Trump droht mit US-Maut in Straße von Hormus
Quick Look
- US-Präsident Trump droht mit Maut in der Straße von Hormus, falls kein Friedensabkommen zustande kommt.
- Iran hatte die Meerenge zuvor wegen "Aggressionen" gesperrt.
- Verhandlungen mit den USA sollen in der Schweiz stattfinden.
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Why It Matters
US-Präsident Trump droht mit einer Maut in der Straße von Hormus, falls kein Friedensabkommen mit dem Iran zustande kommt. Der Iran hatte die Meerenge zuvor gesperrt, was zu Gegenangriffen Israels im Libanon führte.
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US-Präsident Donald Trump droht mit einer US-Maut in der Straße von Hormus. Sollte kein finales Friedensabkommen zustande kommen, könnten sich die USA so ihre Dienste als „Schutzengel“ der Region vergüten lassen, teilte er auf seiner Plattform „Truth Social“ mit.
Trump machte nun erneut deutlich, dass der Iran aus US-Sicht keine Gebühren für die Durchfahrt kassieren werde, weder während der 60-tägigen Verhandlungen noch danach.
Im ausgehandelten Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran ist festgelegt, dass der Iran während der 60-tägigen Verhandlungen keine Gebühren verlangen darf. Wie es danach weitergeht, soll der Iran mit dem Oman aushandeln – unter Beachtung des internationalen Rechts und Einbeziehung der Anrainerstaaten. Es war bereits damit gerechnet worden, dass dieser Punkt für Streit sorgen könnte.
Iran schließt Straße von Hormus erneut
Am Samstag hatte der Iran die Straße von Hormus wieder gesperrt. Die Schließung der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge sei ein „erster Schritt“, hieß es in einer Mitteilung des iranischen Militärkommandos. Im Falle „einer Fortsetzung der Aggression“ würden weitere Schritte unternommen, „um den Feind zur Einhaltung seiner Verpflichtungen zu zwingen“.
Das Regime betrachtet Israels Angriffe auf den Südlibanon als eine Verletzung des mit den USA geschlossenen Rahmenabkommens zur Beendigung des Krieges vom Mittwoch. Auch hatten sich Israel und die Hisbollah erst am Freitag auf eine Feuerpause geeinigt.
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Doch nach Angaben der israelischen Armee hatte die Hisbollah in der Nacht zum Samstag 50 Projektile auf israelische Soldaten im Süden des Libanon abgefeuert. Daraufhin habe das Militär Stellungen der Miliz angegriffen. Wie das israelische Militär am Samstagabend erklärte, starb ein Stabsfeldwebel bei der Hisbollah-Attacke.
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Libanesischen Angaben zufolge starben mindestens 16 Menschen durch die Gegenangriffe. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete am Samstag, israelische Kampfflugzeuge und Drohnen hätten in der Nacht und am Morgen das Gebiet um Nabatija ins Visier genommen. Die Stadt gilt als Hisbollah-Hochburg.
Verhandlungen über Abkommen eigentlich demnächst in der Schweiz
Unmittelbar nach der iranischen Ankündigung zur Schließung der Straße von Hormus zitierte das Staatsfernsehen Außenministeriumssprecher Esmail Baghaei mit den Worten, ein iranisches Verhandlungsteam werde zu Gesprächen mit US-Vertretern in die Schweiz reisen. Die Reise war ursprünglich für Freitag geplant, nach Kämpfen im Libanon jedoch verschoben worden.
Nach Angaben des Vermittlerstaats Pakistan sollen die Gespräche nun am Sonntag stattfinden. Diese würden auf technischer Ebene in Bürgenstock abgehalten, hieß es in einer Mitteilung des pakistanischen Außenministeriums am Nachmittag. Teilnehmen sollen Vertreter des Irans und der USA sowie der Vermittler Pakistan und Katar.
Medienberichten zufolge ist auch US-Unterhändler Steve Witkoff auf dem Weg zu Verhandlungen in der Schweiz. Auch US-Vizepräsident J.D. Vance kündigte eine Schweiz-Reise „in den nächsten Tagen“ an.
Der Iran hatte die Meerenge nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe Ende Februar praktisch blockiert, durch die zu Friedenszeiten etwa ein Fünftel des weltweit geförderten Rohöls verschifft wird, aber auch große Mengen verflüssigtes Erdgas und Düngemittel. Die USA wiederum sperrten die Durchfahrt von und zu iranischen Häfen. In einer diese Woche unterzeichneten Rahmenvereinbarung sagten beide Seiten zu, die Blockaden aufzuheben.
Die ersten Schiffe fuhren bereits wieder durch die Meerenge. Dafür nutzen sie zwei Routen: eine entlang der iranischen Küste und eine weitere südlich der Meerenge entlang der omanischen Küste. Der Iran erklärte diese Woche in einer Mitteilung an die Reeder, dass kein Schiff die Meerenge ohne seine Genehmigung durchqueren dürfe. Der mittlere Abschnitt zwischen diesen beiden Routen soll während des Krieges vermint worden sein.
AP/AFP/krott/coh/sebe
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Verhandlungen über ein Friedensabkommen werden fortgesetzt.
Likely · Within weeks
Die Straße von Hormus bleibt unter erhöhter Beobachtung und potenziellen Einschränkungen.
Likely · Within months
Open Questions
- Wie werden die Verhandlungen in der Schweiz verlaufen?
- Welche weiteren Schritte wird der Iran unternehmen?
- Wie reagieren die Anrainerstaaten auf die Entwicklungen?

