sich zwar wieder ein Nationalspieler kurzfristig verabschiedet, aber Jamie Leweling lehnte Medienberichten zufolge mehrere Angebote der AS Rom und eins vom FC Everton ab.
1. FC Union Berlin
Einen deutschen Auswahlspieler, der sich ins Ausland verabschiedete, gab es an anderer Stelle: Mittelstürmer Ilyas Ansah wechselt in die Premier League zu Hull City, Union Berlin dürfte für ihn eine Vereinsrekord-Ablöse kassieren, von mehr als 20 Millionen Euro ist die Rede. Ansah, 21, ist zwar bislang nur deutscher U21-Nationalspieler, könnte aber zu den ominösen „57“ Spielern gehören, die sich der neue Bundestrainer Jürgen Klopp angeschaut hat, um seinen ersten Kader zusammenzustellen.
Ansah, 1,97 Meter groß, war erst im vergangenen Sommer aus Paderborn nach Berlin gewechselt. In seiner ersten Bundesligasaison gelangen ihm immerhin fünf Tore. Dabei hinterließ er einen Eindruck, der für die Zukunft mehr versprach. Und jetzt hinterlässt he in Köpenick eine Lücke, die schwer zu füllen ist.
Borussia Dortmund
Kurzfristig eine Lücke zu füllen hatten sie auch beim BVB, womit das Dortmunder Transferthema des gesamten Sommers, die Suche nach einem Flügelstürmer, noch mal in die Verlängerung ging. Giannis Konstantelias machte die gescheiterte Verpflichtung von Kölns Said El Mala in Rekordzeit vergessen, dann riss ihm allerdings bei seinem zweiten Pflichtspieleinsatz zum Bundesliga-Auftakt das Kreuzband. Es benötigte also noch mal Ersatz. Ethan Nwaneri, 19-jähriges Talent vom FC Arsenal, landete am Dienstag unter Beobachtung eines Reporters der Ruhr Nachrichten am Dortmunder Flughafen. Am Abend bestätigte der BVB den Transfer.
Bayer Leverkusen
Dass ein Transfer nicht unbedingt perfekt ist, sobald der Wunschspieler an Ort und Stelle eingetroffen ist, mussten sie in den vergangenen Tagen in Leverkusen erfahren. Seit vergangener Woche bereits ist Moussa Diaby im Rheinland. Aber es dauerte, bis sein bisheriger Arbeitgeber Al-Ittihad dem Wechsel zustimmte. Der saudi-arabische Klub benötigte schließlich noch Ersatz für den Flügelstürmer, und dann sagte am Montag auch noch Ritsu Doan ab (siehe: Eintracht Frankfurt). Am Dienstag war die Rückkehr des Franzosen Diaby, 27, schließlich doch perfekt. Für kolportierte 55 Millionen Euro hatte er Leverkusen 2023 zu Aston Villa verlassen, von ungefähr der Hälfte der Summe ist nun die Rede.
Diaby war nicht der einzige Deadline-Day-Transfer des deutschen Meisters von 2024: Rechtsverteidiger Guéla Doué von Racing Straßburg, Bruder des französischen Nationalspielers Desiré Doué von Paris Saint-Germain, hat einen Vertrag bis Sommer 2031 unterschrieben.
RB Leipzig
Noch etwas mehr war bei RB Leipzig los. Der Klub, der in diesem Sommer für den Bundesliga-Rekordverkauf verantwortlich ist – Yan Diomande wechselte zu Real Madrid –, verpflichtete den spanischen Mittelstürmer Marc Guiu vom FC Chelsea. Dafür wurde Conrad Harder nach Straßburg verliehen. Und es wurde noch ein Ersatz fürs zentrale Mittelfeld ausgeliehen, wo Christoph Baumgartner und Assan Ouedraogo vorerst verletzt ausfallen: Neil El Aynaoui von AS Rom, WM-Teilnehmer mit Marokko.
Hamburger SV
Der prominenteste Zugang in Hamburg ist ein Fußballer, der gar nicht neu ist, aber das macht das Geschäft nicht weniger spektakulär: Mittelfeldspieler Fabio Vieira, 26, war in der Vorsaison mit sieben Toren und fünf Vorlagen hauptverantwortlich für den souveränen Klassenverbleib. Und ähnlich wie bei Luka Vuskovic, der inzwischen für Brighton in der Premier League verteidigt, waren sich die meisten Beobachter einig: Der Portugiese Vieira wird unmöglich zu halten sein.
Seit Dienstag ist nun allerdings offiziell, dass es der HSV trotzdem geschafft hat. Vieira, in der Vorsaison vom FC Arsenal ausgeliehen, wechselt fest aus London nach Hamburg und unterzeichnete „einen langfristigen Vertrag“, wie der Klub mitteilte. Dem nunmehr für sein Verhandlungsgeschick gefeierten Sportdirektor Claus Costa gelangen noch zwei weitere Transfers kurz vor Toresschluss: Der marokkanische Rechtsverteidiger Zakaria El Ouahdi kam von KRC Genk, der norwegischen Linksverteidiger David Möller Wolfe wurde für ein Jahr vom Premier-League-Absteiger Wolverhampton Wanderers ausgeliehen.
