
AI-generated summary
Die Midterms finden am 3. November statt, bei denen ein Drittel des Senats und das gesamte Repräsentantenhaus neu gewählt werden. Die Republikaner halten derzeit eine knappe Mehrheit in beiden Kammern, aber Trumps Politik ist laut Umfragen unbeliebt, insbesondere nach Spritpreiserhöhungen infolge des Iran-Krieges.
Der US-Präsident lässt keinen Zweifel daran: Er will seinen Republikanern helfen, die wichtigen Kongresswahlen zu gewinnen. Auch wenn seine Umfragewerte im Keller sind, reist er dafür nun durchs Land.
Gut einen Monat vor den wichtigen Midterms tourt Trump durchs Land. Foto: Alex Brandon/AP/dpa
Denton. Gut einen Monat vor den wichtigen Parlamentswahlen hat US-Präsident Donald Trump eine Wahlkampfoffensive gestartet und dabei zumindest in einer Hinsicht auch selbstkritische Töne geäußert. Bei einer Rede vor Mitarbeitern eines Lastwagen-Herstellers im texanischen Denton ließ er erkennen, dass er sich seiner seit längerem schlechten Beliebtheitswerte bewusst zu sein scheint.
Zwar pries er wie üblich seine eigene Politik in höchsten Tönen. Gleichzeitig betonte er aber auch, dass die Öffentlichkeitsarbeit schlecht laufe. Man leiste „phänomenale Arbeit“, verkaufe diese aber vielleicht nicht gut, sagte der US-Präsident.
Bereits zuvor betonte Trump vor Reportern, dass er in den verbleibenden Wochen vor den sogenannten Midterms durchs Land reisen und Wahlkampf betreiben werde. Sein Auftritt in Denton markierte den Auftakt dazu, noch am selben Abend (Ortszeit) reiste Trump dafür zudem in den US-Bundesstaat Oklahoma. An diesem Freitag geht es weiter nach Alabama, am Samstag nach Ohio.
„Ich bin mit ganzem Herzen dabei - mehr denn je“, betonte Trump in Texas. „Ich glaube, wir werden gewinnen.“
Was bei den Midterms für Trump auf dem Spiel steht
Am 3. November wählen die Amerikanerinnen und Amerikaner bei den Zwischenwahlen oder Midterms rund ein Drittel der Senatorinnen und Senatoren neu sowie das gesamte Repräsentantenhaus. Derzeit halten Trumps Republikaner eine knappe Mehrheit in beiden Kongress-Kammern. Seine Politik ist allerdings laut Umfragen unter anderem nach den Spritpreiserhöhungen als Folge des Iran-Krieges im eigenen Land schon länger unbeliebt.
Die Demokraten können sich Hoffnungen machen, zumindest das Abgeordnetenhaus zurückzuerobern. Gelingt ihnen das, könnten sie unter anderem Trumps Gesetzesinitiativen blockieren und Untersuchungen in Gang setzen.
Der US-Präsident verwies bei seinem zweiten Wahlkampfauftritt am Donnerstag (Ortszeit) in Durant in Oklahoma auch auf einen weiteren Aspekt, der ihm in einem solchen Fall drohen könnte. Wenn die Republikaner nicht gewinnen würden, würden die Demokraten ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn einleiten, warnte er.
Für einen solchen Schritt reicht im Repräsentantenhaus eine einfache Mehrheit. In seiner ersten Amtszeit ging Trump als erster US-Präsident in die Geschichtsbücher ein, gegen den während seiner Regierungszeit gleich zwei Amtsenthebungsverfahren im Parlament eingeleitet wurden.
„Tut bitte so, als würde ich kandidieren“
Um seine Anhängerschaft zu mobilisieren, wiederholte Trump in Oklahoma auch einen Satz, den er bereits zuvor zum Kernelement seiner Midterms-Botschaft gemacht hatte: „Tut bitte so, als würde ich kandidieren.“ Wenn sein Name nicht auf dem Stimmzettel stehe, würden die Leute nicht so zahlreich wählen gehen, erklärte er sein Kalkül.
