+++ Ukraine-Krieg +++: Erneut Schiffe vor Bulgariens Küste angegriffen – Crew spricht von Drohnenattacke
Quick Look
- Bulgarien fordert nach Drohnenangriffen auf Handelsschiffe Hilfe an, während die EU Rekordsanktionen gegen Russland verhängt.
- US-Präsident Trump verteidigt ein umstrittenes Diesel-Abkommen, während diplomatische Bemühungen um eine Energiewaffenruhe weiterhin stocken.
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Why It Matters
Der Ukraine-Krieg dauert an, wobei die Energieinfrastruktur ein zentrales Ziel russischer Angriffe ist. Die USA und die EU reagieren mit einer Mischung aus Sanktionen und diplomatischen Versuchen.
Bulgarien bestellt russischen Botschafter ein
Im Schwarzen Meer sind vor der bulgarischen Küste nach Angaben der Regierung in Sofia erneut zwei Handelsschiffe mit Drohnen angegriffen worden, eines ist gesunken. Bulgariens Ministerpräsident Rumen Radev hat daraufhin den russischen Botschafter einbestellen lassen. Radev hat darüber hinaus angekündigt NATO-Generalsekretär Mark Rutte um Hilfe bei den Ermittlungen zu bitten
Trump verteidigt Diesel-Abkommen mit Russland
US-Präsident Donald Trump hat ein Diesel-Abkommen mit Russland gegen parteiübergreifende Kritik verteidigt. Die Vereinbarung werde amerikanischen Landwirten helfen und die hohen Kraftstoffpreise senken, sagte Trump am Montag (Ortszeit) in Washington.
Er hatte am Freitag angekündigt, dass die US-Regierung die Sanktionen gegen russische Treibstoffe vorübergehend aufhebe, damit Russland Diesel an die Weltmärkte liefern könne. Senatoren der Republikaner und Demokraten forderten Trump am Sonntag jedoch auf, den Kurs zu ändern. Das Abkommen verstoße gegen ein Gesetz aus dem Jahr 2022, das den Import russischer Energie verbietet, solange Moskau seine Aggression gegen die Ukraine nicht beendet. Trump wies die Kritik aus seiner eigenen Partei zurück.
Trump: Putin will Deal mehr als Selenskyj
US-Präsident Donald Trump will ungeachtet der Kritik an seinem jüngsten Vorgehen im Ukraine-Krieg den Aggressor Russland nicht stärker in die Pflicht nehmen und sieht vor allem die Ukraine unter Zugzwang. Auf die Frage einer Reporterin, was er dazu sage, dass Russland die von ihm selbst verkündete Energie-Waffenruhe verletzt habe, sagte Trump: „Nun, ich müsste mir das erst einmal ansehen, denn es gab Verstöße auf beiden Seiten.“
Auf Nachfrage, wie er Russlands Präsident Wladimir Putin dazu bewegen wolle, sich an die Waffenruhe zu halten, sagte Trump, er glaube, dass Putin eine Einigung erzielen wolle - und man den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj dazu bringen müsse, das ebenfalls zu wollen. Auch eine weitere Reporterfrage, wo er bei Putin die Bereitschaft für eine Einigung sehe, wenn dieser die Ukraine angreife, bügelte Trump ohne ein Wort der Kritik am Kreml ab: „Ich glaube, sie werden eine Einigung erzielen. Ich glaube tatsächlich, dass Putin mehr als Selenskyj daran interessiert ist, einen Deal zu machen.“
Russland: Drohnenangriff auf Industriestadt Newinnomyssk abgewehrt
Russland hat nach Angaben des regionalen Gouverneurs einen Drohnenangriff auf ein Industriegebiet in der Stadt Newinnomyssk in der südlichen Region Stawropol abgewehrt. Dies teilt Gouverneur Wladimir Wladimirow über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Newinnomyssk ist unter anderem ein wichtiges Zentrum der chemischen Industrie.
