+++ Ukraine-Krieg +++: Drohnenangriff legt Rechenzentrum von russischem KI-Konzern lahm
Schwere russische Luftangriffe auf ukrainische Städte fordern Dutzende Tote, während ukrainische Drohnen ein Yandex-Rechenzentrum und Ziele in Russland attackieren.
Quick Look
- Bei schweren russischen Luftangriffen auf die Ukraine wurden Dutzende Menschen getötet.
- Gleichzeitig schlugen ukrainische Drohnen im russischen Yandex-Rechenzentrum und in Sotschi ein, während die EU neue Sanktionen verabschiedete.
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Why It Matters
Russland führt einen Angriffskrieg gegen die Ukraine, der zu massiven Zerstörungen und internationalen Sanktionen geführt hat.
In Russland hat ein Drohnenangriff ein großes Rechenzentrum des KI-Konzerns Yandex lahmgelegt. Ein Feuer sei ausgebrochen und der Betrieb der Anlage in der Region Rjasan habe vollständig eingestellt werden müssen, teilt Yandex mit. Das Unternehmen betreibt unter anderem YandexGPT, eines der führenden generativen KI-Modelle in Russland. Die wichtigsten Verbraucherdienste seien jedoch nicht beeinträchtigt, erklärt Yandex. In den vergangenen Wochen hatte Russland immer wieder ukrainische Rechenzentren attackiert. Umgekehrt hatte es bisher aber keine bestätigten größeren Drohnenangriffe der Ukraine auf russische Datenzentren gegeben.
Bei einem der schwersten russischen Luftangriffe auf die Ukraine sind am Mittwoch nach ukrainischen Angaben mindestens 28 Menschen getötet und 100 weitere verletzt worden. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem der „niederträchtigsten Angriffe“. Die schwersten Verluste gab es in der Stadt Pryluky in der nördlichen Region Tschernihiw, wo eine russische Rakete ein fünfstöckiges Wohnhaus zerstörte. Regionalgouverneur Wjatscheslaw Tschaus zufolge starben dort 20 Menschen, darunter fünf Kinder.
Insgesamt feuerte Russland nach Angaben Selenskyjs in der Nacht 70 Raketen und Dutzende Schahed-Angriffsdrohnen auf die Ukraine ab. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, seine Streitkräfte hätten einen „massiven Schlag“ gegen militärisch-industrielle Einrichtungen ausgeführt. Zu den Zielen hätten Anlagen des ukrainischen Rüstungsunternehmens Fire Point gehört, das Marschflugkörper und Drohnen herstellt. Zudem seien die Hafen- und Werftinfrastruktur in der Schwarzmeer-Region Odessa sowie ein Schiff mit Militärgütern auf dem Weg dorthin ins Visier genommen worden.
Russische Streitkräfte haben dem Verteidigungsministerium zufolge ein Schiff angegriffen. Es habe sich mit einer Ladung für das ukrainische Militär auf dem Weg zum ukrainischen Schwarzmeerhafen Odessa befunden. Die Erklärung auf Telegram enthält keine weiteren Einzelheiten zu dem Angriff. Das Ministerium teilt außerdem mit, russische Drohnen hätten Infrastruktur in ukrainischen Häfen getroffen, ohne dies näher zu erläutern.
Russland stuft das Risiko eines Pestausbruchs laut US-Präsident Donald Trump als „weitgehend unter Kontrolle“ ein. Auf die Frage, ob der kürzliche Tod einer russischen Labormitarbeiterin ein Hinweis auf den möglichen Einsatz des Pesterregers als Biowaffe sei, sagte Trump: „Das glauben wir nicht. Wir werden es schon bald erfahren, aber wir glauben das nicht.“
Trump hatte zuvor angedeutet, dass er mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über das Thema sprechen werde. Auf die Frage, ob Russlands Umgang mit dem Fall mit Chinas Verhalten während der Corona-Pandemie in Trumps erster Amtszeit vergleichbar sei, sagte der Präsident: „China hat nicht viel gesagt, und auch Russland sagt nicht viel, aber sie behaupten, die Lage weitgehend unter Kontrolle zu haben.“ Er erwarte, dass Russland die US-Seite umfassender informiere.
Am Irkutsker Forschungsinstituts für Seuchenbekämpfung in Sibirien und im Fernen Osten war eine Labormitarbeiterin erkrankt und gestorben. Russland erklärte laut der WHO, Todesursache sei eine Lungenentzündung. Hinweise auf eine Infektion mit einem Erreger, mit dem die Frau gearbeitet hatte, gebe es nicht.
Die EU-Botschafter billigen 1646 neue Einträge auf der Sanktionsliste gegen Russland. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem militärisch-industriellen Komplex des Landes, wie drei EU-Diplomaten sagen. Mehr als die Hälfte der neu sanktionierten Unternehmen und Personen ist an der Produktion russischer ballistischer Raketen wie der Iskander-M beteiligt. Diese können nur von US-Patriot-Luftabwehrsystemen abgefangen werden. Der Ukraine fehlen diese Abfangraketen jedoch fast vollständig, da das US-Militär Ressourcen in die Golfregion verlagert.
Russland nutzt diese Schwachstelle für verstärkte Raketenangriffe. Die Maßnahmen richten sich einem der Insider zufolge auch gegen Einrichtungen für Raketentests sowie gegen Hersteller von Festtreibstoffen, Raketentriebwerken und Spezialtextilien. Zudem stehen Drohnenhersteller, Werften zur Wartung von U-Booten sowie 77 russische Politiker auf der Liste, die in den von Russland besetzten ukrainischen Gebieten für Parlamentssitze kandidiert haben. Wegen der engeren Beziehungen zwischen Russland und Nordkorea sanktioniert die EU auch sieben nordkoreanische Organisationen und Personen.
