Vance führt Niederlage auf Iran-Krieg zurück, El-Sayed wird erster Muslim im US-Senat, US-Börsen legen zu
Nach der Niederlage der Republikaner bei den US-Zwischenwahlen spricht Trump über Bauprojekte, Vance führt die Niederlage auf den Iran-Krieg zurück, Abdul El-Sayed wird erster Muslim im US-Senat und die US-Börsen legen kräftig zu.
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Nach der krachenden Niederlage der Republikaner bei der US-Kongresswahl äußern sich führende Republikaner und Demokraten zu den Ergebnissen. Trump spricht über Architekturprojekte, Vance führt die Niederlage auf den Iran-Krieg zurück, und das Weiße Haus erinnert daran, dass Trump weiterhin Präsident ist.
Trump hat beim ersten öffentlichen Auftritt vor TV-Kameras nach der Niederlage über seine Architekturprojekte gesprochen. „Ich möchte mich bei allen bedanken, die hier sind. Dies ist ein Bauwerk, wie es noch nie zuvor irgendwo zu sehen war“, sagte Trump zu Reportern auf der Baustelle des neuen Ballsaals. Es werde der „schönste Ballsaal in der ganzen Welt“ sein, sagte der US-Präsident. Auch verwies Trump auf seinen Plan, einen Triumphbogen zu bauen und einen alten Golfplatz in der US-Hauptstadt zu erneuern.
US-Vizepräsident J.D. Vance führt die Niederlagen der Republikaner wie US-Präsident Trump vor allem auf den Iran-Krieg zurück. In einem langen Statement auf X beruft sich Vance auf eine Umfrage, in der ehemalige Wähler der Republikaner gefragt wurden, was sie dazu bewegen würde, wieder zurückzukehren. „Die vier häufigsten Antworten, die fast alle ausmachten, waren: 1. Den Krieg beenden, 2. Sich auf die Lebenshaltungskosten/Inflation konzentrieren, 3. Amerika an erste Stelle setzen, 4. Unsere Beziehung zu Israel verändern“, schreibt Vance. „Unsere Wähler sind zur Wahl gegangen. Und die oben genannten vier Gründe sind der Grund, warum viele von ihnen für die Demokraten gestimmt haben.“
„Der Grund für unsere Niederlage ist der Krieg. Der Präsident selbst hat das gestern Abend gesagt“, schreibt der US-Vize weiter. „Wenn Sie argumentieren möchten, dass es sich gelohnt hat, dass der Verlust des Senats für die nächsten sechs Jahre gerechtfertigt war, dann tun Sie das. Behaupten Sie, es war ein lohnenswerter Preis. Ob Sie zustimmen oder nicht, das ist zumindest ehrlich. Aber jeder weiß, warum wir verloren haben. Und jede ehrliche Diskussion darüber, wie es weitergeht, muss genau dort ansetzen.“
US-Präsident Trump will den sich abzeichnenden Erdrutschsieg der Demokraten bei den Parlamentswahlen respektieren. „Ich bin absolut bereit, diese Ergebnisse zu akzeptieren“, sagte er der „New York Times“. „Wir werden mit den Demokraten zusammenarbeiten und, Sie wissen schon, uns darauf freuen, mit ihnen zu arbeiten“, sagte Trump.
Die republikanische Kongressabgeordnete Kat Cammack aus dem Bundesstaat Florida fordert nach dem Wahldebakel eine offene Aussprache bei den Republikanern. Es sei Zeit für eine „Familiendiskussion, und zwar eine offene“, sagte sie. Auf die Frage nach der künftigen Fraktionsführung im Repräsentantenhaus sagte sie dem Sender Fox News: „Der gestrige Abend war ein Referendum über die gesamte Führung in Washington.“
Wer ihre Unterstützung wolle, müsse einen Plan vorlegen, denn das alte Vorgehen werde nicht mehr funktionieren. Die Partei verliere das große Ganze aus dem Blick, wenn sie sich nur auf die Wahlen 2028 konzentriere. „Es ist klar, dass (die Wähler) mit unserer Leistung nicht zufrieden waren“, sagte Cammack, die nach Daten der Nachrichtenagentur AP ihren Sitz im Repräsentantenhaus verteidigte.
Nach der krachenden Niederlage für die Republikaner bei der US-Kongresswahl hat das Weiße Haus es offenbar für notwendig befunden daran zu erinnern, dass Donald Trump nach wie vor Staatsoberhaupt ist und das Land regiert: „Öffentliche Bekanntmachung: Trump ist immer noch euer Präsident“, hieß es am Mittwoch in einem Beitrag des Weißen Hauses im Onlinedienst X. Begleitet war der Kommentar von einem Foto, auf dem der Präsident mit ernster Miene und gerunzelter Stirn zu sehen ist, wie er sich mit geballten Fäusten auf seinen Schreibtisch im Oval Office stützt.
„Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit in dieser Angelegenheit“, hieß es dort weiter – eine Formulierung, die Trump häufig in seinen Social-Media-Beiträgen verwendet. Nach nur zwei Stunden standen bereits tausende spöttische Kommentare unter dem Beitrag.
Der Leiter der diplomatischen Vertretung des Irans in Kairo, Modschtaba Ferdussi Pur, sieht in den Ergebnissen der US-Zwischenwahlen einen bedeutenden politischen Wandel. Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump habe versucht, durch Krieg einen Führungswechsel in der Islamischen Republik herbeizuführen, sagte er am Mittwoch. Stattdessen habe sie eine „bedeutende Veränderung und Verschiebung“ im eigenen Land erlebt. „Wer Wind sät, wird Sturm ernten“, sagte Pur.
Die US-Börsen legen nach dem Sieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen am Mittwoch kräftig zu. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg am Morgen (Ortszeit) um 2,2 Prozent auf 52.950 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 zog um 1,7 Prozent auf 7692 Zähler an. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 2,1 Prozent auf 25.879 Punkte.
Der bei der Senatswahl in Michigan erfolgreiche Demokrat Abdul El-Sayed ist gleich in seiner Siegesrede auf Konfrontationskurs zu US-Präsident Trump und dessen Vize J.D. Vance gegangen. Trumps Republikaner hatten den linken Politiker als radikalen „Kommunisten“ dargestellt und seinen Namen absichtlich falsch ausgesprochen. „Donald, hör mal, ich weiß, dass du Probleme mit meinem Namen hattest“, sagte El-Sayed nun. Sobald Vance ihn im Januar vereidigt habe, „kannst du mich einfach Senator nennen“.
Der 42-jährige El-Sayed gewann das Rennen um einen Senatssitz gegen den republikanischen Kandidaten Mike Rogers. Er wird damit der erste Muslim im US-Senat sein. El-Sayed wurde unter anderem für seine Reaktion auf den Anschlag auf eine Synagoge in Michigan im März kritisiert. Damals sagte er: „Verletzte Menschen verletzen Menschen.“ Später entschuldigte er sich.
„Wir haben gezeigt, dass in einem Kampf zwischen dem großen Geld und den vielen Menschen die vielen wirklich gewinnen können“, sagte El-Sayed. All den Eltern, die Mühe gehabt hätten zu erklären, warum der Präsident sich offen über jemanden wegen seines Namens oder seiner Art zu beten lustig mache, rief er zu: „Lasst sie morgen wissen, dass die Bösen verloren haben.“ Den Vizepräsidenten sprach El-Sayed mit dem arabischen Wort „Habibi“ an (in etwa: „Mein Lieber“). „Es liegt eine so köstliche Ironie darin, dass du verfassungsmäßig verpflichtet bist, mich im Januar zu vereidigen“, sagte El-Sayed.
Der Ausgang der Abstimmung über eine Vermögensteuer für Milliardäre in Kalifornien ist noch offen. Fast sechs Millionen Stimmen sind noch nicht ausgezählt. Der Vorschlag sieht eine einmalige Steuer von fünf Prozent auf das Nettovermögen von Einwohnern vor, die mehr als eine Milliarde Dollar besitzen. Die Einnahmen sollen größtenteils Kürzungen der Bundesmittel für das Gesundheitswesen ausgleichen. Nach den bisherigen Ergebnissen lagen die Gegner in weiten Teilen des Bundesstaats vorn. In Los Angeles und an der nördlichen Küste führten die Befürworter knapp.
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Die Demokraten werden im Repräsentantenhaus eine führende Rolle einnehmen und mit den Republikanern zusammenarbeiten müssen.
Very likely · Within months
Es wird eine interne Auseinandersetzung innerhalb der Republikanischen Partei über die zukünftige Führung geben.
Likely · Within weeks
Die Vermögensteuer für Milliardäre in Kalifornien wird knapp entschieden werden.
Possible · Within days
The Free Voters leader and Bavarian Economics Minister Hubert Aiwanger (55) was discovered dead in a Berlin hotel. The Bavarian state government and the Berlin police confirmed the death. The cause of death is still unknown. Aiwanger was absent from his party's event in the afternoon.