Insider: USA wollen Russland mit Diesel-Deal zu Verhandlungen bewegen
Die USA setzen Insidern zufolge darauf, dass das umstrittene Diesel-Abkommen mit Russland die Führung in Moskau zu Friedensverhandlungen bewegen soll. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner hätten dies ukrainischen Vertretern bei einem Treffen in Miami erklärt, sagen drei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Das Abkommen über die Lieferung von mehr als 2,25 Millionen Barrel Diesel an die USA und weltweite Märkte soll demnach die Position Moskaus „aufweichen“. Der russische Präsident Wladimir Putin ist den Gesandten zufolge derzeit nicht zu Verhandlungen bereit. Die US-Delegation fordere zugleich ein Ende der ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien. Die ukrainischen Vertreter hätten skeptisch reagiert und sähen in dem Deal ein Zugeständnis an Russland. Die US-Vertreter drohten bislang jedoch nicht mit einer Kürzung der Unterstützung für Kiew.
Bulgarien bittet EU und Nato nach Drohnenangriffen um Hilfe
Eine Woche nach Drohnenangriffen auf zwei Handelsschiffe im Schwarzen Meer hat Bulgarien die Europäische Union und die Nato um technische Hilfe bei den Ermittlungen gebeten. Beide angegriffenen Schiffe waren beschädigt worden, eines davon sank. Nach Angaben von Regierungschef Rumen Radew ist bislang unklar, ob die Drohnen aus Russland oder aus der Ukraine kamen.
Fest steht, dass eines der angegriffenen Schiffe, die „Alfa Watan“, praktisch sofort nach der Attacke gesunken war – binnen etwa drei Minuten. Eine Drohne, die derart enorme Schäden anrichtet, dürfte mit einem Sprengkopf von mehr als 300 Kilogramm ausgestattet gewesen sein, sagte der Professor an der Militärakademie in Sofia, Dimitar Nedjalkow, dem bulgarischen Fernsehsender Nova. An Bord der unter der Flagge von Togo fahrenden „Alfa Watan“ waren zwölf Mann Besatzung, die noch immer vermisst werden.
Merz und Selenskyj fordern Waffenruhe für Energieanlagen
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sehen Russland in der Pflicht, einem Waffenstillstand für die gesamte Energieinfrastruktur zuzustimmen. Das teilte der Sprecher der Bundesregierung, Stefan Kornelius, nach einem Telefonat der beiden Regierungschefs mit.
Selenskyj habe den Bundeskanzler über die massiven russischen Luftangriffe auf zivile Ziele und die ukrainische Energieinfrastruktur am vergangenen Wochenende informiert. Merz habe die Solidarität Deutschlands bekräftigt, erklärte Kornelius. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor behauptet, dass die Ukraine und Russland auf Angriffe auf den Energiesektor der jeweils anderen Kriegspartei verzichten würden. Selenskyj hatte sich für den Vorschlag offen gezeigt, allerdings betont, dass Russland darauf bislang nicht eingegangen sei.
Selenskyj bestätigte Gespräche mit Merz und weiteren ausländischen Spitzenpolitikern, darunter Nato-Generalsekretär Mark Rutte und der polnische Regierungschef Donald Tusk. „Alle haben eine absolut klare Position: Die Ukraine muss unterstützt werden und Russland darf keine Chance gegeben werden, die Ukraine und Europa zu brechen“, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft.
Geopolitik-Experte warnt: „Fürchterlichster Kriegswinter für die Ukraine“
Der frühere österreichische Diplomat Klemens Fischer hält die von den USA vorgeschlagene Energiewaffenruhe im Ukrainekrieg für unrealistisch: „Die Wahrscheinlichkeit, dass Russland sich daran hält, ist gering“, sagte Fischer im Podcast „Handelsblatt Today“. Russland sehe den Winter als Druckmittel, die ukrainische Energieinfrastruktur sei bereits zu mindestens 80 Prozent zerstört, sagte der Geopolitik-Professor der Universität zu Köln. Fischer warnte, die nächsten Monate könnten „der fürchterlichste Kriegswinter für die Ukraine werden“.
Ein von US-Präsident Donald Trump angedrohter Stopp US-amerikanischer Waffenlieferungen würde die Ukraine „mittelfristig nicht mehr verteidigungsfähig“ machen, sagte Fischer. Russland hoffe zudem über dauerhafte Öllieferungen an die USA auf ein Ende der Sanktionen und eine Rückkehr „in die Weltgemeinschaft“. Die heute von der EU beschlossenen Sanktionen seien für Russland zwar schmerzhaft. Sanktionen hätten aber „noch nie einen Krieg beendet“.