Bei neuen russischen Drohnenangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind mindestens acht Menschen verletzt worden. Das teilte Bürgermeister Vitali Klitschko am Abend auf Telegram mit. Bei den Angriffen, die verschiedene Stadtteile trafen, wurden demnach mehrere Wohnhäuser beschädigt. Rettungstrupps suchten in den Trümmern nach möglichen weiteren Opfern.
Kiew war bereits in der vergangenen Nacht ein Schwerpunkt des massiven Luftangriffs der russischen Militärs auf ukrainische Städte. Klitschko berichtete morgens von mindestens zwei Toten. Sie seien in den Trümmern von Garagen im östlichen Stadtteil Darnyzja gefunden worden. Zwei weitere Menschen seien dort lebend geborgen worden.
Das russische Militär hat zuletzt seine Angriffe auf Städte und Ballungszentren in der Ukraine verstärkt und nutzt Schwächen in der ukrainischen Abwehr aus. Die ukrainische Flugabwehr leidet unter Munitionsmangel vor allem bei Waffensystemen, mit denen sich ballistische Raketen bekämpfen lassen. Daneben setzt Russland neuartige Drohnen ein, gegen die die ukrainische Flugabwehr noch keine passende Abwehrstrategie entwickelt hat.
Die Ukraine erhält weitere Gelder für die Drohnenbeschaffung aus dem 90 Milliarden Euro schweren Unterstützungsdarlehen der EU. 1,24 Milliarden Euro für Drohnen-Abfangsysteme, Drohnenmunition und Raketen, die von ukrainischen Unternehmen hergestellt werden, wurden von der EU-Kommission ausgezahlt, wie sie mitteilte.
„Die heutige Auszahlung wird dazu beitragen, die ukrainische Verteidigungsindustrie zu stärken und die Fähigkeit der Ukraine zu verbessern, sich selbst zu verteidigen – zum Schutz der Menschen und der Infrastruktur“, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.
Der jüngste französische Raketentest belegt nach Einschätzung der russischen Regierung den europäischen Konfrontationskurs gegen Russland. Dies sei eine Sackgasse, sagt der russische Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. Russland verstehe den Test als deutliche Botschaft, bleibe jedoch offen für einen Dialog.
Frankreich hatte am Dienstag eine modernisierte Interkontinentalrakete von einem Atom-U-Boot aus getestet. Präsident Emmanuel Macron bezeichnete den Test als klares Signal.
Bei einem der schwersten russischen Luftangriffe seit Beginn des Krieges sind in der Ukraine am Mittwoch nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens elf Menschen getötet worden. Russland habe das Land mit rund 70 Raketen sowie zahlreichen Drohnen beschossen und dabei gezielt die ukrainische Energieinfrastruktur ins Visier genommen. „Die Russen wollten schmerzhaft und demonstrativ zuschlagen“, erklärte Selenskyj über den Kurznachrichtendienst Telegram. Ballistische Raketen seien weiterhin die größte Bedrohung, weshalb weitere Luftabwehrsysteme für die Ukraine lebensnotwendig seien.
Nach der Warnung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor einem neuen russischen Großangriff ist in der Nacht erneut die Hauptstadt Kiew attackiert worden. Das Portal „The Kyiv Independent“ berichtete, Russland habe einen massiven Raketen- und Drohnenangriff auf die Hauptstadt begonnen. In den frühen Morgenstunden seien zahlreiche Explosionen in der Stadt zu hören gewesen.
Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un sicherte dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in einer Geburtstagsbotschaft weitere Unterstützung für dessen Kriegsführung zu. Kim sei überzeugt, dass Russlands „heiliger Krieg der Gerechtigkeit“ zur Verteidigung seiner Souveränität mit einem Sieg enden werde.
Ein unter liberianischer Flagge fahrender Tanker ist vor der russischen Schwarzmeerküste in der Nähe von Sotschi in Brand geraten. Die „Aframax Rio“ sei von Seedrohnen angegriffen worden, teilte das russische Transportministerium mit. Die 23 Besatzungsmitglieder aus Indien seien gerettet worden.
Schweden verlegt Patriot-Luftabwehrsysteme zur Absicherung eines Nato-Logistikdrehkreuzes nach Polen. Der Einsatz soll im Dezember beginnen und eine Einheit aus den Niederlanden ablösen, gibt Ministerpräsident Ulf Kristersson bekannt.
Nach einem Drohnenangriff im Schwarzen Meer vor der Küste des Nato-Mitglieds Bulgarien ist ein Frachter gesunken, die Besatzung wird vermisst, wie der bulgarische Ministerpräsident Rumen Radew erklärte.
Moskau hat Warnungen von BND-Chef Martin Jäger vor einem drohenden gewaltsamen Konflikt mit Russland zurückgewiesen und die Äußerungen als haltlos bezeichnet.
Nach Brücken in Kiew hat Russland ukrainischen Behördenangaben zufolge auch in der Stadt Saporischschja eine Brücke über den Fluss Dnipro angegriffen. Dabei seien fünf Menschen verletzt worden.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die EU-Sanktionen treten in Kraft und betreffen den russischen Rüstungssektor.
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Schweden verlegt Patriot-Systeme nach Polen im Dezember.
Very likely · Within weeks
Open Questions
- Wer ist für den Angriff auf den Frachter vor Bulgarien verantwortlich?
- Wie stark sind die militärischen Kapazitäten Yandex nach dem Drohnenangriff eingeschränkt?


