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Ugandischer Boxer Abdul bei Commonwealth Games disqualifiziert
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Spiegel Sport7 hours agoSports2 min readGermany

Ugandischer Boxer Abdul bei Commonwealth Games disqualifiziert

Quick Look

  • Abdul, ein ugandischer Boxer, wurde bei den Commonwealth Games 2026 in Glasgow wegen eines Kopfstoßes disqualifiziert und beschimpfte den Ringrichter.
  • Er unterstellte den Offiziellen Rassismus und weigerte sich, mit einem Journalisten zu sprechen, der über seinen Großvater, den ehemaligen Diktator Idi Amin, berichtet hatte.

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Why It Matters

Abdul, ein ugandischer Boxer, wurde bei den Commonwealth Games 2026 in Glasgow disqualifiziert, nachdem er einen Kopfstoß ausgeführt und den Ringrichter beschimpft hatte. Er ist der Enkel des ehemaligen ugandischen Diktators Idi Amin.

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Von 1971 bis 1979 regierte Präsident Idi Amin als diktatorischer Gewaltherrscher in Uganda. Hunderttausende starben während seiner achtjährigen Amtszeit.

Bevor er die Bevölkerung seines Landes in Angst und Schrecken versetzte, war Amin von 1951 bis 1960 Boxmeister seines Landes.

Bei den Commonwealth Games 2026 in Glasgow wollte Abdul nun sein Können vor großem Publikum zeigen. Die Commonwealth Games sind ein internationales Sportereignis, in dessen Rahmen sich alle vier Jahre die besten Sportler aus den Ländern des Commonwealth of Nations für Wettbewerbe in verschiedenen Sportarten treffen. Sportlerinnen und Sportler aus mehr als 70 Ländern nehmen daran teil.

Allerdings endete das Debüt des 25-Jährigen mit einem Eklat. Wegen eines Kopfstoßes wurde Abdul in der dritten Runde disqualifiziert. Er war im Gerangel mit dem Kopf an das Kinn seines Kontrahenten gestoßen. Anschließend beschimpfte er den Ringrichter. »Es gab viele Fouls«, sagte er. »Festhalten, Ellbogenschläge, jede Menge Mist. Ich kann dazu nur sagen, dass die Entscheidung des Ringrichters nicht richtig ist und ich nicht zufrieden bin.«

Unterstellungen gegen Offizielle

Indirekt unterstellte er den Offiziellen Rassismus: »Ich bin ein schwarzer Afrikaner, ich weiß das. Das ist Gottes Plan. Ich weiß nicht, warum die Offiziellen Angst vor diesem Kampf haben. Warum können sie diesen Kampf nicht weiterlaufen lassen?«

Er bestand darauf, dass er seinem Gegner nicht absichtlich einen Kopfstoß versetzt habe.

Damit nicht genug: Bei der anschließenden Pressekonferenz weigerte er sich, mit einem bestimmten Journalisten zu sprechen. »Nein, nicht Sie«, sagte Abdul zu dem Vertreter der Press Association. »Ich mag Sie nicht.« Ein ugandischer Offizieller ergänzte: »Das liegt an den Dingen, die Sie über seinen Großvater gesagt haben.«

Vor seinem Kampf im Superschwergewicht gegen Damar Thomas hatte Abdul gesagt, dass ihn die Leistungen seines Großvaters inspiriert hätten und er sehr stolz auf ihn sei. Abdul versprach zudem, er werde nach dem Kampf gegen den Engländer »der neue König von Schottland« sein – in Anlehnung daran, dass sein Großvater einst angeboten hatte, die Schotten von den Engländern zu befreien.

Gegner Thomas war mit dem Ende des Kampfes ebenfalls nicht zufrieden: »Das war nicht der Weg, wie ich gewinnen wollte«, sagte der 21-Jährige, der bereits Bronze sicher hat. Für Abdul hingegen sind die Commonwealth Games bereits beendet.

Open Questions

  • Was sind die Konsequenzen für Abdul nach der Disqualifikation und den Äußerungen?
  • Wird es weitere Untersuchungen zu den Rassismusvorwürfen geben?

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This article was originally published by Spiegel Sport.

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