Behörden: Ein Toter bei Drohnenangriff in russischer Region Belgorod
Bei einem Drohnenangriff auf ein Auto in der russischen Grenzregion Belgorod wird nach Angaben der örtlichen Behörden ein Mensch getötet. Der Vorfall ereignet sich demnach im Dorf Kupino. Die Nachrichtenagentur Reuters kann die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
Neue EU-Sanktionen gegen Nordkorea wegen Hilfe für Russland
Die EU beschließt neue Sanktionen gegen drei Personen und vier Organisationen in Nordkorea wegen deren Rolle in den nuklearen und ballistischen Raketenprogrammen des Landes. Die Strafmaßnahmen stehen im Zusammenhang mit der wachsenden militärischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit des Landes mit Russland, wie der Rat der Europäischen Union mitteilt. Diese umfasst unter anderem den Einsatz nordkoreanischer Arbeitskräfte in Russland, die Zusammenarbeit in Handel und Industrie sowie einen „Waffen-gegen-Öl“-Handel.
Moskau bestätigt von Trump angekündigte Waffenruhe nicht
Russland hat die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Waffenruhe für gegenseitige Angriffe auf Energieobjekte im Ukraine-Krieg nicht bestätigt. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, dass die Kontakte mit der US-Seite andauerten. Wenn es Ergebnisse gebe, werde der Kreml darüber informieren, sagte er.
Am Sonntag hatte Trump eine Waffenruhe für Angriffe auf Energieinfrastruktur angekündigt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigte sich überrascht, betonte aber seine Bereitschaft dazu.
Kreml fordert Aufklärung im Nord-Stream-Prozess
Der Kreml erwartet von dem bevorstehenden Prozess in Deutschland zu den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipeliens im Jahr 2022 eine objektive Aufklärung. Das Verfahren müsse die Auftraggeber und Ausführenden der Sabotage identifizieren, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Ab Mittwoch muss sich ein ukrainischer Staatsbürger vor dem Oberlandesgericht Hamburg wegen des Sabotage-Akts verantworten.
Russland: Energiewaffenruhe wird noch verhandelt
Die Kontakte über eine mögliche Energiewaffenruhe zwischen Russland und der Ukraine dauern nach Angaben des Kremls an. Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow lehnt eine Stellungnahme dazu ab, ob die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Feuerpause ausschließlich für Ölraffinerien gelten soll. Weitere Informationen sollen zu gegebener Zeit bekanntgegeben werden, sagt Peskow.
Kreml lehnt Vorschlag für Waffenruhe ab
Der Kreml lehnt den Vorschlag des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für eine 60-tägige Waffenruhe zur Organisation von Präsidentschaftswahlen ab. Russland strebt stattdessen ein langfristiges Friedensabkommen an und keine vorübergehende Feuerpause, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Selenskyj hatte dem US-Sender ABC vorgeschlagen, eine zweimonatige Waffenruhe für die Wahlen zu nutzen. Russland dringt seit langem auf Wahlen in der Ukraine und stellt Selenskyjs Legitimität infrage, während das ukrainische Gesetz Wahlen im Kriegszustand verbietet.
Ukraine: Russische Angriffe auf Gasförderanlagen von Naftogaz
Russland greift in der Nacht Gasförderanlagen des staatlichen ukrainischen Energiekonzerns Naftogaz in der Region Charkiw an und löst einen Brand aus. Dabei wird wichtige Infrastruktur beschädigt, wie der kommissarische Naftogaz-Chef Serhij Fedorenko über den Kurznachrichtendienst Telegram mitteilt. Die Mitarbeiter setzten alles daran, die Schäden so schnell wie möglich zu beheben und Risiken für den stabilen Betrieb des Energiesystems abzuwenden, erklärt er.