Seinen schlechten Beliebtheitswerten zum Trotz setzt der US-Präsident also weiter auf die eigene Strahlkraft. Schon beim Parteitag der Republikaner in Dallas vor wenigen Wochen hatte er die Zwischenwahlen mehrfach zu einer Abstimmung über sich selbst erklärt.
Damals hatte er zudem mit einem ungewöhnlichen Wahlversprechen für Aufsehen gesorgt. In Durant erneuerte er das ebenfalls: Jeder erwachsene US-Bürger solle 5.000 Dollar erhalten, falls die Republikaner ihre Mehrheiten in beiden Kammern halten. Der Vorschlag gilt allerdings weder politisch noch finanziell als realistisch. Er würde über eine Billion US-Dollar kosten, etwa so viel wie der gesamte US-Verteidigungshaushalt.
Einstige Republikaner-Hochburg Texas wackelt
Sowohl in Texas als auch in Oklahoma kam Trump nun zudem immer wieder auf eine Person zu sprechen: den Republikaner Ken Paxton. Der vom US-Präsidenten unterstützte Kandidat will in Texas in den Senat einziehen - doch der Sieg in der einstigen Republikaner-Hochburg ist ihm keineswegs gewiss. Die Demokraten machen sich Hoffnungen, mit ihrem Kandidaten James Talarico den Republikanern den Sitz abzunehmen.
Verwandte Themen
Donald TrumpRepublikaner
Auch Trump machte in Denton klar, dass für seine Partei dort viel auf dem Spiel steht: „Wir brauchen Ken so dringend, und deshalb bin ich hier.“ Falls dessen Kontrahent Talarico das Rennen für sich entscheidet, wäre er der erste demokratische Senator aus Texas seit mehr als drei Jahrzehnten.
Doch das ist längst nicht das einzige Senatsrennen, bei dem es für die Republikaner eng werden könnte. „Wir machen uns Sorgen um Michigan“, nannte Trump ein weiteres Beispiel für einen umkämpften Bundesstaat. „Wir haben wirklich großartige Kandidaten.“ Aber man hätte einige knappe Rennen. „Ich weiß nicht, was da los ist“, sagte Trump.
Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien.
AI outlook — possibilities, not facts
Die Demokraten werden das Repräsentantenhaus bei den Midterms gewinnen.
Likely · Within weeks
Trump wird seine Wahlkampftour durch weitere Bundesstaaten fortsetzen.
Very likely · Within days
The International Peace of Westphalia Prize was presented to NATO, with Secretary General Mark Rutte accepting the award. Chancellor Friedrich Merz used his laudatory speech to emphasize Germany's responsibility in foreign policy, especially in view of Russia's war of aggression against Ukraine. At the same time, the ZEIT podcast reports on how convicted murderer Christa Pike survived an execution in the USA by lethal injection and discusses questions about the death penalty.
US President Donald Trump reiterated his support for Republicans during a campaign appearance in Texas, despite declining approval ratings and poor public relations. He again excluded CNN from the television pool and announced a 32-day campaign offensive across several states. In Texas and Oklahoma, he spoke about Republican candidate Ken Paxton and asked his supporters to vote as if he were running.

At a reception hosted by Federal President Steinmeier, Friedrich Merz expressed concerns about the possible failure of the coalition due to disputes over nursing care insurance reform and the postponement of the vote on the EU-wide ban on combustion engines. The article criticizes the inability of the coalition partners to agree on basic democratic principles such as the fight against organized crime, racism and anti-Semitism as well as criticism of Israeli government policy, and warns against forming a government without a common line on these issues.
Brazil's Attorney General Jorge Messias has warned against US interference in Brazilian institutions after reports that $1 million from a US fund would be earmarked for groups criticizing the Supreme Court. The warning comes before the presidential election in Brazil, in which Lula da Silva and Flávio Bolsonaro are narrowly ahead.

Before the upcoming midterms, US President Trump complains about bad PR despite supposedly top work. Meanwhile, an execution in Tennessee fails for the time being, while the Pentagon hires Elon Musk for a new technology project.
The United States has lifted human rights conditions on more than $300 million in military aid to Egypt, government officials said. Secretary of State Marco Rubio suspended requests for $320 million in fiscal year 2025, citing US national security interests, particularly Egypt's helpful role in the joint military operation against Iran.