Tschechien plant Handyverbot an Schulen ab 2027
Das Kabinett unter Ministerpräsident Andrej Babiš beschloss einen Gesetzentwurf, der die Nutzung elektronischer Kommunikationsgeräte bis zur neunten Klasse untersagen soll. Die Opposition kritisiert den Vorstoß.
Quick Look
- Das tschechische Kabinett hat einen Gesetzentwurf für ein Handy- und Smartwatch-Verbot an Schulen bis zur neunten Klasse ab dem 1.
- September 2027 beschlossen.
- Die Opposition und der Kinderrechtebeauftragte kritisieren den Vorstoß als populistisch und überflüssig, während Befürworter eine bessere Konzentration und weniger Schikane erwarten.
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Why It Matters
Das tschechische Kabinett hat einen Gesetzentwurf für ein Handy- und Smartwatch-Verbot an Schulen bis zur neunten Klasse ab dem 1. September 2027 beschlossen. Die Maßnahme soll die Konzentration verbessern und Schikane verhindern.
In Tschechien sollen Handys und andere elektronische Kommunikationsgeräte wie Smartwatches an Schulen verboten werden. Einen entsprechenden Gesetzesentwurf beschloss das Kabinett unter dem rechtspopulistischen Ministerpräsidenten Andrej Babiš. Die Maßnahme soll zum 1. September 2027 wirksam werden. Die beiden Parlamentskammern, das Abgeordnetenhaus und der Senat, müssen noch zustimmen.
Die Opposition kritisierte den Vorstoß als populistisch. Der Vorsitzende der Demokratischen Bürgerpartei (ODS), Martin Kupka, forderte statt eines Verbots, Kinder im richtigen Umgang mit digitalen Medien zu schulen und landesweit Schultablets einzuführen. „Ein flächendeckendes Handyverbot macht die Lehrer zu Rucksackkontrolleuren“, sagte er.
Verbot soll bis zur neunten Klasse gelten
Gegen den Gesetzentwurf stellte sich auch Tschechiens Beauftragter für Kinderrechte, Martin Beneš. Er warnte, das Verbot könne dazu führen, dass Kinder die Schule negativ wahrnehmen – als einen Ort, der ihre Freiheit einschränkt, ohne dass sie an der Gestaltung der Regeln beteiligt würden. Zudem sei eine gesetzliche Regelung überflüssig, da 93 Prozent der Schulen den Umgang mit Smartphones bereits in ihrer Hausordnung geregelt hätten.
Die Initiatoren des Gesetzentwurfs argumentieren indes, dass die Konzentration der Schüler im Unterricht verbessert und Schikane über Kanäle in den sozialen Medien verhindert werde. Das Verbot soll nicht nur im Unterricht, sondern auch in den Pausen, während des Mittagessens und in der Nachmittagsbetreuung gelten. Es bezieht sich auf alle Schülerinnen und Schüler bis zum Ende der gesetzlichen Schulpflicht nach neun Jahren.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die beiden Parlamentskammern, das Abgeordnetenhaus und der Senat, müssen noch über den Gesetzentwurf abstimmen.
Likely · Within months
Das Handyverbot soll zum 1. September 2027 wirksam werden.
Likely · Within years
Open Questions
- Werden Abgeordnetenhaus und Senat dem Gesetzentwurf zustimmen?
- Wie wird die Umsetzung des Verbots in der Praxis kontrolliert?