Selenskyj wirft Russland Bruch von Energiewaffenruhe vor
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland vor, eine von US-Präsident Donald Trump verkündete Waffenruhe im Energiesektor gebrochen zu haben. Er dränge Washington zum Eingreifen und dazu, die Einhaltung der Vereinbarung durch Moskau zu gewährleisten, sagt Selenskyj in einer Videoschalte bei einer Sicherheitskonferenz in Warschau. Selenskyj fügt hinzu, er habe von dem Abkommen selbst erst aus den Medien erfahren. Die Waffenruhe könne jedoch Bestand haben und ein wichtiger Schritt zur Beendigung des Krieges sein, wenn die USA nun handelten.
EU verhängt Rekord-Sanktionen gegen russische Kriegshelfer
Die Europäische Union verhängt neue Sanktionen gegen eine Rekordzahl von Unterstützern der russischen Kriegsmaschinerie. Die EU-Außenminister beschlossen, knapp 1600 Personen, Unternehmen und andere Organisationen mit Strafmaßnahmen zu belegen, wie die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas mitteilte.
Betroffen von den Sanktionen sind Akteure, die mit der Produktion von ballistischen Raketen zu tun haben. Zudem geht es beispielsweise um Drohnenhersteller und Werften, die U-Boote warten. Die Strafmaßnahmen umfassen das Einfrieren von Vermögenswerten sowie das Verbot, Gelder oder andere wirtschaftliche Ressourcen bereitzustellen. Gegen Personen werden außerdem EU-Einreiseverbote verhängt.
Ukraine: Mindestens zwölf Verletzte bei Angriffen auf Charkiw
Bei mehreren russischen Angriffen auf die ukrainische Großstadt Charkiw werden am Morgen mindestens zwölf Menschen verletzt, wie Bürgermeister Ihor Terechow mitteilt.
Wadephul begrüßt „beispiellose“ Russland-Sanktionen der EU
Außenminister Wadephul begrüßt die Verabschiedung neuer EU-Sanktionen gegen Russland als „beispiellosen“ Schlag gegen die Kriegswirtschaft von Präsident Wladimir Putin. Die EU nehme damit so viele Personen und Unternehmen in die Sanktionsliste auf wie nie zuvor, erklärt der Minister. Insgesamt seien es weit über 1600 Verantwortliche und Betriebe.
Die EU reagiere mit der Sanktionierung von Drohnenherstellern zudem auf hybride Angriffe wie den versuchten Anschlag am Flughafen Leipzig/Halle. Der Druck auf Russland solle so lange erhöht werden, bis Putin zu ernsthaften Friedensverhandlungen bereit sei, sagt Wadephul.
BDI warnt vor zunehmender russischer Sabotage gegen Industrie
Nach der eindringlichen Russlandwarnung des Bundesnachrichtendienstes (BND) schlägt der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) Alarm. „Die deutsche Industrie stellt sich darauf ein, dass die Bedrohung anhält und die Angriffsmethoden vielfältiger werden“, sagte der stellvertretende BDI-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch dem Handelsblatt.
Deutschland schickt Tornados zu Atomwaffenübung der Nato
Die deutsche Luftwaffe beteiligt sich in den kommenden Tagen mit mehreren Kampfflugzeugen an einem Nato-Manöver zur Verteidigung des Bündnisgebiets mit Atomwaffen. Wie ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte, werden für die Übung mit dem Namen „Steadfast Noon“ drei Tornados des taktischen Luftwaffengeschwaders 33 auf die Aviano Air Base nach Norditalien verlegt.
Die Maschinen sind normalerweise auf dem Stützpunkt Büchel in Rheinland-Pfalz stationiert. Dort lagern nach offiziell unbestätigten Angaben US-Atomwaffen, die im Ernstfall über das Konzept der sogenannten nuklearen Teilhabe der Nato auch von deutschen Jagdbombern abgeworfen werden könnten. Als weitere Lagerorte für US-Atomwaffen in Europa gelten Stützpunkte in Ländern wie Italien, Belgien und den Niederlande.
Behörden: Ein Toter nach ukrainischem Drohnenangriff in russischer Region Belgorod
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der russischen Grenzregion Belgorod ist laut den örtlichen Behörden ein Mensch ums Leben gekommen. Die Drohne habe ein Auto auf einer Straße nahe der Grenze getroffen, teilt die regionale Einsatzzentrale mit. Zudem wurde im von Russland kontrollierten Teil der ostukrainischen Region Donezk nach Angaben der dortigen pro-russischen Verwaltung eine we
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