
Handelsschiffe, auch unter türkischer Flagge, werden zunehmend getroffen – Ankara appelliert an Sicherheit
Die Türkei fordert Russland und die Ukraine auf, Angriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer vorläufig zu stoppen, nachdem auch türkische Handelsschiffe betroffen waren.
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Der Russland-Ukraine-Konflikt hat sich auf maritime Gebiete ausgeweitet.
Russland und die Ukraine verstärken die gegenseitigen Angriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer – dabei werden vermehrt auch Handelsschiffe getroffen. Nun fordert die Türkei von Russland und der Ukraine einen vorläufigen Stopp der Angriffe. Der türkische Außenminister Hakan Fidan forderte am Samstag in einem Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu »die Einrichtung eines Mechanismus, um die Vereinbarung eines Moratoriums zu ermöglichen«. In seiner Begründung hieß es: »Der Konflikt hat sich auf das gesamte Schwarze Meer ausgeweiert.« Ziel der Angriffe seien erst Häfen und Kriegsschiffe gewesen, mittlerweile würden »ohne Unterschied« Handelsschiffe angegriffen. Auch türkische Schiffe und Schiffe unter türkischer Flagge seien schon betroffen gewesen. Am Montagabend waren bei einem Drohnenangriff auf das türkische Frachtschiff »Nadeschda« mindestens drei Seeleute schwer verletzt worden. Nach Angaben der türkischen Generaldirektion für Seeverkehr wurde das unter der Flagge von Kamerun fahrende Schiff etwa 20 Seemeilen (37 Kilometer) vom russischen Hafen Noworossijsk entfernt auf der Fahrt nach Samsun in der Türkei getroffen. Wie das türkische Außenministerium wenig später mitteilte, wurde auch ein weiteres türkisches Schiff mit dem Namen »Yasar« in dieser Woche angegriffen. Details wurden nicht genannt. Ankara hatte die Angriffe bereits am Dienstag verurteilt und vor einer weiteren Gefährdung der zivilen Schifffahrt gewarnt. Man appelliere an die Akteure, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit zu gewährleisten, teilte das Außenministerium in Ankara mit. »Wir sind zutiefst besorgt, dass sich der Krieg zwischen Russland und der Ukraine trotz unserer Warnungen weiter im Schwarzen Meer ausbreitet und auch zivile Schiffe in Mitleidenschaft zieht«, hieß es weiter.
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Erhöhte militärische Präsenz im Schwarzen Meer
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