In the Bundestag, members of the Bundestag are debating violent protests by Gen Z in more than 30 German cities. While the AfD sees an alliance of left-wing extremists and radical migrants, Interior Minister Dobrindt defends the police operation and criticizes the attribution as a distorted image. The Greens and SPD warn of social damage caused by blanket terms.

After the US midterm elections, President Donald Trump is looking for reconciliation because he needs the Democrats on budget issues. However, political scientist Cathryn Clüver Ashbrook sees limited opportunities for Democrats to intervene in foreign and customs policy, while they could highlight economic losses and act as a regulator.

After the US midterm elections, the Democrats won the majority in the Senate and also regained the majority of the governorship. President Trump acknowledged defeat, congratulated the Democrats and announced that he would recognize the results and work with them. International reactions came from, among others, Chancellor Merz and Foreign Minister Wadephul.
Trump has acknowledged that the Iran war played a role in the midterms. After the Republicans' defeat in the US midterm elections, Trump, Vice President Vance and MPs commented on the root cause analysis. The US stock markets rose sharply after the Democrats' victory. Abdul El-Sayed won in Michigan and becomes the first Muslim in the US Senate.

After the Democrats' victory in Congress, Donald Trump remains US President. A SPIEGEL analysis by Marc Pitzke from November 4th, 2026 highlights that the president could now act even more ruthlessly. The full article is inaccessible due to a paywall.