Eintracht Frankfurt
Ein gefeierter Manager, das war Eintrachts Sportvorstand Markus Krösche im vergangenen Sommer auch noch. Eine schwache Saison und ein paar kleinere und größere Fehlgriffe später steht er in der Kritik, sein Verhältnis mit dem neuen Trainer Adi Hütter gilt als schwierig, seine Zukunft im Klub ist ungewiss. Und seine möglicherweise letzten Transferverhandlungen für die Eintracht?
Ein Verkauf von Ritsu Doan nach Saudi-Arabien, der den Klub sportlich getroffen, aber offenbar dringend benötigtes Geld gespart hätte, scheiterte daran, dass der Japaner doch nicht gehen wollte. Der Transfer von Hütters Wunschverteidiger Lilian Brassier von Stade Rennes gelang. Und über mindestens zwei wichtige Personalien wurde am Dienstag wohl noch gefeilscht: eine mögliche Verpflichtung des im Vorjahr ausgeliehenen Arnaud Kalimuendo und einen möglichen Verkauf von Hugo Larsson in die Premier League. Ergebnis: Kalimuendo kommt nicht, Larsson wechselt zunächst per Leihe zum FC Fulham, wobei „unter bestimmten Voraussetzungen“, die in einer Mitteilung der Eintracht nicht präzisiert wurden, eine „Kaufverpflichtung“ greift.
Werder Bremen
Apropos Manager in der Kritik: Clemens Fritz war bei Werder Bremen auch deshalb nicht immer unumstritten, weil er in der Vorsaison zwischenzeitlich nicht genau wusste, wie viele Leihspieler er laut Statuten verpflichten durfte. Diesmal wurde auf der Transfer-Zielgeraden geliehen, was der Markt hergab: Als Ersatz für den verletzten Mittelfeldspieler Jens Stage kam Youri Regeer von Ajax Amsterdam, ihm folgten die Verteidiger Arthur von Bayer Leverkusen und Moussa Ndiaye von RSC Anderlecht. Und Samuel Mbangula, im Vorjahr für zehn Millionen Euro verpflichtet, ohne dann wirklich zu überzeugen, verließ Bremen zum FC Bologna – per Leihe mit Kaufoption.
1. FC Köln
Als einer der ersten Leihspieler dieser Saison hat sich in Köln Thijs Dallinga am ersten Spieltag gleich bewährt: Zwei Tore erzielte der Zugang aus Bologna beim 3:2-Sieg gegen Hoffenheim. Am vorletzten Tag der Transferperiode lieh sich der FC noch einen Offensivspieler: Mikey Moore, 19, kommt für ein Jahr von Tottenham Hotspur. Und am letzten Tag kam noch Verstärkung für die Defensive: Linksverteidiger Borna Sosa, 28 und aus seiner Zeit beim VfB Stuttgart in der Bundesliga bekannt, ist jetzt von Crystal Palace an den FC ausgeliehen.
Borussia Mönchengladbach
Leihen, überall Leihen: Der FC Augsburg borgte sich in Juma Bah, 20, noch schnell ein Verteidigertalent von Manchester City inklusive Kaufoption, Schalke 04 sicherte sich für ein Jahr die Dienste des koreanischen Stürmers Hee Chan Hwang aus Wolverhampton. Die spektakulärste Leihe am Deadline Day gelang allerdings Gladbach: Der 26 Jahre alte Mittelfeldspieler Nicolas Kühn, der mal als eines der größten deutschen Talente galt, kommt für ein Jahr vom italienischen Erstligisten Como 1907. Nach einer Karriere, die nicht immer gradlinig verlief, hatte Kühn in eineinhalb Jahren bei Celtic Glasgow seine Klasse gezeigt, bevor er im vergangenen Sommer in die Serie A ging.
Alexander Zverev hat bei den US Open in einem fast fünfstündigen Fünfsatzkrimi gegen Lorenzo Sonego ein Erstrundenaus verhindert. Der Topfavorit setzte sich mit 6:4, 3:6, 6:7 (7:9), 7:5, 6:4 durch.

Enzo Fernández wechselt für eine Rekordablöse von Chelsea zu Manchester City und unterschreibt einen Vertrag bis 2031. Bei den Citizens trifft er auf Trainer Enzo Maresca.
Manchester City hat sich mit dem FC Chelsea über den Rekord-Transfer von Enzo Fernández geeinigt. Neben dem argentinischen Weltmeister wechselt auch Iliman Ndiaye zu den Skyblues. Auch andere Vereine wie der VfB Stuttgart, Werder Bremen und Borussia Dortmund vermelden Spielertransfers.
Fußball-Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen zeigt sich nach einem Austausch mit dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp begeistert. Die Nationalelf startet im September in die Nations League.

Nach nur einer Saison verlässt Nationalspieler Nick Woltemade Newcastle United und wechselt zu Juventus. Auslöser waren taktische Probleme im System und der Einfluss von Bundestrainer Jürgen Klopp.
Alexander Zverev hat bei den US Open nach fast fünf Stunden und einem kräftezehrenden Fünfsatzkrimi gegen den Italiener Lorenzo Sonego die zweite Runde erreicht.